Wirtschaft

Konsum in der Krise: Die fetten Jahre sind vorbei

Unser neues Magazin ist da - und beschäftigt sich eingehend mit der Triebfeder unseres täglichen Lebens: dem Konsum. Wer glaubt, dass explodierende Energiekosten, Krieg in der Ukraine und Corona unsere einzigen Probleme sind, dem wird das Wasser bald bis zum Hals stehen.
15.09.2022 10:36
Lesezeit: 2 min

Liebe Leserinnen und Leser,

der Krieg, die explodierenden Energiekosten und die Inflation sorgen dafür, dass der Konsum einbricht. Es scheint, die fetten Jahre sind vorbei – wir stecken bis zum Hals in einer Krise.

Um die Frage zu beantworten, wie unmittelbar uns das alle betrifft, gehen wir ein paar Schritte zurück. Wussten Sie etwa, dass es vor allem Gefühle sind, die unsere Wirtschaft bestimmen? Denn vor rund 70 Jahren begannen Ökonomen, die Stimmungen der Menschen abzufragen – das sogenannte Konsumklima wurde ermittelt. Bis heute gehören diese Stimmungen zu den aussagekräftigsten Indikatoren und haben eine starke Prognosekraft im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung. Und das Konsumklima sagt für Deutschland die härteste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg vorher.

Die ersten Anzeichen sind schon sichtbar und es offenbart sich, was hier im Land massiv schiefläuft. Die Tafeln haben seit Jahresbeginn einen Zuwachs von unglaublichen 50 Prozent verzeichnet. Die Folge ist, dass zahlreiche Ausgabestellen einen Aufnahmestopp durchführen müssen. Die neue Armut trifft jedoch nicht nur Menschen ohne Einkommen. Immer mehr Rentner und Erwerbstätige müssen in einem der reichsten Länder der Erde um Essen betteln.

Nicht nur in Deutschland, auch weltweit spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die Situation unter amerikanischen Konsumenten kippt gerade. Zahlreiche Unternehmen beklagen, dass der Konsum angesichts stark steigender Preise in fast allen Bereichen zurückfahren wird. Selbst bei McDonald’s können sich Kunden nicht mal mehr die Sparmenüs leisten – ein deutliches Zeichen, dass der Binnenkonsum in den Vereinigten Staaten am Einbrechen ist. Und wenn das passiert, drohen die USA als Triebfeder der Weltwirtschaft auszufallen.

Umso besser, dass wir hier verständnisvolle Politiker haben, die uns armen Bürgern Tipps zum Energiesparen geben, man erinnere sich an „Frieren für den Frieden“. Ein Best-of dieser doppelmoralischen, Zeigefinger-erhebenden und äußerst kreativen Ideen haben wir in einem Artikel zusammengefasst. Sozusagen unter dem Motto: „Waschlappen gegen Putin“. All diese Artikel erhalten als Premium-Abonnent in unserem exklusiven ePaper. Hier finden Sie mehr Informationen.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht Ihnen,

Jennifer Bendele

Chefredakteurin

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen McDonalds-Aktie: Ausverkauf an der Börse – haben die Anleger die Burger satt?
12.10.2026

Die McDonalds-Aktie ist auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen und hat innerhalb von neun Monaten fast ein Drittel ihres...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Handelskompromiss mit China: Was der Deal Deutschland bringt
12.10.2026

Nach wochenlangen Spannungen haben sich die Europäische Union und China auf erste konkrete Schritte zur Entschärfung ihres...

DWN
Politik
Politik Trumps überraschende Entscheidung, russischen Kraftstoff in die USA zu importieren, sorgt weltweit für Aufsehen
12.10.2026

Donald Trumps Vereinbarung mit Russland zeigt den wachsenden Druck, die Kraftstoffpreise zu senken, und markiert einen deutlichen...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldreserven wachsen rasant: China kauft so viel Gold wie seit drei Jahren nicht
12.10.2026

Die chinesische Zentralbank ist auf dem besten Weg, bei den Goldreserven an den Zentralbanken Frankreichs und Italiens vorbeizuziehen. Nach...

DWN
Panorama
Panorama Klimaschutz bis 2045: Welche Kosten auf Deutschland zukommen
12.10.2026

Elektroautos, erneuerbare Energien und ein angepasstes Stromnetz: Deutschlands Weg zur Klimaneutralität verlangt hohe Investitionen. Eine...

DWN
Technologie
Technologie Handy-Sicherheit im Unternehmen: Ein verlorenes Smartphone kann alles lahmlegen
12.10.2026

Ein verlorenes Smartphone wirkt zunächst wie ein überschaubares Problem. Doch auf dem Gerät liegen längst E-Mails, Zugänge,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ryanair-Aktie: Airline ändert Check-in-Regeln und verkürzt Zeit für die Gepäckaufgabe
12.10.2026

Ryanair-Passagiere müssen aufgegebenes Gepäck am Flughafen künftig früher abgeben. Die Fluggesellschaft verkürzt die Öffnungszeiten...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Plus 20 Prozent: Briefporto könnte stärker steigen als jemals zuvor
12.10.2026

Das Briefporto könnte in Deutschland so stark steigen wie noch nie. Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Preisspielraum vorgeschlagen,...