Finanzen

Iran-Geschäfte: Deutsche Börse muss Millionen-Strafe zahlen

Lesezeit: 1 min
24.01.2014 11:24
Rund um die Iran-Affäre einigten sich das US-Finanzministerium und der deutsche Börsenbetreiber auf ein Zahlung in Höhe von 152 Millionen Dollar. Die Strafe wurde wegen der Schließung von Konten iranischer Kunden im Jahr 2007 verhängt.

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

In dem seit Jahren währenden Streit um Iran-Geschäfte zahlt die Deutsche Börse eine Geldstrafe von 152 Millionen Dollar. Das US-Finanzministerium und der Börsenbetreiber teilten mit, man habe sich auf diese Summe geeinigt. Bereits Ende vergangenen Jahres hatten sich beide Seiten grundsätzlich auf den Vergleich geeinigt. Die Strafe wurde wegen der Schließung von Konten iranischer Kunden 2007 verhängt.

Ebenfalls aus der Welt geschafft hat die Deutsche Börse 2012 den Streit um die Entschädigung von US-Anschlagsopfern. Das Unternehmen willigte ein, Kundengelder für Familien von Soldaten freizugeben, die 1983 bei einem Bombenanschlag auf eine Kaserne in der libanesischen Hauptstadt Beirut verletzt oder getötet wurden. Im Gegenzug ließen die Angehörigen ihre Klagen gegen das Tochterunternehmen Clearstream fallen.

Die Angehörigen der US-Soldaten machten den Iran für den Anschlag verantwortlich und setzten sich mit dieser Sichtweise vor einem US-Gericht durch. Es verurteilte die Islamische Republik zur Zahlung von 2,65 Milliarden Dollar an die Hinterbliebenen.

Um an die Gelder heranzukommen, ließen die Kläger 2008 bestimmte Vermögenswerte von Clearstream in den USA einfrieren, weil diese ihrer Ansicht nach einer iranischen Regierungsstelle zuzurechnen waren, und pochten auf deren Auszahlung. Die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream, zu deren Aufgabe es gehört, die Vermögenswerte ihrer Kunden zu schützen, stimmte dem schließlich zu - auch weil sich die USA einige Gesetze in diesem Bereich verschärft hat.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Unterschätzter Rohstoff: Der globale Kampf ums deutsche Holz

Die globale Nachfrage nach dem Baustoff Holz heizt in Deutschland den Export an. Droht ein Ausverkauf des Waldes?

DWN
Finanzen
Finanzen Dow Jones steigt auf Rekordhoch, Rohstoffwerte gefragt

Der Dow-Jones-Index erreicht ein neues Allzeithoch, getrieben vor allem durch die Aktien von Bergbau-, Energie- und Stahl-Unternehmen.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Verband: CO2-Sondersteuer vertreibt Ernährungsindustrie aus Deutschland

Aufgrund unausgereifter Regelungen rund um die neue Sondersteuer auf das Naturgas CO2 droht die Abwanderung von Teilen der...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Politik
Politik Russland und China wollen Dollar-Dominanz brechen, Saudis legen sich mit Biden an

Saudi-Arabien baut seine Beziehungen zu China aus. Damit läuft das Königreich Gefahr, Opfer von US-Vergeltungsmaßnahmen zu werden....

DWN
Politik
Politik Schwere Auseinandersetzungen erschüttern Jerusalem, UN-Sicherheitsrat beruft Krisentreffen ein

In Jerusalem kommt es seit Tagen zu schweren Auseinandersetzungen. Am Montag eskalierte die Gewalt erneut.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Neues E-Auto-Werk: Wie Posen klammheimlich zum chinesischen Einfallstor nach Europa wird

Überall in Europa haben die Chinesen 2020 wegen Corona ihre Investitionen verringert. Nur bei unserem direkten Nachbarn Polen nicht, eine...

DWN
Deutschland
Deutschland Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen schlagen sich wacker

Das mittelständische Geschäftsklima ist im April weiter gestiegen, die Hoffnung auf einen Aufschwung wächst, wie das aktuelle...