Finanzen

Türkei: Notenbank beschließt Krisensitzung wegen Lira-Absturz

Lesezeit: 1 min
27.01.2014 13:52
Die türkische Liga sinkt auf ein Rekordtief. Die Notenbank schlägt Alarm und ruft eine Sondersitzung ein. Experten rechnen mit einer kräftigen Anhebung des Leitzinses.
Türkei: Notenbank beschließt Krisensitzung wegen Lira-Absturz

Die türkische Zentralbank hat wegen des Kursverfalls der heimischen Währung erstmals seit rund zweieinhalb Jahren eine Sondersitzung einberufen. Das Treffen solle am Dienstag stattfinden und das Ergebnis noch am Abend bekanntgegeben werden, teilte die Notenbank am Montag mit. Dabei sollen „die jüngsten Entwicklungen bewertet und die notwendigen Schritte für den Erhalt stabiler Preise eingeleitet werden“. Experten gehen davon aus, dass der Leitzins kräftig angehoben wird. Ökonom Timothy Ash von der Standard Bank rechnet mit einem „aggressiven“ Zinsschritt. Derzeit liegt der Zinssatz bei 4,5 Prozent.

In Alarmbereitschaft versetzt wurden die Notenbanker vom jüngsten Kursrutsch der Lira. Sie fiel zum Dollar auf einen Kurs von 2,39 und damit ein Rekordtief. Aus Furcht vor einer raschen Straffung der US-Geldpolitik und einem erlahmenden Aufschwung der Weltwirtschaft ziehen sich Anleger momentan aus der Türkei und anderen Schwellenländern zurück. Hinzu kommen in der Türkei noch die im Dezember bekanntgewordenen Korruptionsermittlungen gegen Regierungsmitarbeiter, die den seit elf Jahren amtierenden Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Misskredit bringen und das Vertrauen der Investoren erschüttern.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Politik
Politik Ukraine: Deutschland soll sich selbst das Gas abdrehen

Der ukrainische Netzbetreiber fordert von Deutschland, sich selbst schweren Schaden zuzufügen.

DWN
Politik
Politik Nach russisch-chinesischem Manöver: Japan und USA setzen auf Abschreckung

Der Konflikt im Indopazifik schaukelt sich zunehmend hoch.

DWN
Politik
Politik Völkerrechtler: Der Great Reset ist ein großer Schwindel - das Weltwirtschaftsforum gehört aufgelöst

Lesen Sie heute den zweiten Teil des Interviews, das DWN-Autor Ralf Paulsen mit Alfred de Zayas, dem ehemaligen Sekretär der...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Politik
Politik Putins Tauschbörse: Getreideexporte aus der Ukraine gegen Aufhebung der Sanktionen

Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert mit dem italienischen Regierungschef Mario Draghi.

DWN
Deutschland
Deutschland Kubicki deckt auf: Grundrechte der Deutschen wurden jahrelang auf Basis von Behauptungen beschnitten

Die Deutschen wurden in den vergangenen zwei Jahren offenbar auf Basis bloßer Behauptungen von RKI und Gesundheitsministerium gegängelt....

DWN
Politik
Politik China wirft NATO und USA Einmischung, Übertreibung und Doppelmoral vor

Die USA versuche, so der chinesische Außenamtssprecher Wang Wenbin, "Chinas Entwicklung einzudämmen und zu unterdrücken und die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Chinesische Frachten zu teuer: Turbulenzen auf hoher See

Nicht nur gebrochene Lieferketten, sondern auch die globalen Frachtpreise bereiten deutschen Unternehmen Kopfzerbrechen.