Politik

Machtkampf in Italien: Premier Letta vor dem Sturz

Lesezeit: 1 min
12.02.2014 09:44
Regierungskrise in Italien: Die Sozialdemokraten wollen den amtieren Premier Letta loswerden und den neuen Hoffnungsträger Matteo Renzi inthronisieren. Der Staatspräsident will Neuwahlen verhindern. Sie könnten dem Euro-Kritiker Beppe Grillo neuen Zulauf verschaffen - und ihn zum Sieger bei der EU-Wahl machen.

Mehr zum Thema:  
EU >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
EU  

Staatspräsident Napolitano hat sich in den vergangenen Tagen sowohl mit Premier Enrico Letta als auch mit dem neuen Hoffnungsträger der Sozialdemokraten (PD), Matteo Renzi getroffen: Es geht um einen „fliegenden Wechsel“ an der Spitze der Regierung. Die Anhänger der PD wollen frischen Wind, Letta ist ihnen zu langweilig. Renzi hatte mit einem Erdrutschsieg bei einer Lokal-Wahl die Hoffnung geweckt, dass die PD endlich wieder einen charismatischen Führer vorweisen kann – der es mit populären Figuren wie dem Euro-Kritiker Beppe Grillo aufnehmen kann. Die PD will mit einem Wechsel an der Spitze verhindern, dass Grillo als großer Sieger aus der EU-Wahl hervorgeht.

Napolitano will Neuwahlen verhindern, weil die Italiener gerade ihr kompliziertes Wahlgesetz ändern. Außerdem fürchtet der greise Präsident erneute Unruhen von Protest-Gruppen wie den Forconi.

Am Donnerstag will Letta der PD ein neues Regierungsprogramm vorlegen. Lehnt die Partei ab, sind Lettas Tage gezählt.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
EU >

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
Finanzen Wann beginnt der nächste Bullenmarkt beim Gold?

Trotz hohen Inflationsraten überall auf der Welt ist der Goldpreis in den letzten Wochen deutlich gefallen. Doch der nächste Bullenmarkt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Kupfer: Rezessionsgefahr trübt die Aussichten, langfristig aber enormes Potential

Der Rohstoff-Experte der DWN, Markus Grüne, analysiert den Kupfermarkt.

DWN
Politik
Politik WEF-Treffen in Davos wirft Schatten voraus : Schweiz aktiviert Armee für Transport und Sicherheit der Gäste

Damit sich hunderte Politiker und Milliardäre in einem noblen Bergort vergnügen können, wird ein großer Aufwand betrieben.

DWN
Finanzen
Finanzen Bärenmarkt voraus: Was Anleger derzeit von professionellen Tradern lernen können

Investoren und Trader betrachten Märkte aus geradezu gegensätzlichen Perspektiven, die beide Erfolg haben können. Doch in einem...

DWN
Deutschland
Deutschland Russland-Sanktionen sind für deutsche Unternehmen ein Rätsel

Deutschen Unternehmen fällt es schwer zu erkennen, welche Geschäfte unter die Russland-Sanktionen fallen, wie eine Umfrage von KPMG...

DWN
Politik
Politik EU-Kommission will russisches Vermögen an Ukraine übergeben

Die EU-Kommission will beschlagnahmte russische Vermögenswerte an die Ukraine übergeben. Es brauche eine europaweite strafrechtlich...

DWN
Politik
Politik Nutzen nicht ersichtlich: Afrikaner verzichten auf Corona-Impfung

Die Corona-Impfstationen in Afrika stehen leer, Millionen unbenutzter Fläschchen stapeln sich. Die Menschen haben hier andere Sorgen, vor...

DWN
Politik
Politik Geopolitische Kehrtwende: US-Regierung nimmt Sanktionen gegen Venezuela zurück

US-Präsident Biden hat die unter Trump begonnene Druck-Kampagne gegen Venezuela abrupt beendet und eine erstaunliche Kehrtwende...