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Pentagon entwickelt Gehirn-Chip für US-Soldaten

Lesezeit: 1 min
18.02.2014 00:11
Das Pentagon forscht an Gehirn-Chips, die Erinnerungsverlust bei Soldaten verhindern sollen. Dazu zeichnen die Chips die Aktivität des Hirns auf und stimulieren es im Notfall. So sollen im Falle von Kopfverletzungen lebenswichtige Erinnerungen wiederhergestellt werden.
Pentagon entwickelt Gehirn-Chip für US-Soldaten

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Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), die Forschungsabteilung des Pentagon, forscht an Gehirn-Implantaten für US-Soldaten, die Erinnerungsverlust in Folge von Hirnschäden vorbeugen sollen.

Das tragbare Gerät soll eine drahtlose Datenübertragung ermöglichen und Teile davon „müssen implantierbar sein“, um die Gehirnaktivität aufzeichnen und das Gehirn direkt stimulieren zu können, berichtet Bloomberg. Das Implantat soll es am Kopf verwundeten Soldaten ermöglichen, „Aufgaben-spezifische motorische Fähigkeiten“ wiederherzustellen, die für das Überleben notwendig sind.

Die DARPA hat private Firmen und Forschungslabors dazu aufgerufen, Konzepte zur Entwicklung eines solchen Implantats einzureichen. Die Vorschläge müssen Größe, Gewicht und Art der Energie-Zufuhr beinhalten. Zudem müssen die Vorschläge erläutern in welcher Hirnregion der Chip implantiert wird und wie die Operation bewerkstelligt werden soll.

Die DARPA hofft auf das Interesse und die Unterstützung von erfahrenen Unternehmen wie General Electric, IBM und Medtronic. Das Projekt ist Teil der BRAIN-Initiative von US-Präsident Barack Obama, die Forschung zur Bekämpfung von Alzheimer und Demenz finanziert.

Die Firma Medtronic Inc. (MDT) verkauft bereits Implantate, die bei Tiefenhirn-Stimulationen eingesetzt werden, um die Symptome von Parkinson und anderen neurologischen Erkrankungen zu mildern. Der Chip von MDT wird ins Gehirn eingepflanzt und stimuliert bestimmte Hirnregionen elektrisch über dünne Drähte.

„Die Art und Weise wie die menschliche Erinnerung funktioniert, ist eines der großen ungelösten Rätsel“, sagte Andres Lozano, Leiter der Neurochirurgie an der Universität von Toronto. „Das hat einen unglaublichen Wert vom Standpunkt der Grundlagen-Forschung aus gesehen. Das könnte enorme Auswirkungen für Patienten mit Erinnerungsstörungen haben, Patienten mit Demenz und Alzheimer eingeschlossen“, so Lozano weiter.

Der DARPA geht es vermutlich weniger um die Heilung von Alzheimer als vielmehr um die Verschmelzung von Mensch und Maschine. Der erste anerkannte Cyborg ist der Brite Neil Harbisson. Er hat ein Implantat in seinem Kopf, dass ihm das Hören von Farben ermöglicht (mehr hier).

Zudem kann das Pentagon auf bereits geleistete Forschungsarbeit zurückgreifen. So ist es US-Forschern kürzlich gelungen mittels Technologie Gedanken zu übertragen (hier).

 

 

 

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