Technologie

VW meldet Ende der Handschaltung in China

VW fährt in China die Produktion von Autos mit Handschaltung zurück. Hintergrund ist die dort sinkende Nachfrage nach Autos mit Verbrennungsmotoren.
19.11.2022 17:30
Lesezeit: 1 min

Volkswagen lässt angesichts der sinkenden Nachfrage nach Verbrennern in China in einem Joint-Venture die Produktion von Autos mit Handschaltgetriebe auslaufen. Das Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen Partner SAIC werde den Vertrieb solcher Fahrzeuge im August 2024 einstellen, bestätigte ein Sprecher am Freitag. Als erstes hatte das "Wall Street Journal" darüber berichtet. Für die verbleibenden Mitarbeiter gebe es verschiedene unterstützende Maßnahmen, sagte der Sprecher. Dabei handle es sich nicht unbedingt um einen neuen Arbeitsplatz.

Hintergrund der Entscheidung sind die steigenden Zulassungen von Elektroautos, die ohne klassisches Schaltgetriebe auskommen. Hinzu kommt, dass Verbrenner inzwischen auch in der Volksrepublik weitestgehend mit Automatikgetrieben unterwegs sind. Der Absatz von Fahrzeugen mit Handschaltung liegt nur noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das Joint-Venture mit SAIC werde künftig nur noch Fahrzeuge mit Automatikgetriebe bauen. Das zweite chinesische Gemeinschaftsunternehmen FAW-Volkswagen produziere weiter auch Autos mit Handschaltung.

Der Umstieg von SAIC auf Automatikgetriebe wurde schon vor einigen Jahren beschlossen. Deshalb wurde die Produktion von 500.000 Getrieben im Jahr auf 50.000 reduziert. In dem Bereich arbeiten nur noch etwa 250 Mitarbeiter. Die Handschalterproduktion soll im ersten Quartal auslaufen und die Gesellschaft abgewickelt werden. Derzeit werden Getriebe auf Halde produziert, die bis 2024 in Fahrzeuge eingebaut werden. (Reuters)

Diese Meldung ersetzt in der Version vom Freitag die Aussage, ein Personalabbau sei mit der Entscheidung nicht verbunden, durch die Unternehmensangabe, Mitarbeiter erhielten Unterstützung, aber nicht unbedingt einen neuen Arbeitsplatz.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Technologie
Technologie Dacia Duster im Test: Wenn die Reichweite an der Grenze zur Unwahrscheinlichkeit liegt
07.11.2026

1.410 Kilometer Reichweite, Allradantrieb und drei Antriebstechnologien in einem Auto: Der Dacia Duster Hybrid 4x4 verspricht erstaunlich...

DWN
Politik
Politik Schweden bestätigt Taurus-Lieferung: Marschflugkörper erreicht mehr als 500 Kilometer
07.11.2026

Schweden hat erstmals bestätigt, bereits Taurus-Marschflugkörper erhalten zu haben. Die Waffe kann Ziele in mehr als 500 Kilometern...

DWN
Finanzen
Finanzen 26 Prozent an einem Tag: Warum Duolingo plötzlich an meinen Chipaktien vorbeizieht
07.11.2026

Für meine Chipaktien war es ein schlechter Börsentag: Nvidia, Micron und Iren gerieten deutlich unter Druck. Ganz anders Duolingo. Die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Polestar 5 im Test: Angriff auf Porsche und Audi – mehr Luxus für weniger Geld?
07.11.2026

Mit dem Polestar 5 wollen die Schweden Porsche und Audi im Luxussegment angreifen. Bis zu 884 PS, 678 Kilometer Reichweite und elektrisch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wertvollste Marken 2026: Apple ist auf Platz eins, Tesla hat am meisten verloren
07.11.2026

Welche Unternehmen führen das Ranking der wertvollsten Marken 2026 an, welche gewinnen besonders stark und welche verlieren an Bedeutung?...

DWN
Politik
Politik Alterssicherung: Wie viele Ältere nutzen die umstrittene Frührente?
07.11.2026

Die meisten Menschen gehen laut einer neuen Untersuchung früher in Rente. Wie lange das noch in heutiger Form möglich ist, ist in der...

DWN
Politik
Politik Klimapolitik: Zehn Jahre Pariser Klimaabkommen – "unbeherrschbare Zukunft"
07.11.2026

Eigentlich gibt es einen Plan, um die Krise in den Griff zu bekommen: das Pariser Klimaabkommen, das nun seit zehn Jahren in Kraft ist....

DWN
Finanzen
Finanzen Brutale Woche für Tech-Branche endet mit kurzer Verschnaufpause, doch KI-Zweifel bleiben
06.11.2026

Erfahren Sie, wie Schnäppchenjäger die Märkte kurzzeitig stabilisieren und welche unberechenbaren Risiken die Börsen weiterhin bedrohen.