Politik

Kroatien: Euro-Einführung bringt höhere Preise

Mit dem Jahreswechsel hat Kroatien den Euro eingeführt. Nun häufen sich die Beschwerden, dass zahlreiche Waren deutlich teurer geworden sind.
03.01.2023 17:26
Aktualisiert: 03.01.2023 17:26
Lesezeit: 1 min
Kroatien: Euro-Einführung bringt höhere Preise
Mit der Einführung des Euro wird in Kroatien vieles teurer. (Foto: dpa) Foto: Armin Durgut

Zwei Tage nach Einführung des Euro als Zahlungsmittel im EU-Land Kroatien häufen sich Beschwerden über abrupt teurer gewordene Lebensmitteleinkäufe sowie Friseur- und Café-Besuche. In diversen Internet-Foren würden zahlreiche User ihren Unmut über die Preiserhöhungen ausdrücken und mit konkreten Beispielen belegen, berichtete das Nachrichtenportal „index.hr“ am Dienstag.

Wirtschaftsminister Davor Filipovic stellte staatliche Maßnahmen gegen den Einzelhandel in Aussicht. „Von Schwarzen Listen bis zu Preisdeckelungen, alles liegt auf dem Tisch“, sagte Filipovic. Zuvor hatte sich der Minister mit Vertretern der Handelsketten getroffen, um die Preiserhöhungen anzusprechen.

Das auch bei Deutschen beliebte Urlaubsland hatte am Neujahrstag die Landeswährung Kuna durch den Euro abgelöst. Zugleich war das Land an der Adria auch der grenzkontrollfreien Schengenzone beigetreten. Euro und Kuna können noch bis zum 14. Januar parallel verwendet werden. Der Umtauschkurs ist mit 7,5345 Kuna für einen Euro festgelegt.

Filipovic griff den Einzelhandel an. „Sie erhöhen Monat für Monat die Preise, und jetzt, in dieser Situation mit dem Euro, erhöhen sie die Preise und versuchen, die Bürger hinters Licht zu führen“, sagte er vor Journalisten. Dies werde aber nicht gelingen. Die Regierung habe genügend Handhabe, um Konsumenten zu schützen.

Vor allem Cafés, Imbisslokale, Lebensmittelläden und Bäckereien sollen ihre Preise deutlich angehoben haben, geht aus Postings in Internet-Foren hervor. Ein Kaffee in der Gastronomie habe sich um 10 bis 20 Euro-Cent verteuert, ein Laib Brot um 7 Cent, eine 500-Gramm-Packung Frischkäse um 26 Cent, eine Pizza um 30 Cent, zitierte „index.hr“ aus den Postings. (dpa)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kfz-Steuer-Prämie aufs Konto geplant: Bundesregierung prüft Entlastung für Autofahrer
02.04.2026

Die Bundesregierung prüft neue Wege, um Bürger angesichts hoher Kraftstoffpreise schneller finanziell zu entlasten, und setzt dabei auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Neuer Ukraine-Kredit: EU-Kommission treibt Vorbereitungen voran - trotz ungarischen Vetos
02.04.2026

Die EU will der Ukraine bis Ende des Jahres insgesamt 45 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Doch es gibt weiter ein Hindernis.

DWN
Politik
Politik Teilkrankschreibung im Job: Krankengeld soll in vier Stufen ausgezahlt werden
02.04.2026

Wenn Beschäftigte erkrankt sind und eine ärztliche Bescheinigung bekommen, fallen sie im Prinzip komplett aus. Über flexiblere Regeln...

DWN
Politik
Politik Milliardenloch bei den Krankenkassen – Bürgergeldempfänger belasten das System schwer
02.04.2026

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger schlägt Alarm. Unser Gesundheitssystem gerät zunehmend aus dem Gleichgewicht. Mit Blick auf ein...

DWN
Politik
Politik Trump-Rede zum Iran-Krieg: Viele Worte, wenig Klarheit
02.04.2026

US-Präsident Trump hat sich erneut optimistisch über den Verlauf des Iran-Kriegs geäußert. Wirkliche Neuigkeiten enthielt seine "Rede...

DWN
Politik
Politik Luftverkehrsteuer: Ticketsteuer für Flüge soll ab Juli sinken
02.04.2026

Der Iran-Krieg treibt die Flugpreise kräftig. Jetzt will die Bundesregierung ein Versprechen aus ihrem Koalitionsvertrag einlösen. Doch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mehr Geld – oder Kündigung: So reagieren Arbeitgeber auf Ultimaten
02.04.2026

Kündigungsdrohung im Gespräch? Dann entscheidet nicht die schnelle Zusage, sondern die Qualität der Reaktion: Wer jetzt aus Angst...

DWN
Politik
Politik Investmentpläne vor Iran-Angriff? Pete Hegseths BlackRock-Investition im Fokus
02.04.2026

Während des Iran-Krieges rücken mögliche frühere Verbindungen zwischen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, BlackRock und den...