Technologie
Anzeige

Künstliche Intelligenz: Die Singularität liegt hinter uns

Die Fortschritte mit Künstlicher Intelligenz beschleunigen sich. Viel spricht dafür, dass die KI die menscheneigene Intelligenz bereits übertroffen hat. Wie überflüssig sind wir wirklich?
Autor
19.05.2023 11:50
Aktualisiert: 19.05.2023 11:50
Lesezeit: 2 min
Künstliche Intelligenz: Die Singularität liegt hinter uns
KI braucht heute nur noch drei Sekunden einer Stimme, um diese künstlich aufsetzen zu können. Sobald Politiker kopiert werden, kann es gefährlich werden. (Foto: dpa) Foto: Jan Woitas

Eine Mutter in Arizona bekam vor einigen Wochen einen schockierenden Anruf. Die Stimme ihrer 15-jährigen Tochter sagte: „Mama, ich habe Mist gebaut“, und weinte. Dann ging ein Mann ans Telefon, der ein Lösegeld verlangte und drohte, die Tochter mit Drogen vollzustopfen und zu vergewaltigen. Durch einen Zufall erfuhr die Mutter, dass ihre Tochter in Sicherheit war und der Anruf also ein Fake sein musste, wie NBC berichtet. Doch die Mutter war sicher, dass es die Stimme ihrer Tochter am Telefon war.

Die Stimme am Telefon war ein von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellter Klon. Die Technologie zum Nachahmen von Stimmen wird immer besser. Früher brauchte man für das Klonen einer Stimme eine große Anzahl von Proben der Stimme, die geklont werden sollte. Doch Künstliche Intelligenz benötigt heute nur noch drei Sekunden der Stimme, um sie klonen zu können, sagt Subbarao Kambhampati, Professor für Informatik an der Arizona State University mit einer Spezialisierung in KI.

Menschen trainieren ihren Ersatz

Doch auch wenn KI ganz offensichtlich eine neue Art von Verbrechen ermöglicht, so könnte man einwenden, dass dies bei jeder neuen Technologie der Fall ist, dass man lernen muss, mit den neuen Risiken umzugehen, und dass diese durch die Vorteile mehr als ausgeglichen werden. So ermöglicht das Klonen von Stimmen zum Beispiel, dass man seine Lieblingslieder auch von Sängern singen lassen kann, die diese Lieder nie gesungen haben, etwa weil sie schon längst tot sind.

Aber selbst diese guten Seiten der Künstlichen Intelligenz bringen massive Umbrüche, wie es bei jedem technologischen Fortschritt der Fall ist. KI übertrifft den Menschen schon jetzt bei zahlreichen Dingen und wird täglich besser. Bisher sind es vor allem sogenannte „kreative“ Arbeiten wie Designs, Bilder oder Musik, bei denen Menschen ersetzt werden. Wer in diesen Gebieten ohne KI arbeitet, wird seinen Job verlieren. Umgekehrt muss man sich jedoch die Frage stellen: Wer KI bei der Arbeit nutzt (wer sie also trainiert), wird derjenige ebenfalls bald durch sie ersetzt werden?


DWN
Technologie
Technologie Silicon Valley im Umbruch: 3 besorgniserregende Dinge, über die jetzt alle sprechen
21.04.2026

Im Silicon Valley verdichten sich die Signale für einen tiefgreifenden Wandel, der die Arbeitswelt unter dem Druck der KI neu ordnen...

DWN
Politik
Politik Wirtschaft Russlands in der Krise: Haushaltsdefizit wächst - auch der Druck auf Putin?
21.04.2026

Hohe Energiepreise und gelockerte Sanktionen verschaffen der russischen Wirtschaft kurzfristig Luft. Doch gleichzeitig mehren sich Hinweise...

DWN
Finanzen
Finanzen Apple-Aktie reagiert auf Führungswechsel: Apple-Chef Cook geht - Hardware-Chef Ternus übernimmt
21.04.2026

Bei Apple steht ein historischer Führungswechsel bevor, der auch die Apple-Aktie bewegt: Nach 15 Jahren übergibt Apple-Chef Tim Cook das...

DWN
Finanzen
Finanzen MSCI World ETF-Vergleich: Die besten ETF Fonds auf den MSCI World-Index im Test
21.04.2026

Mit einem MSCI World-ETF investieren Anleger in die weltweit wichtigsten Unternehmen der Industriestaaten. Wer vor 10 Jahren MSCI...

DWN
Unternehmen
Unternehmen QVC-Insolvenz: Teleshopping-Sender steht vor dem Aus - was das für Kunden heißt
21.04.2026

Die QVC-Insolvenz erschüttert die Teleshopping-Branche und stellt ein jahrzehntelang erfolgreiches Geschäftsmodell infrage. Während der...

DWN
Politik
Politik Heliumknappheit: Chipindustrie vor strukturellen Herausforderungen
21.04.2026

Ein oft übersehener Rohstoff rückt in den Mittelpunkt der globalen Wirtschaft, während geopolitische Spannungen zentrale Lieferketten...

DWN
Finanzen
Finanzen Vor dem SpaceX-IPO: Wie Anleger in SpaceX-Aktien investieren können
21.04.2026

Das SpaceX-IPO rückt näher und lenkt den Blick auf die Frage, wie Anleger schon vor dem Börsengang Zugang zu einem der begehrtesten...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Warum Investoren den Krieg ausblenden und auf Wachstum setzen
21.04.2026

Trotz geopolitischer Spannungen zeigen sich die US-Börsen überraschend robust. Anleger richten ihren Blick zunehmend auf...