Politik

Habeck erschwert deutschen Firmen das China-Geschäft

Der grüne Wirtschaftsminister bremst das wichtige China-Geschäft deutscher Unternehmen aus.
23.06.2023 09:43
Aktualisiert: 23.06.2023 09:43
Lesezeit: 1 min

Das Bundeswirtschaftsministerium von Robert Habeck (Grüne) hat einem Medienbericht zufolge die Haftung für Investitionen deutscher Unternehmen in China seit seinem Amtsantritt um rund fünf Milliarden Euro verringert. Das berichtet der Spiegel am Donnerstagabend unter Berufung auf eine interne Vorlage des Ministeriums.

Demnach haben Habecks Beamte in vier Fällen Neuanträge deutscher Firmen für ihre Investitionen in China in Höhe von 101 Millionen Euro verweigert. Gleiches gelte für vier Verlängerungsanträge im Wert von 554 Millionen Euro.

Gar nicht erst zur Entscheidung angenommen wurden dem Bericht zufolge Neuanträge mit einem Volumen von vier Milliarden Euro. Hinzu komme, dass das Ministerium Verlängerungsanträge von 282 Millionen Euro zurückgestellt habe, weil die Unternehmen mögliche Geschäftsbeziehungen in die Provinz Xinjiang unterhielten.

Entsprechend sei die Anzahl der neu genehmigten Anträge für Staatsgarantien bei China-Geschäften im vergangenen Jahr auf neun von ehemals 37 (im Jahre 2013) gesunken, berichtet das Magazin. In diesem Jahr sind laut dem Bericht erst fünf Genehmigungen erteilt worden. Die insgesamt seit Amtsantritt Habecks bewilligten Garantien beliefen sich auf knapp 780 Millionen Euro, hinzu kämen verlängerte Genehmigungen von Investitionsgarantien mit einem Volumen von 1,1 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr hatte Habeck einen Kursschwenk in der deutsch-chinesischen Wirtschaftspolitik vollzogen. Die Regierung will zwar keine Entkoppelung der deutschen Wirtschaft von China, aber ein De-Risking, also eine Risikominimierung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Das Thema Datenschutz ist als Verkaufsargument erneut in den Fokus gerückt

Nicht nur im Bankwesen oder in den sozialen Medien spielt der Datenschutz bei alltäglichen Kaufentscheidungen eine wichtige Rolle. Auch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschlands Industrie schwächelt: Geopolitische Spannungen bremsen Erholung
10.04.2026

Deutschlands Industrie steht unter wachsendem Druck durch geopolitische Spannungen und schwache Auftragszahlen. Wie stark bremsen...

DWN
Politik
Politik Waffenruhe zwischen USA und Iran: Wer gibt künftig den Takt vor?
10.04.2026

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran markiert einen Wendepunkt im Konflikt und verschiebt die Ausgangslage für die anstehenden...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street feiert Comeback, da Sorgen um Waffenruhe durch Israel-Libanon-Gespräche gelindert wurden
09.04.2026

Nach anfänglichen Turbulenzen drehen die Kurse plötzlich ins Plus – was hinter der Erleichterung der Anleger steckt und welche...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflation steigt kurzfristig: IWF warnt vor Risiken für Märkte
09.04.2026

Der Iran-Krieg drückt auf das globale Wachstum und treibt die Preise. Selbst das optimistischste Szenario des IWF sieht jetzt eine...

DWN
Politik
Politik Waffenruhe im Golf: Straße von Hormus weiterhin eingeschränkt
09.04.2026

Die Waffenruhe im Golf sorgt weiterhin für Unsicherheit auf zentralen Handelsrouten und belastet Reedereien sowie Energiemärkte. Warum...

DWN
Politik
Politik 5 Prozent Inflation: Trotz Waffenstillstand droht erheblicher Kaufkraftverlust
09.04.2026

Es ist laut IEA die "schwerste fossile Energiekrise unserer Zeit" – und die Inflation zieht bereits spürbar an. Experten warnen vor...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Firmenpleiten auf höchstem Stand seit mehr als 20 Jahren
09.04.2026

Mehr als 4.500 Firmen meldeten im ersten Quartal Insolvenz an – so viele wie seit 2005 nicht mehr. Besonders stark betroffen sind...

DWN
Politik
Politik Nach Waffenruhe: Wie ist der Stand in der Straße von Hormus?
09.04.2026

Der Iran will Maut verlangen. Was ist erlaubt, und wer könnte die Passage sichern? Antworten auf zentrale Fragen.