Politik

Bundestag beschließt Ausweitung der Lkw-Maut und CO2-Aufschlag

Die Lkw-Maut auf Bundesstraßen und Autobahnen soll ausgeweitet werden. Zudem ist ein CO2-Aufschlag geplant. Eine Branche bleibt aber verschont.
20.10.2023 13:49
Aktualisiert: 20.10.2023 13:49
Lesezeit: 1 min
Bundestag beschließt Ausweitung der Lkw-Maut und CO2-Aufschlag
Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, hat das Gesetz durchgebracht. (Foto: dpa) Foto: Soeren Stache

Die Lkw-Maut auf Bundesstraßen und Autobahnen soll ausgeweitet werden und künftig auch mehr Geld für Investitionen in die Schiene einbringen. Der Bundestag beschloss am Freitag ein Gesetz von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP), das zum 1. Dezember einen zusätzlichen CO2-Aufschlag bei der Nutzungsgebühr einführt. Zum 1. Juli 2024 soll die Mautpflicht dann auch schon für kleinere Transporter ab 3,5 Tonnen gelten. Bisher greift sie ab 7,5 Tonnen. Davon ausgenommen bleiben sollen aber Fahrten von Handwerksbetrieben.

Von 2024 bis 2027 werden dadurch Mehreinnahmen von 30,5 Milliarden Euro erwartet. Dabei soll auch die Verwendung der Mittel neu geregelt werden. Die Hälfte der Maut-Einnahmen soll weiter zweckgebunden in Verbesserungen der Bundesfernstraßen fließen - der Rest überwiegend in „Maßnahmen aus dem Bereich Bundesschienenwege“. Die Lkw-Maut wird seit 2005 auf den Autobahnen kassiert und wurde dann schrittweise auf alle Bundesstraßen ausgeweitet. Die Einnahmen für den Bund liegen in diesem Jahr voraussichtlich bei knapp acht Milliarden Euro.

Mit dem Gesetz wird auch die Abwicklung der gescheiterten Pkw-Maut fortgesetzt, indem das nie angewendete Gesetz zur Einführung der Pkw-Maut von 2015 aufgehoben wird. Eine Fortgeltung des Gesetzes würde dem Grundsatz widersprechen, dass nur Rechtsnormen in Kraft sind, die Anwendung finden, heißt es zur Begründung. Die Pkw-Maut - ein Prestigeprojekt der CSU in der damaligen Bundesregierung - war 2019 vom Europäischen Gerichtshof als rechtswidrig gestoppt worden. (dpa)

Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien erhalten Auftrieb nach positivem Auftakt der Berichtssaison
21.10.2026

Neue Rekordhochs und überraschende Bilanzen: Erfahren Sie, welche Entwicklungen die US-Märkte aktuell beflügeln.

DWN
Finanzen
Finanzen Die Schuldenbombe unter der Motorhaube der KI tickt immer lauter. Wo könnte es zuerst krachen?
21.10.2026

Investoren zahlen immer höhere Preise für Schutz vor Zahlungsausfällen. Entscheidend wird sein, wer die Verluste trägt, falls die...

DWN
Finanzen
Finanzen Analyse: Bei der Luxusaktie zeichnet sich eine Wende ab
21.10.2026

Nach mehreren Jahren schwacher Verkäufe und sinkender Gewinne sind die Erwartungen an den Luxuskonzern deutlich zurückgegangen. Die...

DWN
Politik
Politik Europa wird zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt von einem politischen Sturm erschüttert
21.10.2026

Europa müsste gleichzeitig seinen größten Haushalt beschließen, die Ukraine stützen und dem wachsenden Druck aus den USA, Russland und...

DWN
Technologie
Technologie In Lettland wurde ein neues Gerät zum Bitcoin-Mining für zu Hause entwickelt – Bitcube
21.10.2026

Das Technologieunternehmen Power Mining hat Bitcube auf den Markt gebracht, ein in Lettland entwickeltes Gerät zum Bitcoin-Mining für den...

DWN
Immobilien
Immobilien Blaupause oder teures Experiment? Berlins historischer Anlauf zur Vergesellschaftung
21.10.2026

Linke, Grüne und SPD in Berlin haben ihre Sondierungen beendet und wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Der entscheidende Knackpunkt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Handelskrieg mit China vermeiden: Merz fordert Fairness statt Eskalation
21.10.2026

Die EU will sich stärker gegen unfaire Handelspraktiken schützen. Bundeskanzler Friedrich Merz betont jedoch, dass es dabei nicht um...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ukraine-Wirtschaft schwächelt: Experten senken Wachstumsprognose deutlich
21.10.2026

Die massiven russischen Angriffe verschlechtern die wirtschaftlichen Aussichten der Ukraine spürbar. Das Wiener Institut für...