Politik

Unser neues Magazin ist da: Deutschland im Jahr 2040

Das Jahr ist noch jung und dennoch wagen wir in unserem neuen DWN-Magazin einen Blick viel weiter in die Zukunft. Wo wird Deutschland im Jahr 2040 stehen, welche Herausforderungen warten und wo könnte Deutschland eine Schlüsselrolle spielen?
14.01.2024 10:04
Aktualisiert: 14.01.2024 10:04
Lesezeit: 2 min
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
Unser neues Magazin ist da: Deutschland im Jahr 2040
Wichtige Entscheidungen stehen an, Reformen müssen her. Welchen Weg wird Deutschland gehen? (Foto: Arek Socha/Pixabay)

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“. Diesen Satz prägt der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt. Doch ganz ohne geht es auch nicht. Wir stellen uns – beziehungsweise unseren Interviewpartnern – in diesem Magazin die Frage, wie Deutschland 2040 aussehen kann.

Klar ist, dass dem Land so einige Herausforderungen bevorstehen, sei es unser Anschlussfähigkeit an den technologischen Fortschritt, die gesellschaftlichen Probleme, die es zu spalten drohen, oder die Sicherung des Wohlstands in diesem Land.

„Wir stehen vor einer Dekade der Wohlstandsvernichtung“, sagt Daniel Stelter im DWN-Interview und zeichnet damit eine düstere Zukunft auf. Als Grund macht er eine immer weitergehende Deglobalisierung aus, die sich auch in zunehmendem Protektionismus zeigt. Das treffe ein exportorientiertes Land wie Deutschland naturgemäß besonders. Hart geht er dabei mit der Bundesregierung ins Gericht: „Dass unsere Außenpolitik auf moralische Belehrung setzt, statt auf die Förderung der wirtschaftlichen Interessen, zeigt, wie sehr unsere Politik einer Bedeutungsillusion unterliegt. Die Kunden kaufen dann halt bei anderen“. Die demografische Entwicklung ist dann nur noch der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, so der Ökonom.

Das bringt uns zu einem weiteren Thema dieses Magazins. In einem ersten, zaghaften Schritt beginnt die Politik jetzt, sich eines Problems anzunehmen, das seit mehr als 30 Jahren nicht nur bekannt, sondern in all den Jahren der Untätigkeit immer größer geworden ist. Die Rede ist von der demografischen Entwicklung und ihren dramatischen Folgen für die Rentenversicherung. Um dieses Problem anzugehen, soll mithilfe eines Staatsfonds eine durch Kapital gedeckte finanzielle Stütze für die Rentenversicherung eingeführt werden: das sogenannte Generationenkapital.

Alle reden von Digitalisierung, nur in den meisten Behörden lässt sie noch auf sich warten. In der Hauptstadt gibt es jetzt immerhin ein Experimental-Labor, in dem sich kluge Köpfe Gedanken machen, wie sich Deutschland 2040 zukunftsfähig aufstellen wird. Im sogenannten CityLab werden Mobilitäts-Konzepte entwickelt, über den Einsatz künstlicher Intelligenz gefachsimpelt und die digitale Gesundheitsversorgung neu erdacht. Greifbar wird dies andernorts: im Futurium des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Wir haben diese Einrichtung besucht und stellen deren Ideen vor.

Kann Deutschland 2040 zumindest ein Technologie-Vorreiter sein? Um die ambitionierten politischen Ziele zu erreichen, steht Deutschland vor gewaltigen Herausforderungen. Das birgt Risiken, aber auch große Chancen. Der deutsche Tüftlergeist ist gefragt. Wir haben in der Politik nachgefragt.

Zu guter Letzt lassen wir Zukunftsforscher Dr. Marc Bovenschulte vom Berliner Institut für Innovation und Technik (IIT) zu Wort kommen. Er erwartet einen Umbruch mittels Künstlicher Intelligenz (KI), die auch das Leben der Bürger fundamental umkrempeln wird. Vor allem im Bereich des System-Engineerings sieht er große Chancen für die deutsche Wirtschaft, davon zu profitieren. Im Interview mit DWN beschreibt der Wissenschaftler, wo die Veränderungen im Alltag deutlich sichtbar werden.

Das gesamte Team der DWN wünscht eine erkenntnisreiche Lektüre und ein erfolgreiches 2024.

Jennifer Bendele

Chefredakteurin

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Technologie
Technologie Europas Energie aus dem All: Die Sonne könnte 80 Prozent liefern
30.08.2025

Forscher sehen eine radikale Lösung für Europas Energiekrise: Solarkraftwerke im All sollen bis 2050 vier Fünftel des Bedarfs decken –...

DWN
Technologie
Technologie Retro-Revival: Warum die Kassette ein Comeback erlebt
30.08.2025

Retro ist wieder in – und die Musikkassette steht dabei im Mittelpunkt. Einst totgeglaubt, erlebt sie heute ein überraschendes Comeback....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Zu viele Tools, zu wenig Schutz: Wie Unternehmen ihre Cyberabwehr selbst sabotieren
30.08.2025

Je mehr Sicherheitslösungen, desto sicherer? Das Gegenteil ist der Fall: Tool-Wildwuchs, inkompatible Systeme und überforderte Teams...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland rüstet auf: Digitale Waagen gegen Brummi-Sünder
30.08.2025

Überladene Lkw ruinieren Straßen und bedrohen die Sicherheit. Deutschland setzt jetzt auf digitale Hightech-Waagen – und erklärt den...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnungslos trotz Job: Wohnungsnot betrifft in Deutschland zunehmend Erwerbstätige
29.08.2025

Die Wohnungslosenzahlen steigen in Deutschland rasant: 474.700 Menschen gelten aktuell als wohnungslos – das sind 8 Prozent mehr als...

DWN
Politik
Politik Friedensgespräche: Putin und Selenskyj – weshalb die Gegner nicht zusammenfinden
29.08.2025

Die Erwartungen an neue Friedensgespräche zwischen Putin und Selenskyj sind groß, doch Hindernisse bleiben massiv. Misstrauen,...

DWN
Finanzen
Finanzen BYD-Aktie bricht ein: Gewinnserie beim chinesischen E-Autobauer reißt – Preiskrieg belastet den Marktführer
29.08.2025

BYD legt Halbjahreszahlen vor – und überrascht mit einem Rekordumsatz, aber auch dem ersten Gewinneinbruch seit Jahren. Anleger fragen...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Drohnen-Start-up aus Bayern: Donaustahl erhöht Tempo bei Produktion und Finanzierung
29.08.2025

Das Drohnen-Start-up Donaustahl hat seinen Umsatz 2024 verdoppelt und will ab 2026 in Bayern eigene Drohnenmotoren fertigen. Rückenwind...