Unternehmen

Trotz Gewinnwachstum: T-Mobile US verfehlt hohe Erwartungen teilweise

Der US-Mobilfunkkonzern T-Mobile US will auch 2024 von seinem Vorsprung beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes profitieren. Allerdings dürfte das Plus der Vertragskundenzahl geringer ausfallen als im vergangenen Jahr.
26.01.2024 15:42
Lesezeit: 1 min

Das teilte die Tochter der Deutschen Telekom am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Kerngeschäft soll indes weiter zulegen. Die zuletzt stark gelaufenen Aktien gerieten allerdings unter Druck. So konnte die Gewinnentwicklung im Schlussquartal nicht ganz mit den Erwartungen einiger Analysten mithalten.

Der Aktienkurs von T-Mobile US fiel am Freitag im vorbörslichen US-Handel um knapp drei Prozent auf 157,74 US-Dollar. Die Papiere hatten nach einem seit Mitte Oktober starken Lauf erst vor wenigen Tag ein Rekordhoch von fast 166 Dollar erklommen. Die Aktien der Deutschen Telekom waren mit einem Minus von 1,70 Prozent auf 22,85 Euro vor dem Wochenende unter den größten Verlierern im deutschen Leitindex Dax .

Für das laufende Jahr rechnen die US-Amerikaner unterm Strich mit 5,0 bis 5,5 Millionen neuen Vertragskunden, nachdem deren Zahl 2023 um 5,65 Millionen gestiegen war. Im Herbst hatte T-Mobile-US-Chef Michael Sievert für dieses Jahr noch 5,7 bis 5,9 Millionen neue Vertragskunden in Aussicht gestellt.

Die Gesamtkundenzahl, also inklusive Prepaid-Kunden, legte um 5,9 Millionen auf knapp 120 Millionen zu. Der Service-Umsatz stieg auch daher um circa drei Prozent auf 63,2 Milliarden Dollar.

Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Kerngeschäft steht 2023 ein Plus von rund zehn Prozent auf etwas mehr als 29 Milliarden Dollar (rund 26,7 Mrd Euro) zu Buche. 2024 soll dieser Wert, bei dem auch die Verzerrung durch die Endgeräte-Vermarktung ausgeklammert wird, auf 31,3 bis 31,9 Milliarden Dollar anwachsen. Das solide Wachstum geht weiter, kommentierte Analyst John Hodulik von der Schweizer Großbank UBS den Ausblick.

Unter dem Strich stieg das Ergebnis des US-Konzerns im abgelaufenen Jahr von 2,6 auf 8,3 Milliarden Dollar. Der überproportional starke Anstieg liegt an hohen Kosten im Zuge der Fusion mit dem kleineren Rivalen Sprint, die im vorangegangen Jahr angefallen waren.(dpa)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg eskaliert weiter: Wird das Regime in Teheran gestürzt?
21.03.2026

Der Iran-Krieg zwingt die Staaten am Persischen Golf zu einer grundlegenden Neubewertung ihrer Strategie und trifft besonders die...

DWN
Technologie
Technologie Neuer Audi RS5 kombiniert V6-Biturbo mit Elektro-Power
21.03.2026

Audi bringt mit dem neuen RS5 erstmals einen Hochleistungs-Plug-in-Hybrid von Audi Sport. Setzt das Modell neue Maßstäbe für Performance...

DWN
Unternehmen
Unternehmen EuGH kippt Schienenmaut-Deckel: Drohen weniger Züge? Was Sie wissen sollten
21.03.2026

Der Schienenmaut-Deckel steht vor dem Aus – mit weitreichenden Folgen für den Bahnverkehr in Deutschland. Das EuGH-Urteil zwingt die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Payroll, Urlaub, Equal Pay: Diese 5 BAG-Urteile müssen Unternehmen kennen
21.03.2026

Ein Blick auf Urteile des Bundesarbeitsgerichts aus den Jahren 2024 und 2025 zeigt, wie stark arbeitsgerichtliche Entscheidungen inzwischen...

DWN
Technologie
Technologie Kernenergie: China und Russland bauen Atomkraft weiter aus
21.03.2026

Chinas Ausbau von Kernkraftwerken hält die globale Atomindustrie auf Rekordniveau. Doch außerhalb Chinas stagniert der Markt...

DWN
Politik
Politik S.EU im Gesetzgebungsprozess: Neue EU-Unternehmensform mit 1 Euro Mindestkapital
21.03.2026

Die EU-Kommission plant mit der S.EU eine einheitliche Unternehmensform mit 1 Euro Mindestkapital und schneller Online-Gründung. Wird sie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Pentagon und Anthropic im Konflikt: KI im Militäreinsatz entfacht Debatte
21.03.2026

Der Konflikt zwischen dem KI-Unternehmen Anthropic und dem Pentagon zeigt, wie eng Technologieunternehmen inzwischen in militärische...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der Bosch-Dominoeffekt: Wie Deutschland seine Industrie verliert
21.03.2026

Was bei Bosch in Waiblingen beginnt, endet in einer existenziellen Zerreißprobe für den gesamten Industriestandort. Wir erleben gerade...