Unternehmen

Tesla-Aktie rutscht ab: Rückgang bei Auslieferungen und die Folgen

Eine aktuelle Entwicklung wirft Schatten auf den Elektroauto-Pionier Tesla: Im ersten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang bei den Auslieferungen – ein Novum seit Beginn der Corona-Pandemie. Was steckt hinter diesem Abschwung und was bedeutet das für die Tesla-Aktie?
02.04.2024 17:05
Aktualisiert: 02.04.2024 18:01
Lesezeit: 1 min
Tesla-Aktie rutscht ab: Rückgang bei Auslieferungen und die Folgen
Blick auf die Tesla-Autofabrik in Grünheide bei Berlin (Foto: dpa). Foto: Jörg Carstensen

Von Januar bis März brachte Tesla 386.810 Elektroautos zu den Kunden, im Vergleich zu fast 423.000 im Vorjahresquartal. Analysten hatten hingegen mit einem Anstieg gerechnet. Diese Neuigkeit ließ die Tesla-Aktie im frühen US-Handel zeitweise um mehr als fünf Prozent nachgeben.

Trotz dieses Rückgangs konnte sich Tesla den Spitzenplatz im weltweiten Elektroauto-Geschäft zurückholen, der zuvor vom chinesischen Hersteller BYD beansprucht worden war.

Ursachen für Teslas schwaches Quartal

In den vergangenen Monaten sah sich Tesla mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Zum einen musste die Produktion in Grünheide bei Berlin vorübergehend ausgesetzt werden, erst wegen Lieferengpässen bei Bauteilen - damals hatte das Werk aufgrund von Verzögerungen in der Lieferkette zwei Wochen stillgestanden - und dann aufgrund externer Störungen wie Angriffen und Stromausfällen. Dies könnte sich auf lange Sicht auch auf den deutschen Standort auswirken, falls der Rückgang bei den Tesla-Auslieferungen anhält.

In Kalifornien, dem Hauptstandort von Tesla, wurde die Fertigung auf eine neuere Version des Model 3 umgestellt. Insgesamt wurden 433.371 Fahrzeuge gebaut, im Vergleich zu 440.808 im Vorjahresquartal.

Tesla-Aktie: Wie geht's weiter?

Trotz dieser Herausforderungen bleiben Fragen bezüglich des Wachstumstempos im Elektroauto-Markt. Während in den USA der Trend zu Verbrenner- und Hybrid-Fahrzeugen zunimmt, sieht sich Tesla in China verstärkter Konkurrenz durch lokale Hersteller ausgesetzt. Die Zukunft der Tesla-Aktie hängt nun davon ab, wie das Unternehmen auf diese Herausforderungen reagiert und ob es gelingt, das Wachstum wieder anzukurbeln.

Am deutschen Tesla-Standort Grünheide bei Berlin wirft der Rückgang bei den Tesla-Auslieferungen ebenfalls Fragen auf. Wie sich die Situation in Deutschland genau entwickeln wird, bleibt allerdings abzuwarten. (Markus Gentner mit Material von dpa und KI-Unterstützung)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie Enthüllt: Diese US-Techkonzerne wollten den Stromverbrauch ihrer Rechenzentren geheim halten
22.10.2026

Google und Microsoft wollten zentrale Angaben zum Stromverbrauch ihrer irischen Rechenzentren unter Verschluss halten. Die Umweltbehörde...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien erhalten Auftrieb nach positivem Auftakt der Berichtssaison
21.10.2026

Neue Rekordhochs und überraschende Bilanzen: Erfahren Sie, welche Entwicklungen die US-Märkte aktuell beflügeln.

DWN
Finanzen
Finanzen Die Schuldenbombe unter der Motorhaube der KI tickt immer lauter. Wo könnte es zuerst krachen?
21.10.2026

Investoren zahlen immer höhere Preise für Schutz vor Zahlungsausfällen. Entscheidend wird sein, wer die Verluste trägt, falls die...

DWN
Finanzen
Finanzen Analyse: Bei der Luxusaktie zeichnet sich eine Wende ab
21.10.2026

Nach mehreren Jahren schwacher Verkäufe und sinkender Gewinne sind die Erwartungen an den Luxuskonzern deutlich zurückgegangen. Die...

DWN
Politik
Politik Europa wird zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt von einem politischen Sturm erschüttert
21.10.2026

Europa müsste gleichzeitig seinen größten Haushalt beschließen, die Ukraine stützen und dem wachsenden Druck aus den USA, Russland und...

DWN
Technologie
Technologie In Lettland wurde ein neues Gerät zum Bitcoin-Mining für zu Hause entwickelt – Bitcube
21.10.2026

Das Technologieunternehmen Power Mining hat Bitcube auf den Markt gebracht, ein in Lettland entwickeltes Gerät zum Bitcoin-Mining für den...

DWN
Immobilien
Immobilien Blaupause oder teures Experiment? Berlins historischer Anlauf zur Vergesellschaftung
21.10.2026

Linke, Grüne und SPD in Berlin haben ihre Sondierungen beendet und wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Der entscheidende Knackpunkt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Handelskrieg mit China vermeiden: Merz fordert Fairness statt Eskalation
21.10.2026

Die EU will sich stärker gegen unfaire Handelspraktiken schützen. Bundeskanzler Friedrich Merz betont jedoch, dass es dabei nicht um...