Wirtschaft

EU-Strafzölle treffen auch Tesla: Warnung vor Preiserhöhungen

Obwohl Tesla eine Fabrik in Grünheide hat, importiert das Unternehmen den Bestseller Model 3 aus Shanghai nach Deutschland. Jetzt befürchtet der Vorreiter im Bereich Elektroautos, dass die Strafzölle der EU auch für ihn gelten könnten.
14.06.2024 12:32
Lesezeit: 1 min
EU-Strafzölle treffen auch Tesla: Warnung vor Preiserhöhungen
Fahrzeuge des Models 3 stehen vor der Tesla Gigafactory. (Foto: dpa) Foto: Ding Ting

Tesla stellt in Deutschland wegen der drohenden EU-Strafzölle auf Elektroautos aus China Preiserhöhungen bei seinem Bestseller Model 3 in Aussicht. Angaben zum Ausmaß des Aufschlags machte Tesla dabei zunächst nicht.

Tesla warnt vor Preiserhöhung für Model 3 in Europa

Tesla baut im ersten europäischen Werk in Grünheide bei Berlin den auf dem Model 3 basierenden Kompakt-SUV Model Y. Das Model 3 - bisher das günstigste Tesla-Fahrzeug - wird unterdessen aus der chinesischen Fabrik in Shanghai geliefert.

„Der Preis für das Model 3 wird sich aufgrund der erwarteten Einfuhrzölle ab dem 1. Juli 2024 voraussichtlich erhöhen“, hieß es am Freitag auf der Tesla-Website. Die Einfuhrzölle würden „wahrscheinlich auf alle in China hergestellte und in der EU verkaufte Elektrofahrzeuge erhoben“.

EU-Kommission droht mit hohen Einfuhrzöllen auf chinesische Elektroautos

Die EU-Kommission hatte am Mittwoch mit zusätzlichen Einfuhrzöllen auf in China gebaute Elektroautos in Höhe von bis zu 38,1 Prozent gedroht. Ob sie tatsächlich gezahlt werden müssen, hängt den Angaben zufolge davon ab, ob mit China eine andere Lösung gefunden werden könne.

Die Kommission kam nach einer monatelangen Untersuchung zu der vorläufigen Schlussfolgerung, dass die Wertschöpfungskette für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) in China von einer unfairen Subventionierung profitiere.

Konkret steht für den Hersteller BYD ein Zoll von 17,4 Prozent, für Geely 20 Prozent und für SAIC 38,1 Prozent im Raum. Für andere Produzenten sind 21 Prozent vorgesehen, und für Firmen, die bei der Untersuchung nicht kooperiert hatten, würde ein Zoll in Höhe von 38,1 Prozent fällig. In welche der Kategorien Tesla fallen könnte, war zunächst unklar.

Das Model 3 ist auf der Tesla-Website aktuell mit einem Preis von knapp 41 000 Euro gelistet, das Model Y kostet 4000 Euro mehr. Der Konzern, der zuletzt langsamer wuchs als in den vergangenen Jahren, bietet bei Auslieferung im Juni noch einen als „Tesla Umweltprämie“ bezeichneten Rabatt in Höhe von 6000 Euro an.

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