Unternehmen

Alkoholfreies Bier weiter im Trend

Immer öfter greifen die Menschen beim Bier zu alkoholfreien Sorten. Die in Deutschland produzierte Menge steigt seit Jahren. Da können andere Brauspezialitäten nicht mithalten.
30.07.2024 10:07
Lesezeit: 1 min

Der Trend zu alkoholfreien Bier hält für die deutschen Brauereien an. Im vergangenen Jahr haben die größeren Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern davon 556 Millionen Liter im Wert von 548 Millionen Euro hergestellt, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 17 Prozent mehr als im Jahr zuvor (474,1 Mio Liter) und mehr als das Doppelte der Menge aus dem Jahr 2013.

Im gleichen Zeitraum verringerte sich die Menge des alkoholhaltigen Bieres um 14 Prozent. Die Menge von 7,2 Milliarden Litern bedeutete aber 2023 immer noch mehr das Zwölffache des alkoholfreien Angebots. Biermischgetränke haben in der Spanne seit 2013 um 11 Prozent auf rund 363 Millionen Liter zugelegt. Im Vergleich zu 2022 ist die Menge von Radler, Alsterwasser und Co. aber um fast 10 Prozent gesunken.

Veränderter Lebensstil hat zu Umdenken bei alkoholischen Getränken geführt

In den Zahlen aus der Produktionsstatistik sind auch Mengen enthalten, die in den Export gehen. Der Trend zu alkoholfreien Sorten lässt sich mit einem gesünderen und bewegungsorientierten Lebensstil vieler Menschen erklären. Außerdem altert die Gesellschaft, was im Schnitt zu einem geringeren Bierkonsum pro Kopf führt.

Der Deutsche Brauerbund nennt für das vergangene Jahr, einschließlich der kleineren Betriebe, eine Ausstoßmenge von 665 Millionen Litern alkoholfreien Bieres. Nach den Berechnungen des Verbandes lag der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch im vergangenen Jahr bei 88 Litern Bier, von denen knappe acht Liter alkoholfrei waren. Laut Brauer-Bund-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele entwickelt sich das alkoholfreie Bier auch immer mehr zu einem Exportschlager in die Europäische Union und Drittstaaten wie die USA.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Die Ökonomie der Aufmerksamkeit: Warum Unternehmen um jede Minute kämpfen

Im Internet ist Geld nicht länger die einzige Währung. Eine ebenso große Rolle spielt die Währung Aufmerksamkeit. Wer im Überfluss an...

 

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Upvest: Der unsichtbare Riese hinter Revolut, N26 und Co.
17.07.2026

Die Schnittstellen-Technologie von Upvest etabliert sich zusehends zum Standard im europäischen Wertpapierhandel. Nach N26 und Revolut...

DWN
Finanzen
Finanzen Mercedes-Aktie: Autobauer investiert eine Milliarde Euro in Ungarn – Strategie gegen chinesische Konkurrenz?
17.07.2026

Mercedes hat eine Milliarde Euro in Ungarn investiert. Nach dem Ausbau soll das Werk in Kecskemét jährlich mehrere hunderttausend Autos...

DWN
Politik
Politik EU-Kritik an Deutschland: Mängel bei Pressefreiheit und Lobby-Transparenz
17.07.2026

Rüge aus Brüssel für die Bundesregierung: Im neuen Rechtsstaatsbericht bescheinigt die EU-Kommission Deutschland anhaltende Defizite....

DWN
Politik
Politik Bahn und Länder im Streit: Netzagentur erzwingt Platz für Fernverkehrs-Konkurrenz
17.07.2026

Ein Machtwort mit Folgen für das deutsche Schienennetz: Die Bundesnetzagentur zieht ihren vorläufigen Beschluss durch und verpflichtet...

DWN
Technologie
Technologie Chinas KI-Vorstoß: Moonshot AI setzt US-Giganten wie OpenAI unter Druck
17.07.2026

China startet seinen Angriff auf die globale KI-Spitze. Mit dem Start-up Moonshot AI bringt das Land ein neues Modell auf den Markt, das es...

DWN
Politik
Politik Kurskorrektur in Brüssel: EU-Kommission plant Lockerung beim Emissionshandel
17.07.2026

Um Europas Unternehmen angesichts hoher Energiepreise und internationaler Konkurrenz zu entlasten, will die EU-Kommission das zentrale...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Volvo-Aktie auf Talfahrt: Einbruch im China-Geschäft - Volvo Cars verfehlt Erwartungen
17.07.2026

Hoher Preiskampf in China und steigende Rohstoffkosten machen dem schwedischen Autobauer Volvo Cars schwer zu schaffen. Nach...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Podcast Folge 34: Die Woche im Rückblick – KW 29
17.07.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...