Immobilien

Trendwende bei Immobilienpreisen? Pfandbriefbanken sehen erste Anzeichen

Immobilienpreise in Deutschland zeigen im zweiten Quartal leichte Erholung mit einem Anstieg um 0,5 Prozent. Dennoch bleibt der Markt uneinheitlich, besonders in Großstädten. Mieten steigen weiter stark, während Büro- und Einzelhandelsimmobilien noch rückläufig sind.
12.08.2024 13:52
Lesezeit: 1 min

Der knapp zweijährige Rückgang der Immobilienpreise in Deutschland ist zumindest vorerst gestoppt: Nach Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) waren sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien im zweiten Quartal ein wenig teurer als noch in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Der vdp-Immobilienpreisindex stieg um ein halbes Prozent auf 175,5 Punkte, wie der Verband in Berlin mitteilte.

Pfandbriefbanken: Noch keine Trendwende

In den vergangenen Tagen riefen Volks- und Raiffeisenbanken sowie das Institut für Weltwirtschaft in Kiel bereits eine Trendwende auf dem Immobilienmarkt aus, die Pfandbriefbanken sind in dieser Hinsicht jedoch zurückhaltend. „Es ist noch deutlich zu früh, eine Trendumkehr auszurufen, aber eine Entspannung der schwierigen Lage zeichnet sich ab“, sagte Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Der vdp-Index basiert nach Angaben des Verbands auf den Transaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten.

Uneinheitliche Entwicklung in den sieben größten Städten

Wohnungen und Wohnhäuser waren demnach im zweiten Quartal ein halbes Prozent teurer als im ersten, im Vergleich zum Vorjahr jedoch 2,9 Prozent günstiger. Die Entwicklung in den sieben größten Städten ist laut vdp in diesem Jahr bislang uneinheitlich: In Düsseldorf (-0,5 Prozent), München (-0,4) und Stuttgart (-0,2) sanken die Preise auch vom ersten auf das zweite Quartal weiter leicht, in Frankfurt am Main (+0,5), Hamburg (+0,6), Köln (+1,1) und Berlin (+1,2) zogen sie an.

Für Mieter unerfreulich

Von Preisrückgängen keinerlei Rede ist hingegen nach wie vor auf dem Mietmarkt: Die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern waren im zweiten Quartal laut vdp im bundesweiten Schnitt um 6,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, im Vergleich zum ersten Quartal ein Anstieg um 1,4 Prozent.

Preiserwartung: Seitwärts, nicht aufwärts

Die Preise für Büros und Einzelhandelsimmobilien gaben demnach im Jahresvergleich mit einem Rückgang 7,4 Prozent noch sehr viel kräftiger nach, vom ersten auf das zweite Quartal gab es laut vdp-Index ein leichtes Plus von 0,4 Prozent. Dass die Immobilienpreise insgesamt nun wieder in die Höhe schießen, erwartet Tolckmitt nicht, sondern eine Seitwärtsbewegung für einige Quartale.

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