Politik

Europäische Landstreitkräfte wollen Abschreckung stärken

Oberbefehlshaber von Landstreitkräften haben in Dresden beraten, wie der gemeinsame Weg zur Kriegstüchtigkeit weitergeht. Welche Lösungsansätze wurden diskutiert?
01.09.2024 14:55
Lesezeit: 1 min
Europäische Landstreitkräfte wollen Abschreckung stärken
Boris Pistorius (SPD), Bundesverteidigungsminister, informiert sich mit Kommodore Gerd Schnell beim Antrittsbesuch bei der Luftwaffe auf dem Flugplatz über Waffensysteme am Eurofighter. (Foto: dpa) Foto: Jens Büttner

Europäische Oberbefehlshaber von Landstreitkräften haben bei einem mehrtägigen Treffen in Dresden den weiteren Weg zur Stärkung von Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit abgesteckt. Dabei wurden hinter verschlossenen Türen auch Positionen und Projekte abgestimmt, wie jetzt mitgeteilt wurde.

„Es geht darum, den europäischen Pfeiler der Nato weiter zu stärken und die Einsatzfähigkeit zu erhöhen. Das Treffen war in allen Aspekten ein voller Erfolg“, teilte der Inspekteur des Heeres, Alfons Mais, mit. Die Themen reichten nach seinen Worten von der Ausbildungsunterstützung für die Ukraine über technologische Veränderungen bis hin zur Entwicklung des Führungsnachwuchses.

Militärs aus mehr als 30 Staaten

Das 10. Forum Europäischer Oberbefehlshaber von Landstreitkräften fand an der Offizierschule des Heeres in Dresden statt. Unter den Teilnehmer waren Militärs aus den USA und der Ukraine, aus europäischen Nato-Staaten sowie auch aus Österreich, dem Kosovo und Bosnien-Herzegowina – insgesamt mehr als 30 Staaten.

Die Befehlshaber diskutierten Lösungsansätze und Weiterentwicklungsstrategien, die als Herausforderungen auf dem Gefechtsfeld bezeichnet wurden. Dazu gehörten elektronische Kampfführung, die Verwendung von Präzisionslenkwaffen mit größerer Reichweite, die Wirkung in der Tiefe des Gefechtsfeldes ermöglichen, Aufklärung des Gegners sowie Einsatz und Abwehr von unbemannten Systemen wie Drohnen. Zudem ging es um modernisierte Abläufe im Prozess von der Lagebeurteilung, über die Zielauswahl bis zum Feuer („Sensor-to-Shooter-Prozess“).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Der wachsende Trend zu flexiblen Konsumausgaben bei deutschen Verbrauchern

Deutsche Haushalte verändern ihr Ausgabeverhalten grundlegend. Wo früher feste Sparpläne und monatliche Budgets den Alltag bestimmten,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trockenheit kostet Landwirte 600 Millionen Euro
13.08.2026

Die Dürre hinterlässt auf deutschen Feldern deutliche Spuren: Millionen Tonnen Getreide und Raps sind bereits verloren. Für Verbraucher...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien unter Druck: Milliardenverlust zeigt die verborgene Gefahr
13.08.2026

Ein gefeierter Tech-Investor setzte mit gewaltigem Hebel auf KI-Aktien und verlor innerhalb weniger Wochen rund 35 Milliarden US-Dollar....

DWN
Politik
Politik Rentensplitting statt Witwenrente: Steht die Hinterbliebenenrente vor dem Aus?
13.08.2026

Im Rahmen der Rentenreform steht plötzlich auch die Witwenrente zur Diskussion. Ein Expertenvorschlag: Ein verpflichtendes Rentensplitting...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo ES90 im Test: Ein guter Grund, den Deutschen Lebewohl zu sagen?
13.08.2026

Der Volvo ES90 ist kein Elektroauto für Käufer, die möglichst günstig in die Premiumklasse einsteigen wollen. Doch wer Komfort,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Experten warnen: Pleitewelle hält bis mindestens 2027 an
13.08.2026

Seit Monaten steigt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland. Daran dürfte sich so schnell nichts ändern, obwohl jüngste...

DWN
Politik
Politik Neue "Eisseidenstraße" nach Europa: Warum Reedereien Chinas Abkürzung meiden
13.08.2026

China eröffnet eine regelmäßige Arktisroute, die Transporte zwischen Asien und Europa erheblich beschleunigen könnte. Doch europäische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Cernavoda: Rumänien schaltet AKW wegen Wassermangel ab
13.08.2026

Die Donau führt so wenig Wasser, dass Rumänien sein wichtigstes Atomkraftwerk komplett abschalten muss. Eine spektakuläre Rettungsaktion...

DWN
Politik
Politik KI-Steuer, steuerfreie Einkommen, Grundeinkommen? Zeit für einen Systemwechsel
13.08.2026

Wenn Erwerbsarbeit nicht mehr die Existenz sichert: Künstliche Intelligenz frisst Arbeitsplätze, Inflation und Steuern fressen Löhne,...