Unternehmen

Unicredit-Chef: Commerzbank-Übernahme ist eine Option

Mit dem überraschenden Einstieg bei Deutschlands zweitgrößtem börsennotierten Geldhaus befeuert die italienische Großbank Übernahmespekulationen. Deren Chef betont, man sei flexibel.
12.09.2024 14:15
Lesezeit: 1 min

Unicredit-Chef Andrea Orcel hat das Interesse an einem möglichen Kauf der Commerzbank bekräftigt. Die Übernahme der Commerzbank sei eine Option, sagte er dem Nachrichtensender Bloomberg TV. Er betonte aber auch, dass die Bank nach dem am Mittwoch bekanntgewordenen Einstieg mit neun Prozent bei der weiteren Vorgehensweise flexibel sei. So könne der Anteil auch erhöht oder reduziert werden. Er sehe dabei keinen Zeitdruck: „Wir sind sehr geduldig.“

Der seit April 2021 amtierende Unicredit-Chef hatte zuletzt immer wieder betont, dass er Übernahmen im Blick hat. Bei der Commerzbank nutzte er die von der Regierung angekündigte Absicht, den Staatsanteil reduzieren zu wollen.

Warum die Commerzbank bei den Italienern gut ins Portfolio passt

Bei der Auktion eines Pakets von 4,5 Prozent schlug er zu, überbot alle anderen Bieter und zahlte etwas mehr als die Aktie zuletzt an der Börse gekostet hatte. Zudem erwarb die italienische Bank weitere 4,5 Prozent am freien Markt. Mit diesem überraschenden Schritt befeuerte Unicredit Übernahmespekulationen.

Der Kurs der Commerzbank-Aktie war am Mittwoch um 17 Prozent in die Höhe geschnellt. Heute legte der Börsenwert weiter zu. Zuletzt kletterte er um fast drei Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro zu.

Auch bei den Unicredit-Investoren kam der Schritt gut an. Die Aktie legte seit der Ankündigung etwas mehr als zwei Prozent zu und baute damit ihre Jahresgewinne deutlich aus. Die Marktkapitalisierung der italienischen Bank legte seit Ende 2023 um rund die Hälfte auf zuletzt mehr als 60 Milliarden Euro zu.

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