Unternehmen

Die Arbeitgeber (BDA) fordern von neuer Regierung: Rentenalter hoch, Leistungen kappen

Vor Bildung einer neuen Bundesregierung fordern die Arbeitgeber erneut eine Erhöhung des Rentenalters und Einschnitte bei Renten- und Gesundheitsleistungen, um die Sozialbeiträge dauerhaft auf 40 Prozent zu drücken. Außerdem sollte die „Rente mit 63“ abgeschafft und ein Anstieg der Renten in den nächsten Jahren stark gedrosselt werden.
08.03.2025 12:22
Aktualisiert: 08.03.2025 13:02
Lesezeit: 1 min

Ein Gutachten für die Arbeitgeberverbände mahnte schon vor fünf Jahren: Die Sozialbeiträge sollen nicht über 40 Prozent steigen. Während der Sondierungsgespräche meldet sich die BDA erneut zu Wort. „Das 40-Prozent-Ziel muss Bestandteil des Koalitionsvertrags werden“, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger. „Ohne eine Begrenzung der Sozialbeiträge wird es keinen nachhaltigen Aufschwung geben.“

Arbeitgeber fordern: Rentenalter hoch, Leistungen kappen

Die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände kam zurück auf ein Gutachten des Sozialexperten Martin Werding von 2020, das mit neuen Daten aktualisiert wurde. Demnach könnten die Beiträge für Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung in Summe von derzeit etwa 42 Prozent ohne weitere Einschnitte bis 2060 wegen der Alterung der Bevölkerung drastisch steigen – laut diesem Szenario auf rund 55 Prozent.

Rentenalter erhöhen

Um die Zielmarke von 40 Prozent zu halten, schlägt Werding vor, das gesetzliche Rentenalter von 67 Jahren weiter zu erhöhen und die sogenannte Rente mit 63 für langjährige Versicherte abzuschaffen. Zudem soll der Anstieg der Renten in den nächsten Jahren stark gedrosselt werden. Hinzu kommen soll nach Vorstellungen der Arbeitgeber eine Pflicht zur privaten Altersvorsorge.

Für die Krankenversicherung schlägt das Gutachten ein striktes Versorgungsmanagement vor. Gemeint ist, dass einzelne Krankenkassen für ihre Versicherten mit sogenannten Selektivverträgen nur mit bestimmten Krankenhäusern oder Ärzten zusammenarbeiten. Auch in der Pflege gehe es um mehr Wettbewerb in der Versorgung, sagte Werding.

Das 40-Prozent-Ziel sei erreichbar, „sogar ohne echte Zumutungen“, ergänzte Dulger.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street schließt im Plus, während sich die Märkte auf das Rekord-Debüt von SpaceX vorbereiten
11.06.2026

Geopolitische Spannungen und gigantische Vorbereitungen sorgen für ein Wechselbad der Gefühle auf dem Börsenparkett – was Anleger...

DWN
Politik
Politik Eskalation am Golf: Iran erklärt Straße von Hormus für gesperrt
11.06.2026

Trotz einer offiziellen Waffenruhe eskaliert der Konflikt zwischen den USA und dem Iran massiv. Als Reaktion auf erneute US-Luftangriffe...

DWN
Politik
Politik Neues Heizgesetz: Chancen für die Wärmewende oder Kostenfalle?
11.06.2026

Die Debatte um das neue Heizgesetz spaltet die Politik. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht im...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schwarz-Gruppe wächst: 300 neue Standorte für Lidl und Kaufland
11.06.2026

Die Schwarz-Gruppe treibt ihr Wachstum weiter voran. Im Geschäftsjahr 2025/26 vergrößerten Lidl und Kaufland ihr Filialnetz weltweit um...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB reagiert auf Iran-Krieg: Erste Zinserhöhung seit fast drei Jahren
11.06.2026

Wegen des inflationstreibenden Ölpreisschocks infolge des Iran-Kriegs hebt die Europäische Zentralbank die Zinsen wieder an. Der wichtige...

DWN
Panorama
Panorama Fußball-WM 2026: Wer wird Weltmeister? Prognosen widersprechen sich deutlich
11.06.2026

Spanien, Frankreich, England, Argentinien, die Niederlande? Während die Wettmärkte auf die bewährten Favoriten setzen, erwarten einige...

DWN
Technologie
Technologie Frequenzstreit: Aus für das Antennenfernsehen ab 2031?
11.06.2026

In wenigen Jahren enden zentrale Nutzungsrechte für Funkfrequenzen. Telekommunikationskonzerne fordern diese schon heute vehement ein....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Selbst die Chinesen waren erstaunt, wie schnell diese Fabrik errichtet wurde
11.06.2026

Wir haben uns die Produktion des elektrisch angetriebenen BMW iX3 angesehen, die auf 400 Hektar ehemaliger Ackerflächen am Rande der...