Finanzen

Krypto-Kurse unter Druck: Markt reagiert panisch auf Nahost-Eskalation

Explodierende Spannungen im Nahen Osten bringen den Kryptomarkt ins Wanken. Bitcoin fällt, Ether bricht ein – Anleger flüchten panisch aus digitalen Assets. Was steckt dahinter?
13.06.2025 12:51
Lesezeit: 1 min

Krypto-Kurse im freien Fall: Bitcoin-Kurs fällt unter die Marke von 103.000 US-Dollar

Die jüngste Eskalation im Nahen Osten nach israelischen Luftangriffen auf den Iran hat am Freitagmorgen heftige Reaktionen an den Finanzmärkten ausgelöst. Besonders stark betroffen: die Krypto-Kurse. Anleger ziehen sich angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheit zunehmend aus riskanten Anlagen zurück.

Am Freitagmorgen verlor der Bitcoin-Kurs – als weltweit größtes digitales Asset – rund drei Prozent und rutschte zeitweise unter die Marke von 103.000 US-Dollar. Der Rückgang erfolgte als direkte Reaktion auf die Zuspitzung des Konflikts zwischen Israel und dem Iran. Infolge israelischer Luftschläge war es in Teheran zu Explosionen gekommen. Noch deutlicher unter Druck geriet Ether, die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung. Zeitweise fiel der Kurs um satte 7,6 Prozent. Die Verkaufswelle erfasste auch zahlreiche andere digitale Assets und gehebelte Positionen. Laut Daten von Coinglass wurden binnen 24 Stunden Kryptowertpapiere im Umfang von über einer Milliarde US-Dollar liquidiert.

Liquidität vor Sicherheit: Warum der Bitcoin in Krisen nicht schützt

Obwohl Bitcoin vielfach als Absicherung gegen makroökonomische Risiken gilt, bevorzugen Investoren in Zeiten extremer Bedrohung – wie Kriege oder militärische Konflikte – liquide Mittel. „In solchen Momenten konzentrieren sich Händler auf die Beschaffung von Bargeld, flüchten in den Dollar und reduzieren ihr Engagement in volatilen oder gehebelten Assets“, sagte Sean McNulty, Leiter für Derivatehandel im asiatisch-pazifischen Raum bei der Brokerfirma FalconX.

Bitcoin-Kurs steuert auf technische Unterstützung zu

Fachleute erwarten eine erste technische Unterstützung für den Bitcoin-Kurs im Bereich um 101.000 US-Dollar. Dennoch bleibt der kurzfristige Kursverlauf stark von geopolitischen Nachrichtenlagen abhängig.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europa unter Zugzwang: Was im globalen KI-Wettlauf auf dem Spiel steht
06.05.2026

Europas Rückstand im KI-Wettlauf wird für Wirtschaft und Politik zunehmend zu einem strategischen Risiko. Kann der Kontinent seine...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Rekordschlussstände für S&P 500 und Nasdaq, während der Waffenstillstand hält
05.05.2026

Erfahren Sie, welche Faktoren die Märkte aktuell antreiben und warum die Anleger trotz globaler Spannungen optimistisch bleiben.

DWN
Politik
Politik Misstrauensvotum in Rumänien: Prowestliche Regierung stürzt
05.05.2026

Rumäniens Regierung ist nach einem überraschenden Bündnis aus Rechtsextremen und Sozialdemokraten gestürzt. Hinter dem Misstrauensvotum...

DWN
Politik
Politik Trump erhöht Druck auf Grönland: US-Experte warnt vor Folgen für Europa
05.05.2026

Trump verschiebt die geopolitischen Machtlinien der USA und verbindet den Zugriff auf Grönland mit Energiefragen und Zugeständnissen an...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Teilkrankschreibung gegen hohe Fehlzeiten: Ist die Regelung sinnvoll?
05.05.2026

Krank, aber nicht ganz arbeitsunfähig – das soll künftig möglich sein: Im Zuge der neuen Gesundheitsreform hat die Bundesregierung die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Stromnetz im Kostencheck: Welche Technologien langfristig überzeugen
05.05.2026

Europas Stromversorgung steht vor einer neuen Kostenlogik, in der erneuerbare Energien, Speichertechnologien und verlässliche Grundlast...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie steigt trotz schwachem Quartal
05.05.2026

Die Zahlen fallen schwächer aus als erwartet, doch die Aktie reagiert überraschend robust. Statt Abverkauf setzt Rheinmetall auf eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unicredit greift Commerzbank an: Übernahme rückt näher
05.05.2026

Unicredit macht Ernst und treibt die Übernahme der Commerzbank mit Tempo voran. Doch Widerstand aus Berlin und Frankfurt könnte den Deal...