Krypto-Kurse im freien Fall: Bitcoin-Kurs fällt unter die Marke von 103.000 US-Dollar
Die jüngste Eskalation im Nahen Osten nach israelischen Luftangriffen auf den Iran hat am Freitagmorgen heftige Reaktionen an den Finanzmärkten ausgelöst. Besonders stark betroffen: die Krypto-Kurse. Anleger ziehen sich angesichts wachsender geopolitischer Unsicherheit zunehmend aus riskanten Anlagen zurück.
Am Freitagmorgen verlor der Bitcoin-Kurs – als weltweit größtes digitales Asset – rund drei Prozent und rutschte zeitweise unter die Marke von 103.000 US-Dollar. Der Rückgang erfolgte als direkte Reaktion auf die Zuspitzung des Konflikts zwischen Israel und dem Iran. Infolge israelischer Luftschläge war es in Teheran zu Explosionen gekommen. Noch deutlicher unter Druck geriet Ether, die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung. Zeitweise fiel der Kurs um satte 7,6 Prozent. Die Verkaufswelle erfasste auch zahlreiche andere digitale Assets und gehebelte Positionen. Laut Daten von Coinglass wurden binnen 24 Stunden Kryptowertpapiere im Umfang von über einer Milliarde US-Dollar liquidiert.
Liquidität vor Sicherheit: Warum der Bitcoin in Krisen nicht schützt
Obwohl Bitcoin vielfach als Absicherung gegen makroökonomische Risiken gilt, bevorzugen Investoren in Zeiten extremer Bedrohung – wie Kriege oder militärische Konflikte – liquide Mittel. „In solchen Momenten konzentrieren sich Händler auf die Beschaffung von Bargeld, flüchten in den Dollar und reduzieren ihr Engagement in volatilen oder gehebelten Assets“, sagte Sean McNulty, Leiter für Derivatehandel im asiatisch-pazifischen Raum bei der Brokerfirma FalconX.
Bitcoin-Kurs steuert auf technische Unterstützung zu
Fachleute erwarten eine erste technische Unterstützung für den Bitcoin-Kurs im Bereich um 101.000 US-Dollar. Dennoch bleibt der kurzfristige Kursverlauf stark von geopolitischen Nachrichtenlagen abhängig.