Finanzen
Anzeige

Das kommt überraschend: Deutsche Wirtschaft im Juni gewachsen

Dass die Wirtschaftsleistung im Jahr 2025 steigen wird, steht laut ifo-Institut so gut wie fest. Anfang des Jahres lag die Prognose bei 0,2 Prozent, dann wurde sie auf 0,3 Prozent angehoben. Nun könnte die Prognose neuerlich nach oben korrigiert werden, da die deutsche Wirtschaft im Juni gewachsen ist - und das ist durchaus eine Überraschung.
01.07.2025 12:03
Aktualisiert: 01.07.2025 12:03
Lesezeit: 2 min
Das kommt überraschend: Deutsche Wirtschaft im Juni gewachsen
Ein Bündel mit Euro Geldscheinen. (Bildquelle: pexels)

Deutlich über 50 Punkte: Wächst die deutsche Wirtschaft schneller als anfangs erwartet?

Die Prognosen sind, obwohl viele Branchen seit geraumer Zeit stark unter Druck sind, durchaus gut. Ein gutes Beispiel mag die Glücksspielbranche sein. Sind die Einnahmen der Glücksspielsteuer im Jahr 2023 um 3,6 Prozent gesunken, nachdem es hier einen Anstieg über fünf Jahre gegeben hat, so könnte es, dass zeigen die ersten Zahlen, 2024 wieder ein Wachstum gegeben haben. Wer einen Vergleich anstellt und sich nicht nur etablierte, sondern auch neue Online Casinos ansieht, wird sehen, hier ist fast immer eine top Spielauswahl garantiert. Vor allem, wenn man sich für Anbieter mit internationaler Lizenz entscheidet, darf man sich über eine breite Spieleauswahl freuen.

Dass es in ganz Deutschland wieder bergauf geht, zeigt auch der Einkaufsmanagerindex - PMI - für die Privatwirtschaft mit Dienstleistern und Industrie. Dieser ist von 48,5 Zählern im Mai auf 50,4 Punkte gestiegen. Das sehr stark an den Finanzmärkten beachtete Stimmungsbarometer ist somit entgegen der Erwartungen vieler Experten über die Wachstumsschwelle von 50 Zählern geklettert. „Die deutsche Wirtschaft ist im Juni wieder geringfügig gewachsen, nachdem sie im Mai erstmals seit fünf Monaten wieder geschrumpft war“, so der Finanzdienstleister S&P Global, der die Zahlen im Rahmen der monatlichen Firmenumfrage präsentiert hat.

„Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe wurde demnach deutlicher ausgeweitet und der Gegenwind bei den Dienstleistungen hat nachgelassen“, so Marc Schattenberg, Volkswirt der Deutschen Bank Research. „Dies schürt die vorsichtige Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft weiter langsam Kraft gewinnt.“

Dass das natürlich die Ökonomen in ihrer Meinung bestärkt, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 0,3 Prozent wachsen wird, ist keine Überraschung. Jedoch gibt es ein paar Faktoren, die noch für eine Korrektur der Prognose nach unten sorgen können: Wie geht es im Nahen Osten weiter, wie entwickelt sich der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und wie endet der Zollstreit zwischen den USA und der EU?

Ende der Rezession so gut wie sicher

Im ersten Quartal des Jahres 2025 stieg die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent. Ein überraschender Anstieg, der deshalb entstanden ist, weil viele Exporte in die USA aufgrund der angekündigten Zolle vorgezogen worden sind.

2024 hat sich Deutschland in der Rezession befunden: Die Wirtschaftsleistung ist um 0,2 Prozent zurückgegangen. Während es im Sommer des vergangenen Jahres noch ein minimales Wachstum von 0,1 Prozent gegeben hat, folgte dann im letzten Quartal ein Rückgang um 0,2 Prozent. „Deutschland könnte möglicherweise den seit zwei Jahren andauernden Zick-Zack-Kurs beim Wirtschaftswachstum - auf ein Quartal positives Wachstum folgt eins mit Schrumpfung - durchbrechen“, so Cyrus de la Rubia, der Chefvolkswrkt der Hamburg Commercial Bank. Er zeigt sich vor allem mit Blick auf die kommenden sechs Monate optimistisch: „Für das zweite Halbjahr sind wir ohnehin zuversichtlich, weil dann die ersten expansiven Maßnahmen der neuen Bundesregierung greifen könnten.“

Wirtschaftsleistung könnte in Deutschland 2026 stärker als im Euro-Raum und in den USA wachsen

Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans Böckler-Stiftung - IMK - geht ebenfalls davon aus, dass es der deutschen Wirtschaft 2025 wieder besser gehen wird. Nach zwei Jahren in der Rezession könnte 2025 endlich wieder ein Wachstum möglich sein. Man geht davon aus, dass die Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent steigen wird. Das aufgrund des steigenden Konsums privater Haushalte sowie der positiven Impulse, wenn es um Fördermaßnahmen und staatliche Investitionen geht.

Ein Wachstum von 1,5 Prozent wird für das Jahr 2026 erwartet. „Das Wachstum ist damit im kommenden Jahr ein wenig stärker als in den USA und im Durchschnitt des Euro-Raums“, so die Experten des IMK. Für die Euro-Zone wird ein Plus von 1,3 Prozent veranschlagt, für die USA ein Zuwachs von 1,2 Prozent.

Das Wirtschaftswachstum würde im Euro-Raum weiterhin auf Sparflamme köcheln. Im Juni ist der Einkaufsmanagerindex auf 50,2 Zählern geblieben - derselbe Wert wurde bereits im Vormonat erzielt. Die von Reuters befragten Ökonomen sind davon ausgegangen, dass der Einkaufsmanagerindex auf 50,5 Punkte steigt.


DWN
Technologie
Technologie Atomausstieg: Spahns Rolle rückwärts nach vorne
16.04.2026

Unionsfraktionschef Jens Spahn greift die Sehnsucht in CDU und CSU nach einer Rückkehr zur Atomkraft auf und bringt die Reaktivierung...

DWN
Technologie
Technologie Anthropic hält neues KI-Modell zurück: Warum die Öffentlichkeit außen vor bleibt
16.04.2026

Anthropic hält ein besonders leistungsfähiges KI-Modell bewusst zurück und stellt es nur ausgewählten Unternehmen zur Verfügung, da...

DWN
Politik
Politik Weniger zahlen bei miesem Handynetz: Staat legt Regeln fest
16.04.2026

Die Handynetze werden besser, doch mancherorts gibt es noch immer Defizite. Sind die groß, kann der Verbraucher im Streit mit dem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Private Ersparnisse in Europa: EU will mehr Kapital in Investitionen lenken
16.04.2026

Europas enormes Sparvermögen rückt zunehmend in den Fokus der Wirtschaftspolitik, während die EU nach Wegen sucht, Kapital produktiver...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street schließt uneinheitlich, während Tech-Rallye den S&P 500 auf ein Rekordhoch treibt
15.04.2026

Ein spannender Handelstag voller Kontraste hält Anleger in Atem und sorgt für überraschende Wendungen.

DWN
Politik
Politik „Strategische Partnerschaft“ mit der Ukraine: Deutschland vereinbart Rüstungsdeals mit Selenskyj
15.04.2026

Die finanzielle und militärische Hilfe für die Ukraine nimmt federführend durch Deutschland und Großbritannien an Fahrt auf. Nachdem...

DWN
Technologie
Technologie Novo Nordisk-Aktie: KI von OpenAI soll Pharmaentwicklung beschleunigen
15.04.2026

Novo Nordisk treibt den Einsatz von KI in der Pharmaindustrie voran und setzt dabei auf eine Kooperation mit OpenAI. Kann künstliche...

DWN
Politik
Politik Deutschlands Photovoltaik-Ausbau: Wie Solarstrom Europas Energiemarkt stabilisiert
15.04.2026

Deutschlands Photovoltaik-Ausbau gewinnt in einem angespannten geopolitischen Umfeld strategisch an Bedeutung für den europäischen...