Panorama

Köln schafft den Begriff "Spielplatz" ab

Köln verabschiedet sich vom traditionellen Begriff "Spielplatz" und ersetzt ihn durch "Spiel- und Aktionsfläche". Mit neuen Schildern und einem überarbeiteten Design will die Stadt stärker auf Vielfalt und Inklusion setzen.
02.07.2025 16:18
Aktualisiert: 02.07.2025 16:18
Lesezeit: 2 min

Köln schafft den Begriff "Spielplatz" ab

Spielplätze heißen künftig anders, denn die Bezeichnung sei nicht mehr zeitgemäß, erklärt die Stadt. Ab sofort trifft man sich auf "Spiel- und Aktionsflächen".

Begriff wird durch neue Bezeichnung ersetzt

Die Stadt Köln verabschiedet sich von der Bezeichnung "Spielplatz". Der Begriff sei zu eng gefasst und werde durch "Spiel- und Aktionsfläche" ersetzt, hieß es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung an den Jugendhilfeausschuss. Nach und nach sollen an den mehr als 700 Spielplätzen sämtliche Schilder ausgetauscht werden. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Die bisherigen Designs seien überholt. Spielplätze sollten heute "dem geschützten Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum dienen" und das Miteinander von Bürgern aller Altersgruppen stärken, heißt es in dem Schreiben.

Spielflächen sollen alle Altersgruppen einbeziehen

"Insbesondere muss dem erweiterten Inklusionsgedanken, der die Diversität der Nutzer*innen im Rahmen ihres Alters, ihrer kulturellen Hintergründe und möglicher Behinderungen berücksichtigt, Rechnung getragen werden." Deshalb werde künftig "auf den eingrenzenden Begriff 'Spielplatz' verzichtet".

Die neuen Schilder zeigen bunte Figuren, die Skateboard fahren, Ball spielen oder im Sand buddeln. Das neue Design spreche nicht nur kleine Kinder, sondern auch Jugendliche an, betonte eine Sprecherin.

Kinderlärm bleibt weiterhin erlaubt

Da die Schilder lediglich Informationscharakter und keine planungsrechtliche Relevanz hätten, sei der sonst auf Spielplätzen übliche Kinderlärm weiterhin erlaubt, heißt es in der Verwaltungsmitteilung. Dass das Wort "Spielen" auf dem Schild erscheine, ermögliche dem Ordnungsamt Eingriffe bei nicht sachgemäßer Nutzung der Fläche.

Alte Schilder werden schrittweise ersetzt

Alte, sanierungsbedürftige Schilder sollen von Herbst an über mehrere Jahre hinweg sukzessive ersetzt werden. "Ein Austausch noch funktionsfähiger Beschilderungen findet nicht statt", erklärte eine Sprecherin. Die Kosten ließen sich nicht beziffern, da sie vom Einzelpreis und der jeweiligen Bestellmenge abhingen.

An der Entwicklung des Designs habe die Jugendverwaltung ein Jahr gearbeitet und auch Kinder und Jugendliche beteiligt. Für diesen Beteiligungsprozess habe die Politik 38.000 Euro im Haushalt 2023 vorgesehen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Street schließt im Minus: Ölpreisrallye und Schwäche der Tech-Giganten belasten die Märkte
19.02.2026

Die US-Aktienmärkte beendeten den Handelstag am Donnerstag überwiegend im Minus, da Investoren versuchten, widersprüchliche Signale...

DWN
Politik
Politik "Fröhlichkeit bei der Arbeit": Merz strebt zweite Amtszeit an
19.02.2026

"Alle mal zusammen ins Rad packen": Bundeskanzler Friedrich Merz will, dass die Deutschen mehr arbeiten - und eine zweite Amtszeit.

DWN
Politik
Politik Ukraine vor politischer Weichenstellung: Mögliche Wahlen und Friedensreferendum unter US-Druck
19.02.2026

Unter US-Druck treibt Präsident Wolodymyr Selenskyj Präsidentschaftswahlen und ein mögliches Friedensreferendum in der Ukraine voran....

DWN
Politik
Politik Trump-Friedensrat: Gaza, Entwaffnung und internationale Fronten
19.02.2026

Trump will die Weltpolitik neu ordnen – mit einem eigenen Friedensrat und milliardenschweren Versprechen für Gaza. Wird aus politischer...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Ringen um 5.000 Dollar – wie geht die Goldpreis-Entwicklung weiter?
19.02.2026

Der Goldpreis hat nach einer monatelangen Aufwärtsrally einen deutlichen Rücksetzer erlebt. Viele Beobachter verweisen dennoch auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rückkehr zur Präsenzpflicht? Wann die Produktivität im Homeoffice sinkt – und wie Unternehmen dies vermeiden
19.02.2026

Homeoffice ist inzwischen in einigen Branchen selbstverständlich - wird aber oft von Arbeitgebern kritisch beobachtet. Dabei kann die...

DWN
Technologie
Technologie "Tod der E-Zigarette"? Branche warnt vor Verbotsplänen
19.02.2026

Sind E-Zigaretten ein Segen, weil sie Kettenraucher von der klassischen Zigarette wegführen, oder ein Risiko, weil ihr Konsum Schadstoffe...

DWN
Politik
Politik Iran: Wann greift Trump an?
19.02.2026

Die Atomgespräche zwischen Washington und Teheran scheitern erneut. Experten warnen vor einem möglichen militärischen Konflikt, der die...