Unternehmen

Talanx-Aktie: Versicherer erwartet 2,3 Milliarden Euro Jahresüberschuss

Versicherer Talanx trotzt massiven Waldbrand-Schäden in Kalifornien und hebt seine Jahresprognose deutlich an. Im ersten Halbjahr stieg der Gewinn kräftig – getrieben von einer starken Erstversicherung. Vorstandschef Torsten Leue sieht den Konzern gut gerüstet für Hurrikans und weitere Naturkatastrophen, die in der zweiten Jahreshälfte drohen.
14.08.2025 09:29
Lesezeit: 1 min

Talanx-Aktie: Versicherer erwartet höheren Gewinn

Die immensen Schäden durch die Waldbrände in Kalifornien treffen auch Talanx. Dass der Gewinn dennoch steigt und der Konzern optimistisch auf den Rest des Jahres blickt, hat Gründe.

Der Versicherungskonzern Talanx hebt nach einem Rekordgewinn im ersten Halbjahr seine Gewinnprognose für 2025 an. Statt mehr als 2,1 Milliarden soll der Überschuss im Gesamtjahr rund 2,3 Milliarden Euro betragen, teilte der Konzern mit der Hauptmarke HDI in Hannover mit.

Dabei verkraftete der Versicherer immense Schäden durch die Waldbrände in Kalifornien. Diese trafen besonders den weltweit drittgrößten Rückversicherer Hannover Rück schwer, an dem Talanx die Mehrheit der Anteile hält.

Starkes erstes Halbjahr

Im ersten Halbjahr erzielte Talanx unter dem Strich fast 1,4 Milliarden Euro – 26 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und mehr als von Analysten im Schnitt prognostiziert. Besonders stark wuchs die Erstversicherungssparte, zu der außer HDI auch Versicherer in Polen und Lateinamerika zählen. Diesmal trug der Konzernbereich sogar 51 Prozent zum Konzernergebnis bei. Der Rest des Gewinns kam aus der Rückversicherung.

Glimpflich verlaufenes zweites Quartal

"Trotz hoher Großschadenleistungen im ersten Quartal haben wir ein Rekord-Halbjahresergebnis erzielt und gleichzeitig unsere Resilienz weiter gestärkt", sagte Vorstandschef Torsten Leue. Zwar verursachten die Brände in Los Angeles Anfang des Jahres dem Konzern Kosten von mehr als 624 Millionen Euro. Dank eines glimpflich verlaufenen zweiten Quartals blieben die gesamten Großschäden im ersten Halbjahr bei Talanx mit gut 1,1 Milliarden Euro dennoch im vorgesehenen Budget.

Talanx blickt daher optimistisch auf das dritte Quartal und den Rest des Jahres, sagte Leue. Dann beginnt im Nordatlantik die diesjährige Hurrikan-Saison. Diese verursachen an den Küsten der USA und in der Karibik oft milliardenschwere Schäden und zählen zu den größten Naturkatastrophen-Risiken für Versicherer und Rückversicherer.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kappa Rus: Wie Putin einen Unternehmer um sein Lebenswerk bringt
20.10.2026

Jahrelang baute ein schwedischer Unternehmer in Russland ein millionenschweres Geschäft auf. Nun nimmt ihm Wladimir Putin per Dekret die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Leere Lager, stockende Bänder: Die deutsche Industrie im Würgegriff neuer Materialengpässe
20.10.2026

Elektronikkomponenten und chemische Rohstoffe werden zur Mangelware. Die neuesten ifo-Daten zeigen, wie fragil der Standort Deutschland im...

DWN
Finanzen
Finanzen Altersvorsorgedepot: Sozialverband warnt vor staatlich geförderter Kostenfalle
20.10.2026

Maximal ein Prozent Gebühren pro Jahr darf das neue Altersvorsorgedepot ab dem 1. Januar 2027 kosten. Dennoch warnt der Sozialverband vor...

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX-Aktie: Musk verspricht jedem US-Kind eine Aktie seiner Weltraumfirma
20.10.2026

Jedes Kind in den USA soll von Elon Musk eine Aktie seiner Weltraumfirma SpaceX bekommen. Wie genau das passieren soll, ist noch unklar....

DWN
Finanzen
Finanzen Staatsverschuldung: Wie teuer Deutschlands Schulden jetzt werden
20.10.2026

Deutschlands Staatsschulden wachsen, während die Zinsen an den Anleihemärkten steigen. Der Bund muss immer mehr Geld aufnehmen und...

DWN
Politik
Politik Sonntagsumfrage: AfD bleibt stärkste Kraft
20.10.2026

Die AfD liegt in der YouGov-Umfrage weiter vorn, während sich bei mehreren Parteien kaum etwas bewegt. Welche Verschiebungen es im...

DWN
Finanzen
Finanzen Vier Jahre Kursentwicklung an der Wall Street: Jetzt wird der Aufschwung auf die Probe gestellt
20.10.2026

Der US-Aktienmarkt hat sich in vier Jahren mehr als verdoppelt. Doch hohe Zinsen und Finanzierungssorgen für den KI-Boom haben nun für...

DWN
Finanzen
Finanzen Buffer-ETFs: Warum der Airbag fürs Depot vor allem Rendite kostet
20.10.2026

Buffer-ETFs versprechen Aktienrenditen ohne die schlaflosen Nächte. In den USA ist daraus ein 78-Milliarden-Dollar-Business geworden, in...