Wirtschaft

Besser als prognostiziert: Deutsche Industrieproduktion steigt dank Maschinenbau deutlich

Die deutsche Industrieproduktion zeigt im Juli einen unerwarteten Aufschwung – vor allem dank des Maschinenbaus. Doch bleibt der Trend stabil? Trotz positiver Signale gibt es Schattenseiten, die Zweifel an einer nachhaltigen Erholung nähren könnten.
08.09.2025 08:45
Lesezeit: 1 min
Besser als prognostiziert: Deutsche Industrieproduktion steigt dank Maschinenbau deutlich
Arbeiter bedienen die Stranggießanlage bei Thyssenkrupp Steel (Foto: dpa). Foto: Federico Gambarini

Deutsche Industrieproduktion steigt durch Maschinenbau stärker als prognostiziert

Erfreuliche Nachrichten für die Industriebetriebe in Deutschland: Im Juli legte die Industrieproduktion unter anderem wegen der positiven Entwicklung im Maschinenbau deutlicher zu als erwartet. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg die Produktion im Monatsvergleich um 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden erklärte. Damit wurde erstmals seit März wieder ein Zuwachs gemeldet. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet.

Zusätzlich fiel die Produktion im Juni höher aus als zuvor erfasst. Das Statistische Bundesamt korrigierte die Daten deutlich nach oben. Demnach betrug das Minus nur 0,1 Prozent, nachdem zuvor ein Rückgang von 1,9 Prozent ausgewiesen worden war. "Das Ausmaß der Revision ist auf Korrekturmeldungen eines Unternehmens aus der Automobilindustrie und Datenergänzungen zurückzuführen", erklärte die Behörde. Im Vergleich zum Vorjahr meldete die Behörde für Juli ebenfalls ein Plus, konkret um 1,5 Prozent.

Maschinenbau treibt Industrieproduktion

Die kräftige Entwicklung im Juli sei vor allem dem Maschinenbau geschuldet, der einen Anstieg um 9,5 Prozent verzeichnete, heißt es in der Mitteilung. Auch die höheren Werte in der Automobilindustrie (+2,3 Prozent) sowie in der Pharmaindustrie (+8,4 Prozent) wirkten sich positiv auf die Industrieproduktion aus. Belastend dagegen war der Rückgang der Energieerzeugung.

"Die aktuellen Daten zeichnen insgesamt eine etwas günstigere Industriekonjunktur", teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Dies signalisiere eine sich schrittweise stabilisierende Industrieproduktion, getragen von Schlüsselbranchen wie Maschinenbau und Automobilindustrie.

Auftragseingang bleibt schwach

Am Freitag zeigte sich der Auftragseingang in den Industriebetrieben jedoch unerwartet schwach, was die Perspektiven für die weitere Entwicklung eintrübte. Im Juli gingen die Bestellungen um 2,9 Prozent im Monatsvergleich zurück, obwohl der Markt einen Anstieg erwartet hatte.

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