Unternehmen

Glasfaser-Internet: Telekom peilt bei Glasfaser-Ausbau 25 Millionen Haushalte an

Die Bagger der Telekom kommen gut voran, doch die Resonanz der Kunden in puncto Glasfaser-Internet ist noch ausbaufähig. Der Konzern legt positive Jahreszahlen vor.
28.02.2026 14:29
Lesezeit: 2 min

Telekom peilt bei Glasfaser-Ausbau 25 Millionen Haushalte an

Beim Ausbau von Glasfaser-Internet hat die Deutsche Telekom ihr Tempo erhöht. «2025 haben wir 2,5 Millionen neue Glasfaseranschlüsse in Deutschland gebaut - das ist mehr als alle Wettbewerber zusammen», sagte Konzernchef Tim Höttges in Bonn. 2024 hatte der Zuwachs 2,2 Millionen betragen, dieses Jahr sollen es erneut mindestens 2,5 Millionen sein. Damit liegen die Glasfaser-Kabel des Magenta-Konzerns bereits bei 12,6 Millionen Haushalten in Deutschland - 2030 sollen es etwa doppelt so viele sein, und zwar mindestens 25 Millionen sein. Danach soll der Ausbau weitergehen.

Ein Teil der Kabel geht bis in die Häuser oder bis in die Wohnungen, der andere Teil liegt nur in der Straße. Glasfaser bietet die stabilste und schnellste Internetverbindungen, die Alternativen - also Internet über Telefonleitungen und über Fernsehkabel - gelten perspektivisch als Auslaufmodell. Zu den Konkurrenten gehören die Deutsche Glasfaser, Vodafone und NetCologne.

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher winken allerdings ab, wenn die neue Technologie verfügbar ist - das erschwert das Glasfaser-Geschäft. Aus den Telekom-Zahlen ging lange hervor, dass diese Zurückhaltung der Verbraucher lange stark ausgeprägt war, inzwischen wird es für die Firma aber etwas besser. 16,4 Prozent aller Haushalte in Reichweite hatten zum Jahresbeginn einen Glasfaser-Vertrag bei der Telekom, ein Jahr zuvor lag der Wert nur bei 14,8 Prozent. Dieser Anteil soll weiter steigen: Kamen dieses Jahr knapp 600.000 neue Glasfaser-Kunden hinzu, so soll die Anzahl solcher Neukunden dieses Jahr weiter steigen und 2027 bei einer Million liegen.

Positive Jahreszahlen und hohe Dividende

Die Telekom legte zudem Jahreszahlen für 2025 vor, die positiv ausfielen. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz der Telekom gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Prozent auf rund 119,1 Milliarden Euro. Hätte sich der US-Dollar nicht so schwach entwickelt, wäre der Wert noch höher gewesen. Die amerikanische Tochter T-Mobile US ist die Ertragsperle des Magenta-Konzerns.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) kletterte konzernweit um 2,8 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro. «Unser Schwungrad trägt uns weiterhin, die Zahlen stimmen», sagte Konzernchef Tim Höttges. Das vierte Quartal 2025 sei stärker gewesen als das dritte Quartal 2025 und als das vierte Quartal 2024. Von der guten Geschäftsentwicklung sollen die Anleger profitieren, sie sollen dieses Jahr pro Aktie einen Euro Dividende bekommen und damit so viel wie noch nie.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte schließen: Nasdaq von massivem Ausverkauf getroffen
05.06.2026

Ein plötzliches Beben erschüttert die Wall Street und zwingt Anleger zum sofortigen Umdenken – erfahren Sie, was hinter den Turbulenzen...

DWN
Politik
Politik Armenien-Wahl wird zum Testfall für Europas Machtanspruch
05.06.2026

Armenien steht vor einer Wahl, die weit über Jerewan hinausreicht. Im Südkaukasus entscheidet sich, ob Russland ein weiteres...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutsche Bank-Analyse: S&P 500 wird zur Milliardenfalle für sorglose Anleger
05.06.2026

Der S&P 500 rennt von Rekord zu Rekord, doch ausgerechnet die Deutsche Bank sieht darin ein Warnsignal. Der rasante Anstieg erinnert an...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Astrolight: Laser statt Funk für Militär und Weltraum
05.06.2026

Klingt nach "Star Wars": Das litauische Start-up Astrolight entwickelt Lasertechnologie für den Weltraum, die sich aber auch auf der Erde...

DWN
Finanzen
Finanzen Anthropic-IPO: Der KI-Boom bekommt seinen Börsentest
05.06.2026

Erst kam ChatGPT, jetzt drängt Claude an die Börse. Das Anthropic IPO könnte zeigen, ob der KI-Boom wirklich tragfähig ist oder Anleger...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gegenwind für den Standort: Bund verteidigt Kurs nach Pharma-Investitionsstopps
05.06.2026

Nachdem große Pharmakonzerne angekündigt haben, geplante Milliardeninvestitionen in Deutschland auf Eis zu legen, bezieht die...

DWN
Politik
Politik "Ein reines Belastungspaket": Scharfe Kritik an Warkens Pflegereform - "erschüttert und wütend"
05.06.2026

Für die Pflegeversicherung liegt jetzt ein Sanierungskonzept vor, das den Alltag für viele teurer macht. Nun erhält Warken starken...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EY-Analyse: Deutsche Autobauer verlieren Umsatz und hinken hinterher
05.06.2026

Fehlstart ins Jahr: Während die internationale Konkurrenz beim Umsatz zulegen kann, verlieren Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW deutlich...