Finanzen

DAX-Kurs aktuell: DAX-Rekordhoch im Blick – USA halten still und Ölpreis sinkt

Nach turbulenten Wochen kehrt an den Finanzmärkten wieder Optimismus ein. Der DAX-Kurs legt am Montag kräftig zu, weil fallende Ölpreise und überraschend gute Wirtschaftsdaten die Stimmung verbessern. Doch reicht das bereits aus, um ein neues DAX-Rekordhoch zu erreichen?
27.07.2026 12:31
Lesezeit: 2 min
DAX-Kurs aktuell: DAX-Rekordhoch im Blick – USA halten still und Ölpreis sinkt
Börsenhändler beobachten auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse ihre Monitore: Der DAX-Kurs klettert. (Bild: dpa) Foto: Arne Dedert

DAX-Kurs aktuell mit Blick zum Rekordhoch: USA halten still und Ölpreis sinkt

Eine Angriffspause der USA im Krieg mit dem Iran hat am deutschen Aktienmarkt am Montag für weitere Zuversicht gesorgt. Der DAX-Kurs stieg gegen Montagmittag um über 1,5 Prozent auf annähernd 25.490 Punkte und knüpfte dank der fallenden Ölpreise an den freundlichen Wochenschluss an. Auch nochmals deutliche Kursgewinne des Index-Schwergewichts SAP (ISIN: DE0007164600) treiben den DAX-Kurs aktuell an. Das DAX-Rekordhoch kommt so wieder in die Nähe, es datiert mit 25.900 Punkten von Anfang des Monats.

Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es am Montag um 1,1 Prozent auf 32.320 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,3 Prozent.

Angriffspause zwischen USA und Iran drückt den Ölpreis aktuell

Die Vereinigten Staaten haben vorerst ihre Angriffe gegen den Iran beendet. Dies ließ die Ölpreise deutlich sinken. Inflationssorgen wurden damit erst einmal nicht weiter geschürt. Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen.

Konjunkturseitig stand am Morgen das Ifo-Geschäftsklima im Blick, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer. Es fiel etwas besser aus als von Experten gedacht. Die Daten seien ein positives Signal für den Start ins dritte Quartal, kommentierte Marc Schattenberg, Volkswirt bei der Deutschen Bank. Vor allem die jüngsten Reformbeschlüsse der Bundesregierung dürften den Optimismus vieler Unternehmen gestärkt haben, so der Ökonom. Ein Wermutstropfen sei die leichte Eintrübung der Lagebeurteilung.

Quartalszahlen im Fokus: Hochtief-Aktie gibt nach

Bevor die Berichtssaison ab Dienstag unter Volldampf läuft, veröffentlichten am Nachmittag bereits der Baukonzern und Dax-Neuling Hochtief (ISIN: DE0006070006) seine Quartalszahlen. Hier gingen die Anleger zunächst in Deckung, das Minus belief sich auf 2,9 Prozent.

Im Luftfahrt- und Reisesektor verteuerten sich Lufthansa (ISIN: DE0008232125), Tui (ISIN: DE000TUAG505) und Fraport (ISIN: DE0005773303) als Profiteure sinkender Ölpreise um bis zu 3 Prozent.

Im Software-Sektor herrschte nach den guten Zahlen von SAP und Atoss Software (ISIN: DE0005104400) auch zu Wochenbeginn gute Laune. Beide Titel legten nochmals merklich zu, SAP an der Dax-Spitze um mehr als 5 Prozent und Atoss unter den stärksten Werten im Nebenwerteindex SDAX um mehr als 8 Prozent. Mit Adesso (ISIN: DE000A0Z23Q5), Nemetschek (ISIN: DE0006452907), Bechtle (ISIN: DE0005158703) und Teamviewer (ISIN: DE000A2YN900) waren weitere Software- und IT-Aktien unter den Gewinnern.

Die Streichung einer Kaufempfehlung durch die Berenberg Bank setzte die Papiere des Schmierstoffherstellers Fuchs (ISIN: DE000A3E5D64) unter Druck. Am MDAX-Ende verloren sie 2,8 Prozent.

Rückenwind für den DAX-Kurs – doch Risiken bleiben

Die Kombination aus fallenden Ölpreisen, einer vorübergehenden Entspannung im Nahostkonflikt und positiven Konjunkturdaten sorgt derzeit für Rückenwind am deutschen Aktienmarkt. Besonders Technologiewerte wie SAP treiben den DAX in Richtung seines Rekordhochs. Gleichzeitig profitieren Reise- und Luftfahrtunternehmen von den gesunkenen Energiekosten. Dennoch sollten Anleger die bestehenden Risiken nicht aus den Augen verlieren. Die geopolitische Lage bleibt fragil, und auch die anstehende Berichtssaison könnte für neue Impulse oder Enttäuschungen sorgen. Ob der DAX tatsächlich ein neues Rekordhoch erreicht, dürfte daher maßgeblich von den kommenden Unternehmenszahlen und der weiteren Nachrichtenlage abhängen.

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