Panorama

Bombendrohung gegen Oktoberfest - Wiesn öffnet wieder

Es ist ein ziemlich einmaliger Vorgang: Das Oktoberfest bleibt wegen einer Bombendrohung stundenlang geschlossen. Zuvor gab es ein Feuer und Explosionen in einem Wohnhaus.
01.10.2025 10:26
Aktualisiert: 01.10.2025 10:26
Lesezeit: 2 min
Bombendrohung gegen Oktoberfest - Wiesn öffnet wieder
Polizisten mit Schutzwesten gehen über einen Fußweg (Screenshot aus einem Video). Ein Brand in einem Münchner Einfamilienhaus hat einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. (Foto: dpa) Foto: Roland Freund

Nach einer Sprengstoffdrohung ist die Wiesn am Mittwoch stundenlang geschlossen geblieben. Die Gefahr sei einfach zu groß, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Die Polizei sprach von einer unspezifischen Sprengstoffdrohung. Erst am Nachmittag gibt es Entwarnung: Die Sperrung wird aufgehoben, um 17.30 Uhr soll das größte Volksfest der Welt wieder öffnen, wie Reiter auf Instagram mitteilt.

Hintergrund der stundenlangen Schließung ist ein Zusammenhang mit einer Explosion im Münchner Norden und ein entsprechendes Schreiben des Täters.

21-Jährige und ihre 81-jährige Oma verletzt

Im Münchner Norden hatte ein 57 Jahre alter Mann nach ersten Erkenntnissen im Rahmen eines Familienstreits am Morgen ein Wohnhaus in Brand gesteckt und Sprengfallen deponiert. Die 21 Jahre alte Tochter des Mannes und seine 81-jährige Mutter kommen verletzt ins Krankenhaus.

Nach Polizeiangaben vom Nachmittag wird überprüft, ob sich weitere Personen im betroffenen Wohngebäude befinden. Am Morgen hatte die Polizei von einem vermissten Menschen berichtet. Medienberichte, wonach der Vater des 57-Jährigen getötet worden sein soll, bestätigte die Polizei zunächst nicht.

Sprengstoffdrohung gegen Wiesn: Was wir wissen und was nicht

Ein abgebranntes Haus mit Sprengfallen, ein Toter und eine Sprengstoffdrohung gegen die Wiesn: Rund um die Geschehnisse am Morgen in München sind noch viele Fragen offen. Was wir wissen und was nicht:

Was wir wissen:

  • Die Tat: Ein Haus im Münchner Stadtteil Lerchenau ist wohl am frühen Morgen in Brand gesteckt worden. In dem Haus wurden Sprengfallen gefunden, vor Ort stand außerdem ein völlig ausgebrannter Transporter. In der Nähe, am Lerchenauer See, wurde eine schwer verletzte Person entdeckt, die später verstarb.
  • Zusammenhang mit dem Oktoberfest: Das größte Volksfest der Welt bleibt zunächst bis 17.00 Uhr geschlossen. Grund ist eine Sprengstoffdrohung, die mit der Explosion im Münchner Norden zusammenhängen soll. Es gibt ein entsprechendes Schreiben des Täters.

Was wir nicht wissen:

  • Der Täter: Wer hinter den Ereignissen steckt, ist bislang unklar. Die Identität der Person, die tot am Lerchenauer See gefunden wurde, ist unbekannt. Auch ist nicht bekannt, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Die Art der Verletzungen der verstorbenen Person sowie die genaue Todesursache sind bisher nicht bekannt.
  • Die Hintergründe: Die genauen Hintergründe der Tat sowie das Motiv sind derzeit unklar. Die Polizei geht davon aus, dass das Haus „im Rahmen eines Familienstreits“ angezündet wurde, prüft nach eigenen Angaben aber auch einen Zusammenhang mit der Antifa. Auf der Website «indymedia.org» wurde am frühen Morgen ein Text mit dem Titel „Antifa heißt Angriff“ gepostet. Darin hieß es: „In den frühen Morgenstunden haben wir im Münchner Norden einige Luxuskarren abgefackelt und Hausbesuche abgestattet. Zudem ging für einen Fascho sein Morgenspaziergang nicht besonders gut aus.“
  • Das Oktoberfest: Ob die Wiesn am Mittwoch überhaupt noch öffnet, ist unklar. „Die Polizei wird alles tun, möglichst bis am Nachmittag um 17.00 Uhr die Wiesn komplett durchsucht zu haben, um damit Sicherheit zu gewähren. Wenn das nicht der Fall ist, werde ich mich wieder melden, dann wird die Wiesn heute gar nicht eröffnet“, sagte Oberbürgermeister Reiter auf Instagram. „Tut mir leid, anders geht’s nicht, Sicherheit geht vor.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-News: Kryptowährungen brechen ein – Bitcoin-Kurs auf tiefstem Stand seit Trumps Wahlsieg
05.02.2026

Am Donnerstag geht der Krypto-Crash weiter, Star-Investor Michael Burry warnt bereits vor einer "Todesspirale". Der Bitcoin-Kurs gerät...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Investitionen: Alphabet verdoppelt Milliarden-Ausgaben für Rechenzentren
05.02.2026

Alphabet verdoppelt seine KI-Investitionen und erhöht den Druck auf Wettbewerber. Der Internet-Riese setzt Milliarden in Rechenzentren und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrie: Unerwarteter Auftragsboom weckt neue Hoffnung
05.02.2026

Die deutsche Industrie erlebte zum Jahresende einen überraschend kräftigen Auftragsboom – und nährt damit die Hoffnung auf ein Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen OMV-Aktie aktuell: Hohe Dividendenrendite, doch Analysten warnen
05.02.2026

Die OMV-Aktie polarisiert: starke Dividende, schwankende Zahlen und skeptische Analysten. Während sich der Kurs der OMV-Aktie auf hohem...

DWN
Finanzen
Finanzen Novo Nordisk-Aktie unter Druck: Konkurrenzprodukt schwächt Kurs
05.02.2026

Die Novo Nordisk-Aktie gerät massiv unter Druck, nachdem ein US-Konkurrent Wegovy kopiert. Anleger reagieren auf sinkende Umsätze und...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Zinsentscheid: Zinsen bleiben bei 2 Prozent bei sinkender Inflation im Euroraum
05.02.2026

Die EZB bleibt ruhig - doch neue Herausforderungen warten - beispielsweise der Dollarkurs. Während Energie billiger wird, ziehen andere...

DWN
Finanzen
Finanzen Silbermarkt: Zwischen Boom, Knappheit und hoher Volatilität
05.02.2026

Der Silberpreis stürmte monatelang nach oben – dann folgte ein abrupter Absturz. Hinter der Achterbahnfahrt stehen knappe Reserven,...

DWN
Immobilien
Immobilien Absage bei der Wohnungssuche: Wann ist eine Wohnungsabsage rechtswidrig?
05.02.2026

Die Wohnungssuche kann frustrierend sein, selbst wenn Einkommen und Bonität stimmen. Manchmal steckt hinter Absagen mehr als nur Zufall....