Wirtschaft

Wirtschaftsministerin Reiche: Deutschland braucht starke Drohnen-Fertigung

Drohnen werden zunehmend zu einem Schlüsselfaktor für Sicherheit, Wirtschaft und Verteidigung. Doch Deutschland hinkt bei der Drohnen-Fertigung hinterher. Wie lässt sich die Abhängigkeit von ausländischer Technologie verringern – und welche Rolle spielt die Politik bei dieser strategischen Herausforderung?
06.10.2025 10:59
Aktualisiert: 06.10.2025 10:59
Lesezeit: 1 min
Wirtschaftsministerin Reiche: Deutschland braucht starke Drohnen-Fertigung
Katherina Reiche (CDU), Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, fordert eine umfangreiche Drohnen-Fertigung in Deutschland (Foto: dpa). Foto: Kay Nietfeld

Reiche: Deutschland braucht starke Drohnen-Produktion

Zuletzt häuften sich die Vorfälle mit Drohnen. Wie soll Deutschland darauf reagieren? Die Wirtschaftsministerin bezieht Stellung.

Deutschland benötigt nach Ansicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche eine leistungsfähige Drohnen-Fertigung. Die CDU-Politikerin erklärte der Deutschen Presse-Agentur: "Wer die Lufthoheit will, muss sie sich bauen. Deutschland muss ein führender Standort für die Entwicklung und Produktion von Drohnen werden – zur Unterstützung der Ukraine, zur Stärkung unserer eigenen Verteidigungsfähigkeit und zum Schutz unserer kritischen Infrastruktur. Die Ereignisse der letzten Tage haben das unmissverständlich gezeigt – in der Ukraine und hier in Deutschland."

Zunehmende Zwischenfälle mit Drohnen

Drohnenvorfälle in Deutschland und in Europa hatten sich zuletzt deutlich erhöht. Auch am Münchner Flughafen wurden am Donnerstag und Freitag Drohnen beobachtet, weshalb der Flugbetrieb an beiden Tagen vorübergehend eingestellt wurde. Diese Vorfälle verdeutlichen, wie dringend eine heimische Drohnen-Fertigung und eine stabile Drohnen-Industrie gebraucht werden.

Reiche fordert Ausbau der Drohnen-Produktion

"Was wir brauchen, ist eine schnelle Skalierung der Produktion und kontinuierliche technologische Weiterentwicklung – besonders im Bereich Künstliche Intelligenz", so Reiche. "Dafür müssen wir alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren, auch mit neuen Allianzen: zwischen Industrie, Mittelstand, Start-ups und Forschung. Die Sicherheit Europas wird auch in deutschen Werkshallen entschieden."

Reiche bezeichnete Drohnen als Schlüsseltechnologie – militärisch wie zivil. "Im zivilen Bereich helfen sie etwa bei der Überwachung und dem Schutz unserer kritischen Infrastruktur: Flughäfen, Häfen, Pipelines, Raffinerien, LNG-Terminals, Umspannwerke, Rechenzentren und Krankenhäuser." Damit betonte sie erneut die Bedeutung einer starken Drohnen-Fertigung und einer wettbewerbsfähigen Drohnen-Produktion für Deutschlands Zukunft in der globalen Drohnen-Industrie.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis bei 10.000 US-Dollar? Warum Analysten einen historischen Durchbruch erwarten

Gold gilt seit jeher als sicherer Hafen, doch die aktuelle Debatte wirkt anders. Steigende globale Verschuldung, anhaltende Inflation und...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: US-Börsen blieben nach Zentralbankentscheidung stabil
28.01.2026

Die erwartete Entscheidung der US-Notenbank, die Zinssätze stabil zu halten, ließ die Märkte auf klarere Hinweise bezüglich künftiger...

DWN
Politik
Politik Energieprojekt Bornholm: Dänemark und Deutschland einigen sich auf gemeinsame Finanzierung
28.01.2026

Deutschland und Dänemark rücken bei einem zentralen Energieprojekt enger zusammen. Welche wirtschaftlichen und strategischen Folgen hat...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Rekordhoch: Trump treibt Gold-Rallye weiter an – sind bald schon 6.000 Dollar möglich?
28.01.2026

Der Goldmarkt erlebt derzeit eine historische Ausnahmesituation: Ein neues Goldpreis-Rekordhoch folgt dem nächsten. Trumps...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Puma unter chinesischem Großaktionär: Welche europäischen Sportmarken unabhängig bleiben
28.01.2026

Der Einstieg eines chinesischen Großaktionärs bei Puma rückt die Eigentümerstrukturen europäischer Sportmarken in den Fokus. Welche...

DWN
Finanzen
Finanzen Verdacht auf Geldwäsche: BKA durchsucht Deutsche Bank
28.01.2026

Erneut Ärger wegen möglicher Geldwäsche: Justiz und BKA sichern Beweise bei der Deutschen Bank. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang...

DWN
Politik
Politik Haseloff-Nachfolger: Schulze neuer Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
28.01.2026

Nach 15 Jahren Reiner Haseloff übernimmt Sven Schulze das Amt des Regierungschefs in Sachsen-Anhalt – und muss gleich gegen einen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau: Amazon streicht weltweit 16.000 Arbeitsplätze
28.01.2026

Der weltgrößte Onlinehändler Amazon baut erneut Tausende Stellen ab. Was hinter den Entlassungen steckt und wie der Konzern auf die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konjunkturausblick für Deutschland: Bundesregierung reduziert Wachstumsprognose
28.01.2026

Die Bundesregierung senkt ihre Wachstumsprognose und passt den wirtschaftspolitischen Kurs an. Welche Folgen hat der Beschluss für...