Wirtschaft

Commerzbank-Aktie: Konzern kommt beim Stellenabbau schneller voran als geplant

Die Commerzbank erzielt beim Abbau von rund 3.300 Arbeitsplätzen in Deutschland deutliche Fortschritte. Nach Angaben des Betriebsrats ist das Interesse an den angebotenen Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen höher als erwartet – fast die Hälfte der Beschäftigten in der ersten Runde hat bereits zugesagt.
13.10.2025 15:15
Lesezeit: 1 min

Attraktive Programme mit Einmalzahlungen und Vorruhestand

Betriebsrat und Management haben sich laut Uebel erstmals auf ein Programm verständigt, bei dem die Altersteilzeit nicht bis zum frühestmöglichen Renteneintritt mit 63 läuft, sondern bis zum 65. Lebensjahr. Zudem gebe es eine Einmalzahlung von 50.000 Euro und darüber hinaus ein Vorruhestandsprogramm mit einer Einmalzahlung von 30.000 Euro. „Ich gehe davon aus, dass der Stellenabbau ziemlich geräuschlos verlaufen wird“, sagte Uebel. Der geplante Stellenabbau in Deutschland dürfte ihm zufolge fast ausschließlich über Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen stattfinden.

Einigkeit zwischen Management und Betriebsrat als wichtiges Signal

Uebel hält die rasche Einigung auf die Details des Stellenabbaus auch angesichts des Übernahmekampfs mit der italienischen Konkurrentin Unicredit für wichtig. „Damit haben wir ein Zeichen gesetzt: Der Betriebsrat und das Management ziehen in der aktuellen Situation an einem Strang“, sagte Uebel.

Commerzbank weiter im Abwehrkampf gegen Unicredit

Der Frankfurter Dax-Konzern wehrt sich seit mehr als einem Jahr gegen die Übernahmepläne der Unicredit. Die Italiener waren im September 2024 im großen Stil bei der Commerzbank eingestiegen, und Unicredit-Chef Andrea Orcel wirbt immer wieder öffentlich für eine Übernahme. Inzwischen hält das Institut aus Mailand direkt und über Finanzinstrumente mehr als 29 Prozent der Commerzbank-Anteile. Ab 30 Prozent müsste die Unicredit den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten.

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