Wirtschaft

Rheinmetall startet Satellitenproduktion – Rüstung geht jetzt ins All

Rheinmetall, bisher vor allem bekannt für Panzer, Haubitzen und Drohnen, wagt den Schritt ins Weltall. Der deutsche Rüstungskonzern hat ein Joint Venture mit der finnischen Satellitenfirma Iceye gegründet, um künftig Weltraum-Satelliten zu entwickeln und zu produzieren. Ziel ist es, die Satellitenproduktion zu beschleunigen und gleichzeitig das internationale Vertriebsnetzwerk von Rheinmetall zu nutzen.
07.11.2025 13:17
Lesezeit: 1 min
Rheinmetall startet Satellitenproduktion – Rüstung geht jetzt ins All
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) besichtigt unter Führung von Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender des Rüstungskonzerns Rheinmetall (Foto: dpa). Foto: Soeren Stache

Neuer Geschäftszweig in Neuss

Das Joint Venture „Rheinmetall Iceye Space Solutions“ wird in Neuss angesiedelt, wo ein ehemaliges Autozulieferer-Werk schrittweise auf Rüstungsproduktion umgestellt wird. Rheinmetall hält 60 Prozent der Anteile, Iceye 40 Prozent. Der operative Betrieb soll noch vor Jahresende starten, der erste Satellit bereits im kommenden Jahr gefertigt werden.

Präzisionsaufklärung aus dem All

Die Satelliten basieren auf SAR-Technik, die besonders präzise Aufklärungsbilder für militärische Zwecke liefert. Iceye bringt die Technologie ein, während Rheinmetall die Produktion auf größere Stückzahlen hochfahren und über sein Vertriebsnetz international vertreiben will.

Von Drohnen zu Satelliten

Rheinmetall hat seine Produktpalette bereits auf Drohnen ausgeweitet und weitet nun seinen Horizont ins All aus. Mit rund 40.000 Beschäftigten weltweit und umfangreicher Erfahrung in der Rüstungsproduktion soll der Schritt helfen, die bislang vergleichsweise kleine Fertigungskapazität von Iceye deutlich zu steigern.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Märkte in Aufruhr: Trumps Einfluss und die Risiken in Venezuela treiben XRP zu einem beispiellosen Höhenflug.

Trotz der zunehmenden Spannungen zwischen Washington und Caracas eröffneten US-Aktien leicht im Plus. Der Markt betrachtet die aktuelle...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Immobilien
Immobilien Pflegeimmobilien: Finanzbranche entdeckt das Pflegeheim
14.01.2026

Die deutsche Bevölkerung altert, und damit steigt der Bedarf an Betreuung. Banken und private Kapitalgeber suchen nach...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Steigende Arbeitslosigkeit: Kommt bald die eigene Kündigung?
14.01.2026

Angst vorm Jobverlust durch KI und Wirtschaftskrise: Immer mehr Deutsche sind vom Stellenabbau persönlich betroffen. Wer wird als...

DWN
Politik
Politik Grönland-Krise: USA und Dänemark sprechen über US-Ansprüche
14.01.2026

Dänemark sucht im Streit um Grönland den direkten Draht nach Washington: In der US-Hauptstadt treffen Außenminister und Spitzenpolitiker...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Schwaches Ergebnis von JPMorgan drückt den Dow Jones
14.01.2026

Ein schwächer als erwartetes Quartalsergebnis von JPMorgan Chase übte am Dienstag Druck auf den Dow Jones Industrial Average aus,...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Kurs steigt auf Rekordhoch: Inflation, Fed-Konflikt und Verfallstag im Fokus
13.01.2026

Der DAX-Kurs bekommt Rückenwind aus den USA und hat ein neues Allzeithoch markiert. Doch zwischen Berichtssaison, Fed-Konflikt und...

DWN
Finanzen
Finanzen Geopolitik treibt die Ölpreise aktuell weiter nach oben – Brent-Öl auf dem höchsten Niveau seit Oktober
13.01.2026

Die Ölpreise stehen erneut im Fokus der Märkte, nachdem geopolitische Spannungen und politische Signale die Notierungen antreiben....

DWN
Politik
Politik US-Handelspolitik: Wie Trumps Zollpolitik die Weltwirtschaft belastet
13.01.2026

Die Weltwirtschaft tritt in eine Phase wachsender Unsicherheit ein, in der politische Eingriffe und strukturelle Verschiebungen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen zwischen Stabilität und Risiko: Ruhige Märkte trotz wachsender Unsicherheiten
13.01.2026

Die US-Börsen sind mit bemerkenswerter Ruhe ins neue Jahr gestartet, obwohl geldpolitische Weichenstellungen, geopolitische Risiken und...