Finanzen

Goldpreis aktuell: Gelbes Edelmetall nähert sich der Marke von 4.300 US Dollar

Der Goldpreis zeigt am Donnerstag erneut eine auffällige Dynamik, während die Aktienmärkte zwischen Zinserwartungen, Inflationsrisiken und geopolitischen Spannungen schwanken. Viele Anleger fragen sich, ob der jüngste Gold-Kursanstieg tragfähig bleibt.
13.11.2025 10:19
Lesezeit: 1 min
Goldpreis aktuell: Gelbes Edelmetall nähert sich der Marke von 4.300 US Dollar
Der Goldpreis klettert weiter und hat sein Allzeithoch im Blick (Foto: iStockphoto.com/Freer Law). Foto: Freer Law

Goldpreis klettert und hat Marke um 4.300 US Dollar im Blick

Die aktuelle Entwicklung des Goldmarkts wirft Fragen auf: Wie stabil bleibt der Kurs des wichtigsten Edelmetalls angesichts steigender Zinsen und geopolitischer Unsicherheiten – und was bedeutet das für Anleger? Fakt ist, dass sich der Goldpreis aktuell um rund 4.235 US-Dollar pro Feinunze bewegt. Damit tendiert der Goldkurs nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau, das Gold-Allzeithoch aus dem Oktober bei rund 4.381 US-Dollar ist nicht mehr weit entfernt.

In den vergangenen Handelstagen war ein deutlicher Anstieg beim Goldpreis zu beobachten – insbesondere durch Spekulationen über weitere Zinssenkungen in den USA. Der Wert des gelben Edelmetalls profitiert aktuell von mehreren Faktoren:

  • Sinkende Zinsen bzw. die Erwartung solcher: Ein niedrigeres Zinsumfeld reduziert Opportunitätskosten, sodass Gold attraktiver wird.
  • Inflation und reale Zinsen: Bei anhaltender Inflation steigt die Nachfrage nach Sachwerten wie Gold. Ein negativer Realzins stützt den Preis.
  • Zentralbanken und geopolitische Unsicherheit: Viele Notenbanken bauen Goldbestände auf. Zudem wirkt Gold als „sicherer Hafen“, wenn politische Risiken zunehmen.
  • Schwacher US-Dollar: Da Gold in US-Dollar gehandelt wird, macht ein schwächerer Dollar zahlreiche Käufer außerhalb der USA aktiv.

Goldpreis: Charttechnik im Fokus

Charttechnisch markiert der Goldpreis aktuell eine Zone nahe 4.150 bis 4.300 US-Dollar pro Feinunze. Ein Durchbruch über das Allzeithoch bei 4.381 US-Dollar könnte weiteren Schwung bringen. Umgekehrt stellt der Bereich um 3.900 bis 4.000 US-Dollar eine wichtige Unterstützung dar – ein Rückfall darunter könnte Rücksetzungsrisiken eröffnen.

Für die nähere Zukunft sprechen viele Indikatoren dafür, dass der Goldpreis weiter steigen könnte, insbesondere wenn die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) tatsächlich zyklisch die Zinsen senkt. Allerdings warnen einige Analysten auch, dass bereits viele positive Entwicklungen eingepreist sein könnten. Die Experten der Commerzbank erwarten, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter senkt. Dadurch werden verzinste Geldanlagen weniger attraktiv, heißt es in einer Analyse von Commerzbank Research Anfang Oktober.

Wie es beim Goldpreis weitergeht

Anleger, die den Goldpreis aktuell beobachten oder in Gold investieren möchten, sollten folgende Punkte beachten: Setzen Sie nicht ausschließlich auf Gold als Hauptanlage, sondern betrachten Sie es als strategisches Depot-Element. Achten Sie auf die Zinsentwicklung der Fed, die Stärke des US-Dollars sowie geopolitische Impulse. Eine klare technische Stop-Loss-Strategie kann helfen, Rücksetzrisiken abzufedern. Zudem gilt: Physisches Gold kostet Erwerb- und Lagerkosten, während börsliche Produkte anders zu beurteilen sind. Gerade bei hohen Kursen ist die Frage berechtigt, ob man noch zusteigen oder lieber Gewinne mitnehmen sollte – eine ausgewogene Diversifikation bleibt zentral.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

avtor1
Markus Gentner

Markus Gentner ist seit 1. Januar 2024 Chefredakteur bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Zuvor war er zwölf Jahre lang für Deutschlands größtes Börsenportal finanzen.net tätig, unter anderem als Redaktionsleiter des Ratgeber-Bereichs sowie als Online-Redakteur in der News-Redaktion. Er arbeitete außerdem für das Deutsche Anlegerfernsehen (DAF), für die Tageszeitung Rheinpfalz und für die Burda-Tochter Stegenwaller, bei der er auch volontierte. Markus Gentner ist studierter Journalist und besitzt einen Master-Abschluss in Germanistik.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Industrie: Unerwarteter Auftragsboom weckt neue Hoffnung
05.02.2026

Die deutsche Industrie erlebte zum Jahresende einen überraschend kräftigen Auftragsboom – und nährt damit die Hoffnung auf ein Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen OMV-Aktie aktuell: Hohe Dividendenrendite, doch Analysten warnen
05.02.2026

Die OMV-Aktie polarisiert: starke Dividende, schwankende Zahlen und skeptische Analysten. Während sich der Kurs der OMV-Aktie auf hohem...

DWN
Finanzen
Finanzen Novo Nordisk-Aktie unter Druck: Konkurrenzprodukt schwächt Kurs
05.02.2026

Die Novo Nordisk-Aktie gerät massiv unter Druck, nachdem ein US-Konkurrent Wegovy kopiert. Anleger reagieren auf sinkende Umsätze und...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Zinsentscheid: Zinsen bleiben bei 2 Prozent bei sinkender Inflation im Euroraum
05.02.2026

Die EZB bleibt ruhig - doch neue Herausforderungen warten - beispielsweise der Dollarkurs. Während Energie billiger wird, ziehen andere...

DWN
Finanzen
Finanzen Silbermarkt: Zwischen Boom, Knappheit und hoher Volatilität
05.02.2026

Der Silberpreis stürmte monatelang nach oben – dann folgte ein abrupter Absturz. Hinter der Achterbahnfahrt stehen knappe Reserven,...

DWN
Immobilien
Immobilien Absage bei der Wohnungssuche: Wann ist eine Wohnungsabsage rechtswidrig?
05.02.2026

Die Wohnungssuche kann frustrierend sein, selbst wenn Einkommen und Bonität stimmen. Manchmal steckt hinter Absagen mehr als nur Zufall....

DWN
Finanzen
Finanzen Siemens Healthineers-Aktie: Stark belastet durch Euro und US-Zölle
05.02.2026

Die Siemens Healthineers-Aktie startet schwächer ins neue Geschäftsjahr. Euro und US-Zölle belasten Umsatz und Ergebnis spürbar.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bahnrechte im Winter: Entschädigung bei Schnee und Eis – welche Fahrgastrechte gelten?
05.02.2026

Schnee, Eis und Verspätungen bringen den Bahnverkehr regelmäßig durcheinander. Doch nicht jedes Winterwetter gilt als...