Wirtschaft

Ifo warnt: Immer mehr deutsche Unternehmen sehen ihre Zukunft bedroht

Die wirtschaftliche Lage vieler Firmen in Deutschland spitzt sich weiter zu. Laut einer aktuellen Befragung des Ifo-Instituts wächst der Anteil der Unternehmen, die ihre Existenz gefährdet sehen – vor allem wegen ausbleibender Aufträge und zunehmender finanzieller Engpässe. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Druck in mehreren Branchen erhöht, auch wenn einige Wirtschaftszweige leichte Entlastung verspüren.
21.11.2025 10:14
Lesezeit: 1 min

Steigende Existenzsorgen in der Wirtschaft

Jedes zwölfte Unternehmen in Deutschland fürchtet nach einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts akut um die eigene Existenz. Der Anteil der Firmen, die sich in kritischer Lage sehen, ist demnach auf 8,1 Prozent gestiegen, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut mitteilte. Vor gut einem Jahr im Oktober 2024 waren es 7,3 Prozent. "Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen dürfte damit auch in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben", sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe.

Auftragsmangel als größter Risikofaktor

Als größte Gefahr sehen die Unternehmen demnach branchenübergreifend Auftragsmangel, der finanzielle Engpässe nach sich zieht. Daneben stehen gestiegene Betriebs- und Personalkosten und Bürokratie. Besonders hart getroffen ist laut Ifo-Institut der Einzelhandel, in dem 15 Prozent tiefgreifende wirtschaftliche Probleme eingestanden. Leicht verbessert hat sich die Lage seit Oktober 2024 demnach in der Industrie mit einem Rückgang von 8,6 auf 8,1 Prozent.

Etwas Entspannung am Bau

Auch die Bauunternehmen sind angesichts der Belebung der Bautätigkeit weniger pessimistisch: Die Zahl der Firmen mit großen wirtschaftlichen Problemen ist demnach von 7,9 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 6,3 Prozent gesunken. Das Ifo-Institut befragt für seine Konjunkturerhebungen allmonatlich mehrere tausend Unternehmen.

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