Wirtschaft

Mobilitätsstudie zeigt Wandel: Autos stehen öfter still – Fußverkehr gewinnt an Bedeutung

Eine neue bundesweite Mobilitätsstudie legt offen, wie sich das Verkehrsverhalten der Menschen in Deutschland verändert. Zwar bleibt das Auto weiterhin das wichtigste Fortbewegungsmittel, doch es wird im Alltag zunehmend seltener genutzt. Gleichzeitig holen andere Verkehrsformen auf – und Elektroautos ähneln in ihrem Einsatz inzwischen stark klassischen Verbrennern.
21.11.2025 12:40
Lesezeit: 1 min
Mobilitätsstudie zeigt Wandel: Autos stehen öfter still – Fußverkehr gewinnt an Bedeutung
Neue bundesweite Studie zeigt: Fast die Hälfte aller Autos bleibt täglich ungenutzt (Foto: dpa). Foto: Thomas Banneyer

Autos bleiben immer häufiger ungenutzt

Das Auto ist das wichtigste Verkehrsmittel in Deutschland - steht aber häufiger ungenutzt herum. Autos werden im Durchschnitt pro Tag immer weniger genutzt, wie die Studie "Mobilität in Deutschland" im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums ergab. Demnach wird fast die Hälfte der Autos an einem durchschnittlichen Tag nicht bewegt - 2008 sei lediglich ein Drittel der Autos am Tag stehen geblieben.

Fußverkehr gewinnt an Bedeutung

Weitere Ergebnisse: Der Fußverkehr hat an Bedeutung gewonnen. Elektroautos unterscheiden sich laut Studie in ihren Einsatzmustern, den Jahresfahrleistungen und den einzelnen Streckenlängen pro Fahrt kaum noch von Verbrennerfahrzeugen. Die Vorgänger-Studie 2017 habe ergeben, dass Elektroautos überwiegend für kurze Strecken genutzt worden. Heute liege der Anteil für längere Strecken mit 13 Prozent annähernd gleich auf mit den Weglängen, die mit Verbrennerfahrzeugen zurückgelegt werden.

Große Befragung zeigt langfristige Trends

Die Studie basiert laut Ministerium auf einer bundesweiten Befragung von Haushalten in mehr als 1.000 Städten und Gemeinden zu ihrem alltäglichen Verkehrsverhalten. Zwischen Mai 2023 und Juni 2024 seien über 218.000 Haushalte und rund 421.000 Personen befragt worden. Die Studie wurde bereits in den Jahren 2002, 2008 und 2017 erhoben.

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