Politik

Umfrage: Deutsche lehnen US-Einfluss auf Europa klar ab

Eine aktuelle Umfrage zeigt deutlich: Die Mehrheit der Deutschen spricht sich gegen eine stärkere Einmischung der USA in europäische Politik aus. Laut dem ZDF-"Politbarometer" halten 90 Prozent der Befragten solche Versuche für inakzeptabel, während nur 8 Prozent zustimmen. Das Ergebnis unterstreicht das klare Misstrauen gegenüber US-Eingriffen in europäische Angelegenheiten.
12.12.2025 09:47
Lesezeit: 1 min

84 Prozent erklärten zudem, sie hielten die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump nicht mehr für einen verlässlichen Partner für die Sicherheit Europas. Im Juni 2020, während Trumps erster Amtszeit, hatten sich noch 89 Prozent positiv geäußert.

In der vergangene Woche veröffentlichten Sicherheitsstrategie beklagt die US-Regierung einen angeblichen Verlust der Demokratie und der Meinungsfreiheit in Europa. "Unser Ziel sollte es sein, Europa dabei zu helfen, seinen derzeitigen Kurs zu korrigieren", heißt es in dem Dokument. Der "wachsende Einfluss patriotischer europäischer Parteien" gebe dabei Anlass zu großem Optimismus.

Verzicht auf Gebiete der Ukraine?

Weniger eindeutig ist das Meinungsbild im aktuellen ZDF-"Politbarometer" zum Krieg in der Ukraine. 44 Prozent der Befragten vertraten demnach die Ansicht, die Ukraine solle einen Verzicht auf russisch besetzte Gebiete akzeptieren. 42 Prozent gaben an, die Ukraine solle weiter für die Befreiung dieser Regionen kämpfen.

Doch wie schätzen die Befragten die Chancen auf eine Waffenruhe ein? 78 Prozent zweifeln den Angaben nach daran, dass Russlands Präsident Wladimir Putin ernsthaft an einer dauerhaften Waffenruhe interessiert ist. 16 Prozent attestierten Putin dagegen ein solches Interesse, darunter laut Umfrage überdurchschnittlich viele Anhänger der AfD.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen hat für die repräsentative Umfrage 1.295 Wahlberechtigte zufällig ausgewählt. Diese wurden vom 9. bis 11. Dezember telefonisch und online befragt

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