Finanzen

EZB testet Banken auf Krisenfestigkeit – 110 Institute im Fokus

Geopolitische Spannungen und Konflikte belasten Europas Finanzsystem. Die Europäische Zentralbank (EZB) will deshalb 2026 mit einem umfassenden Stresstest prüfen, wie widerstandsfähig 110 Banken gegenüber Krisenszenarien sind. Die Ergebnisse sollen im Sommer veröffentlicht werden und geben Aufschluss darüber, wie stabil die Risikopuffer der Institute tatsächlich sind.
12.12.2025 10:42
Lesezeit: 1 min

Externe Schocks können sich auf mehreren Kanälen negativ auf Finanzinstitute auswirken: Turbulenzen an den Finanzmärkten, Wirtschaftsabschwung, zunehmende Cyberrisiken als Bedrohung für den Bankbetrieb.

Stresstests sollen mögliche Schwachstellen offenlegen

Die EZB fordert 110 direkt von ihr beaufsichtigte Banken im Euroraum auf, die relevantesten geopolitischen Risikoereignisse zu identifizieren, die zu einem Rückgang ihres harten Kernkapitals um mindestens 300 Basispunkte führen könnten. Kernkapital ist Kapital, das im Fall von Verlusten uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Darüber hinaus müssen Banken darlegen, wie sie solche Risiken managen und sich in die Lage bringen würden, eine Krise zu überstehen. Solche Stresstests sollen möglichst frühzeitig Schwachstellen bei Banken offenlegen, um schon vor tatsächlichen Rückschlägen präventiv gegenzusteuern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Politik
Politik AfD vorn, CDU draußen: Wie es jetzt in Mecklenburg-Vorpommern weitergeht
21.09.2026

Ein dramatischer Wahlabend stellt Mecklenburg-Vorpommern politisch neu auf. Während AfD und SPD das Rennen bestimmen, entscheiden...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Michael: Was passiert mit Ihrem Depot, wenn KI uns alle auslöscht?
21.09.2026

KI-Unternehmen werden mit Billionen bewertet, während ihre eigenen Forscher vor existenziellen Risiken warnen. Für Anleger klingt das...

DWN
Politik
Politik Digitale Realität: Wie AfD, TikTok und KI um Macht kämpfen
21.09.2026

Die politische Macht verschiebt sich auf den Bildschirm. Parteien gewinnen Wahlen mit TikTok-Reichweite, KI-Konzerne rufen plötzlich nach...

DWN
Politik
Politik Grönland-Deal mit den USA sorgt für neue Sorgen
21.09.2026

Ein neues Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland soll jetzt unterzeichnet werden. Während einige Experten darin einen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VinFast-Gründer: Der Vietnamese, der Milliarden riskiert
21.09.2026

Pham Nhat Vuong baute in der Ukraine ein Nudelgeschäft auf, kehrte nach Vietnam zurück und schuf mit Vingroup ein Wirtschaftsimperium....

DWN
Politik
Politik Deutschland braucht einen nationalen Hitzeschutzplan: Doch wer trägt die Kosten?
21.09.2026

Sommer, Sonne, Hitze: Extrem hohe Temperaturen belasten zunehmend den Alltag vieler Menschen in Deutschland und verursachen...

DWN
Technologie
Technologie 70.000 Dollar für eine Hand: Deutschlands Chance im Roboter-Boom
21.09.2026

China lieferte im ersten Halbjahr 97 Prozent aller humanoiden Roboter weltweit aus. Warum eine Fraunhofer-Studie ausgerechnet in deren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IAB-Studie: Rüstungsindustrie kann Stellenabbau nicht auffangen
21.09.2026

Die Rüstungsindustrie wächst, doch als Auffangbecken für Beschäftigte aus kriselnden Industriezweigen taugt sie bislang kaum. Neue...