Goldpreis aktuell unter Druck nach Rekordjagd
Am Markt für Edelmetalle bleibt die Volatilität nach der jüngsten Rekordjagd hoch. Der Goldpreis gab am Freitagmorgen deutlich nach: Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) fiel um knapp vier Prozent auf 5.163 US-Dollar, nachdem er im frühen Handel noch bis auf rund 5.450 Dollar gestiegen war. Bereits am Donnerstag war der Goldpreis im frühen Handel auf das Rekordhoch von 5.595 Dollar geklettert, bevor ein scharfer Ausverkauf einsetzte.
Auch der Goldkurs zeigte damit eine starke Schwankung, was die Nervosität am Markt unterstreicht. Der Goldpreis aktuell steht damit weiter im Zeichen kräftiger Ausschläge.
Starke Korrektur zum Monatsende beim Goldpreis
Der Goldpreis geriet am letzten Handelstag des Monats erneut deutlich unter Druck und verlor zeitweise mehr als vier Prozent. Auslöser waren Gerüchte, wonach die US-Notenbank Fed einen künftig deutlich restriktiver auftretenden Vorsitzenden erhalten könnte. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, er wolle am Freitag seinen Kandidaten für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell bekannt geben. Powell wird sein Amt im Mai niederlegen.
Die Spekulationen über die künftige Führung der US-Notenbank haben sich verstärkt. Gerüchte, wonach Kevin Warsh Jerome Powell als Fed-Vorsitzender ablösen könnte, belasteten den Goldpreis während des asiatischen Handels. Der Goldpreis aktuell reagiert damit empfindlich auf geldpolitische Unsicherheiten.
Goldpreis-Entwicklung bleibt dennoch stark
Trotz der scharfen Korrektur steuert der Goldpreis weiterhin auf den stärksten Monatsgewinn seit 1980 zu. Im Januar ist der Goldpreis um mehr als 20 Prozent gestiegen und steuert damit auf den sechsten Monatsanstieg in Folge zu. Die Goldpreis-Entwicklung bleibt also beeindruckend, auch wenn kurzfristige Rücksetzer auftreten.
Bis 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 163,50 auf 5.191,30 Dollar pro Feinunze. Damit bleibt der Goldkurs stark von den Erwartungen an die US-Notenbank abhängig.
Geopolitische Risiken treiben den Goldpreis
Als Treiber gilt weiterhin die Flucht in sichere Anlagen wegen zunehmender geopolitischer Risiken. Zuletzt hat US-Außenminister Marco Rubio dem Iran mit einem militärischen Präventivschlag gedroht, falls die Führung in Teheran Angriffe auf US-Einrichtungen plane.
Edelmetalle – allen voran Gold – gelten als sichere Häfen in Krisenzeiten. Die Goldpreis-Entwicklung wird daher nicht nur von Zinsen, sondern auch von geopolitischen Spannungen geprägt. Anleger behalten den Goldpreis und den Goldkurs angesichts dieser Unsicherheiten besonders genau im Blick.


