Finanzen

Bitcoin-Kurs aktuell: Nach Kurssturz unter 80.000 US-Dollar startet Bitcoin einen Stabilisierungsversuch

Nach dem massiven Abverkauf am Wochenende und zum Start in den Montagshandel, versucht der Bitcoin-Kurs aktuell einen Stabilisierungsversuch. Wo liegen die Gründe für die Nervosität am Kryptomarkt und wie geht es für den Bitcoin-Kurs weiter?
03.02.2026 01:00
Lesezeit: 2 min
Bitcoin-Kurs aktuell: Nach Kurssturz unter 80.000 US-Dollar startet Bitcoin einen Stabilisierungsversuch
Bitcoin-Kurs unter 80.000 US-Dollar: Geopolitische Unsicherheit, neue Zollandrohungen und die Debatte um die künftige US-Geldpolitik (Foto: iStockphoto.com/Nastco) Foto: Nastco

Bitcoin-Kurs aktuell: Bitcoin setzt Wochenendverluste zunächst fort

Der Bitcoin-Kurs ist mit weiteren Verlusten in die neue Börsenwoche gestartet. Der Kurs der weltweit größten Kryptowährung war am Wochenende stark eingebrochen, die Talfahrt setzte sich am Montagmorgen zunächst fort. Am Samstag verlor der Bitcoin-Kurs rund sieben Prozent, während der Kurs am Sonntag weitgehend stabil blieb. Der BTC-Kurs notierte bei etwa 78.000 US-Dollar.

Am Montagmorgen fiel der Bitcoin-Kurs dann noch tiefer um zeitweise annähernd 4,5 Prozent auf ein Tagestief von rund 74.567 US-Dollar – dem niedrigsten Stand seit dem Zollschock im April 2025. Seit Jahresbeginn hat der Bitcoinkurs damit mehr als 15 Prozent an Wert verloren, vom Rekordhoch über 126.000 Dollar im November liegt der Bitcoin-Preis annähernd 40 Prozent tiefer.

Geopolitische Spannungen belasten den Bitcoin-Kurs

Der deutliche Rückgang beim Bitcoin-Kurs wird vor allem auf geopolitische Spannungen sowie neue Zollandrohungen zurückgeführt. Viele Anleger ziehen sich aus riskanten Anlagen zurück und suchen Schutz in klassischen Edelmetallen. Während Gold und Silber in den vergangenen Monaten deutlich zulegen konnten, wurden Kryptowährungen weiterhin nicht als sicherer Hafen wahrgenommen.

Belastend wirkt auf den Bitcoin-Kurs aktuell die Nervosität an den Märkten nach der hohen Volatilität vom Freitag. Händler verwiesen darauf, dass Investoren nach der langen Rally bei Edelmetallen und den Rekordständen an den Aktienmärkten Bewertungen neu prüfen. Auch chaotische Zustände an Rohstoffmärkten sowie Unsicherheit vor Unternehmensbilanzen und Konjunkturdaten drückten die Kurse ins Minus.

„Schädlicher Vertrauensverlust“: Bitcoin verliert deutlich an Wert

Der Preisverfall beim Bitcoin setzt sich bereits im vierten Monat fort. Bloomberg spricht von einer Verlustserie, die im Januar elf Prozent betrug – die längste Einbruchserie seit 2018. Caroline Mauron von Orbit Markets warnte: „Ein weiterer Rückgang unter die Höchststände von 2021 bei rund 70.000 US-Dollar würde einen schädlichen langfristigen Vertrauensverlust bedeuten.“ Auch andere Kryptowährungen stehen derzeit unter Druck: Ether stürzte um etwa vier Prozent ab, Solana um 1,6 Prozent.

Doch die Kryptowährungen starten inzwischen einen Stabilisierungsversuch, am frühen Nachmittag tendiert der Bitcoin aktuell über ein Prozent im Plus bei 77.800 Dollar.

Federal Reserve und Trump als Einflussfaktoren

Ein wichtiger Faktor für den Bitcoin-Kurs aktuell bleibt die Geldpolitik in den USA. Präsident Donald Trump nominierte Kevin Warsh als nächsten Chef der Federal Reserve. Sollte der Senat zustimmen, würde er Jerome Powell im Mai ablösen. Krypto-Fans hoffen, dass Warsh die Zinsen drücken könnte, denn niedrigere Zinsen machen alternative Anlageklassen wie den BTC-Kurs attraktiver. Doch Experten warnen: Die Inflation liegt weiterhin über der Zwei-Prozent-Marke und die Fed entscheidet nicht allein. Anleger sollten daher vorsichtig bleiben, denn der Bitcoinpreis bleibt extrem volatil.

Geopolitische Unsicherheit, neue Zollandrohungen und die Debatte um die künftige US-Geldpolitik haben für massiven Verkaufsdruck gesorgt. Gleichzeitig ziehen sich Investoren auch aus klassischen Sicherheitsanlagen wie Gold und Silber zurück. Die Hoffnung vieler Anleger liegt auf möglichen Zinssenkungen, doch Experten warnen vor übertriebenem Optimismus. Klar bleibt: Der BTC-Kurs ist extrem volatil, und schon kleine politische oder geldpolitische Signale können den Bitcoinpreis in beide Richtungen bewegen.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob das Niveau um 75.000 US-Dollar als Boden hält. Während einige Experten die Korrektur als gesunden Rücksetzer nach dem extremen Bullrun von 2025 sehen, raten andere zur Vorsicht. Der Fokus der Anleger verschiebt sich aktuell verstärkt auf traditionelle Werte wie Gold, solange die Unsicherheit über die künftige US-Wirtschaftspolitik anhält.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Technologie
Technologie Adobe-Alternative kostenlos: Ein verärgerter Kunde fordert den Milliardenkonzern heraus
25.10.2026

Ein Kunde will sein Adobe-Abo kündigen und soll dafür auch noch bezahlen. Seine Rache könnte den Software-Riesen teuer zu stehen kommen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI im Unternehmen: Warum ChatGPT allein noch keine Prozesse automatisiert
25.10.2026

ChatGPT schreibt Texte, fasst Informationen zusammen und spart Mitarbeitern Zeit. Doch wer KI wirklich zur Prozessautomatisierung nutzen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Robin Zeng: Der Chinese, von dem Deutschlands Autobauer abhängen
25.10.2026

Er baut keine Autos, doch ohne ihn hätten BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz ein gewaltiges Problem. Der chinesische Milliardär Robin Zeng...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Pflege statt Arbeit: Immer mehr pflegende Erwerbstätige gehen Arbeitsmarkt verloren
25.10.2026

Die wachsende Zahl pflegender Angehöriger könnte den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren laut einer Prognose spürbar belasten: Bis 2045...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umsatzwarnungen: Lindt & Sprüngli entlässt Konzernchef Lechner
25.10.2026

Der Schokohasen-Hersteller leidet unter teuren Kakaopreisen und dem heißen Sommer. Nun soll ein alter Bekannter vorm Weihnachtsgeschäft...

DWN
Politik
Politik Frankreich führt Aufschläge für Medikamente ein. Was bedeutet das für die Preise in Deutschland und für Generika?
25.10.2026

In Frankreich wurde eine neue Vereinbarung mit der Pharmaindustrie über Arzneimittelpreise erzielt, die dazu führen könnte, dass einige...

DWN
Unternehmen
Unternehmen US-Rüstungsfirma Covenant: Protest gegen Marschflugkörper-Produktion ab 2027 in Leipzig
24.10.2026

Die US-Rüstungsfirma Covenant will in Leipzig Marschflugkörper herstellen. Der Standort soll weltweit die größte Basis für Europas...

DWN
Politik
Politik China macht seine Grenzen dicht: Ein neuer Eiserner Vorhang
24.10.2026

China macht seine Grenzen dicht, und längst trifft es nicht mehr nur politisch unbequeme Bürger. Lehrer, Ärzte und KI-Ingenieure dürfen...