Olympische Winterspiele Milano Cortina 2026: Welche Olympia-Aktien profitieren?
Im Umfeld großer Sportereignisse wie der Winterolympiade Mailand–Cortina 2026 richtet sich der Blick nicht nur auf die Athleten, sondern auch auf die Finanzmärkte. Besonders im Fokus stehen dabei Unternehmen, die als offizielle Sponsoren oder Partner auftreten. Diese profitieren häufig von der globalen Sichtbarkeit und dem Imagegewinn, den Olympische Spiele mit sich bringen, wie Nasdaq berichtet.
Da es sich bei den meisten Partnern um börsennotierte Multinationals handelt, stellt sich die Frage: Welche Aktien könnten im olympischen Zeitraum zusätzlichen Rückenwind erhalten? Im Folgenden werden einige Kandidaten vorgestellt – ergänzt um die Einschätzungen führender Analysten. Dabei ist jedoch zu beachten: Winterspiele erreichen traditionell ein kleineres globales Publikum als Sommerspiele. Entsprechend ist ihr Einfluss auf die Kapitalmärkte meist begrenzter. Der Leitindex der Mailänder Börse, der FTSE MIB, legte im vergangenen Jahr um rund 26 Prozent zu.
Airbnb-Aktie weiter unter Druck: Airbnb soll Bettenmangel lindern
Der US-Konzern Airbnb wurde im November 2019 durch einen Deal im Umfang von 500 Millionen US-Dollar offizieller Olympia-Partner, wie der Guardian damals berichtete. Die Partnerschaft läuft über neun Jahre und umfasst fünf Olympische und Paralympische Spiele – darunter auch Mailand Cortina 2026.
Emmanuel Marill, Regionaldirektor von Airbnb, erklärte laut Olympics: „Mailand–Cortina 2026 werden die am stärksten dezentralisierten Olympischen Winterspiele der Geschichte sein – auch in alpinen Regionen, wo klassische Unterkünfte oft knapp sind. Airbnb wird eine wichtige Rolle bei der Unterbringung von Besuchern spielen und gleichzeitig wirtschaftliche Chancen für Familien, Unternehmen und lokale Gemeinden schaffen.“ Die Airbnb-Aktie verlor im vergangenen Jahr 3,8 Prozent. Seit Jahresbeginn 2026 liegt sie ebenfalls im Minus.
Airbnb-Aktie: Analystenmeinungen
Von 48 Analysten empfehlen bei der AirBNB-Aktie 20 den Kauf, 25 das Halten und 3 den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 143,72 US-Dollar (ein Plus von annähernd 15 Prozent gegenüber dem aktuellen AirBNB-Aktienkurs von rund 120 US-Dollar).
Alibaba-Aktie: Alibaba profitiert auch an der Börse vom IOC-Deal
Auch der chinesische Online-Handelsriese Alibaba gehört zu den langfristigen Olympia-Partnern. Seit 2017 besteht eine weltweite Vereinbarung mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), die bis 2028 läuft. Alibaba unterstützt den IOC insbesondere in den Bereichen Cloud-Services und E-Commerce-Infrastruktur. Die Alibaba-Aktie (Hongkong) stieg seit Jahresbeginn um rund 12 Prozent, auf Jahressicht sogar um über 60 Prozent.
Alibaba-Aktie: Analystenmeinungen
Von 50 Analysten empfehlen die Alibaba-Aktie 49 zum Kauf und ein Analyst zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 194,13 HK-Dollar, rund 22 Prozent über dem aktuellen Kursniveau um 160 HK-Dollar.
Coca-Cola-Aktie:
Die Partnerschaft zwischen Coca-Cola und der olympischen Bewegung zählt zu den traditionsreichsten überhaupt: Sie begann bereits 1928 bei den Spielen in Amsterdam. Die Kooperation wurde bis 2032 verlängert. Coca-Cola unterstützt zudem seit Jahrzehnten die olympische Fackelstaffel.
Die Coca-Cola-Aktie legte in den vergangenen zwölf Monaten um über 20 Prozent zu, seit Jahresbeginn um rund 12 Prozent.
Coca-Cola-Aktie: Analystenmeinungen
Von 30 Analysten empfehlen die Coca-Cola-Aktie 26 zum Kauf und 4 zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 80,85 US-Dollar, rund 4 Prozent über dem aktuellen Kurs um 78 Dollar.
Allianz-Aktie: Allianz-CEO Bäte sieht positive Effekte durch Olympia-Engagement
Der deutsche Versicherungskonzern Allianz wurde 2021 weltweiter Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele. 2025 wurde die Partnerschaft bis 2032 verlängert. Allianz stellt Versicherungsschutz für Veranstalter, Athleten und Zuschauer bereit und unterstützt Sportler durch Mentoring-Programme.
CEO Oliver Bäte erklärte: „Paris 2024 hat unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner inspiriert. Wir haben sehr positive Effekte für unser Geschäft und die Marke Allianz gesehen. Deshalb freuen wir uns, die Partnerschaft bis 2032 fortzuführen.“ Die Allianz-Aktie gab seit Jahresbeginn leicht nach, stieg aber in den vergangenen zwölf Monaten um über 20 Prozent.
Allianz-Aktie: Analystenmeinungen
Von 30 Analysten empfehlen 11 die Allianz-Aktie zum Kauf, 11 zum Halten und 3 zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 391 Euro, annähernd 2 Prozent über dem aktuellen Kurs um 380 Euro.
Samsung Electronics-Aktie: Mit Technologie junge Zielgruppen erreichen
Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung ist seit über drei Jahrzehnten mit den Olympischen Spielen verbunden – erstmals als lokaler Sponsor bei Seoul 1988. Die globale Partnerschaft läuft bis 2028. Samsung und der IOC setzen dabei verstärkt auf digitale Innovationen, um jüngere Zielgruppen anzusprechen.
Samsung-Aktien stiegen im vergangenen Jahr um rund 201 Prozent, seit Jahresbeginn über 20 Prozent.
Samsung Electronics-Aktie: Analystenmeinungen
Bei Samsung Electronics-Aktie empfehlen von 42 Analysten 39 den Kauf, 2 das Halten und ein Analyst den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 202.558 Won, rund 25 Prozent über dem aktuellen Kurs der Samsung Electronics-Aktie von etwa 160.000 Won.
Visa-Aktie zuletzt unter Druck: Visa bleibt bis 2032 Olympia-Partner
Der Zahlungsdienstleister Visa ist offizieller Partner für Payment-Technologien bei Olympischen und Paralympischen Spielen. Visa ist damit das einzige Kartensystem, das an den Wettkampfstätten genutzt wird. Das Unternehmen ist seit 1986 Olympia-Partner, die Kooperation wurde bis 2032 verlängert.
Die Visa-Aktie fiel in den vergangenen zwölf Monaten um 5,5 Prozent, seit Jahresbeginn 2026 um 4,7 Prozent.
Visa-Aktie: Analystenmeinungen
Von 49 Analysten empfehlen 44 die Visa-Aktie zum Kauf, 4 zum Halten und ein Analyst zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 401 US-Dollar, rund 20 Prozent über dem aktuellen Kursniveau um 325 Dollar.
Olympia-Aktien: Olympische Partner als potenzielle Börsenprofiteure
Auch wenn die Winterspiele weniger globale Reichweite besitzen als Sommerspiele, können sie für Sponsoren dennoch einen messbaren Marketing- und Markenwert erzeugen. Besonders Unternehmen mit direktem Bezug zu Tourismus, Konsum, Technologie oder Zahlungsverkehr könnten vom Olympia-Effekt profitieren – zumindest kurzfristig.
Auch wenn die Winterspiele weniger globale Reichweite besitzen als Sommerspiele, können sie für Sponsoren dennoch einen messbaren Marketing- und Markenwert erzeugen. Besonders Unternehmen mit direktem Bezug zu Tourismus, Konsum, Technologie oder Zahlungsverkehr könnten vom Olympia-Effekt profitieren – zumindest kurzfristig.


