Finanzen

Siemens Energy-Aktie auf Allzeithoch: Rekordaufträge und brummendes Gasgeschäft überzeugen Anleger

Die Siemens Energy-Aktie sorgt mit frischen Quartalszahlen für gute Stimmung bei den Anlegern. Rekordaufträge, ein kräftiger Gewinnsprung und ein boomendes Gasgeschäft treiben den Konzern an – und lassen die Siemens Energy-Aktie auf ein neues Rekordhoch klettern. Doch wie nachhaltig ist das Wachstum und was bedeutet das für Anleger?
11.02.2026 08:39
Lesezeit: 2 min

Siemens Energy-Aktie: Starke Start in das neue Geschäftsjahr – Gasgeschäft brummt

Die Siemens Energy-Aktie profitiert weiter von einer hohen Stromnachfrage und ist mit einem starken Start in das neue Geschäftsjahr im Aufwind. Der Energietechnikkonzern aus München meldete für das erste Quartal (per Ende Dezember) ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum, getragen vor allem vom Siemens Energy-Gasgeschäft und der Netztechnik.

Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 12,8 Prozent auf knapp 9,7 Milliarden Euro. Währungs- und Portfolioeffekte sind dabei ausgeklammert. Wachstumstreiber waren erneut das Geschäft mit Gasturbinen sowie die Netztechnik, die beide von der weltweit steigenden Stromnachfrage profitieren. Damit unterstreichen die aktuellen Siemens Energy-Zahlen, dass der Konzern derzeit von mehreren strukturellen Trends wie Energiewende und wachsendem Strombedarf getragen wird.

Neugeschäft von Siemens Energy zieht deutlich an

Besonders stark entwickelte sich das Neugeschäft: Der Auftragseingang legte vergleichbar um gut ein Drittel auf 17,6 Milliarden Euro zu und erreichte einen Rekordwert. Der größte Beitrag kam dabei den Angaben zufolge aus den USA.

Hauptverantwortlich für dieses Wachstum war die starke Nachfrage im Gasturbinensegment. Dort sprang der Auftragseingang im Auftaktquartal um mehr als 80 Prozent auf 8,75 Milliarden Euro nach oben. Auch die Netztechnik warb gut ein Fünftel mehr Aufträge ein. Damit sitzt Siemens Energy nun auf einem Rekordauftragsbestand von 146 Milliarden Euro. Für den Konzern bedeutet das über Jahre hinweg gut gefüllte Auftragsbücher – ein wichtiger Faktor für die langfristige Perspektive der Siemens Energy-Aktie.

Analystenerwartungen pulverisiert

Auch ergebnisseitig gelang dem Unternehmen eine deutliche Überraschung. Das bereinigte operative Ergebnis stieg von 481 Millionen auf 1,16 Milliarden Euro. Die operative Marge kletterte um 6,6 Prozentpunkte auf 12 Prozent.

Dies war deutlich mehr als von Analysten im Vorfeld erwartet worden war und liegt zudem über dem Jahresziel von 9 bis 11 Prozent. Den Löwenanteil lieferten wie erwartet das Gas- und Netzgeschäft. Unter dem Strich verdreifachte Siemens Energy den Gewinn mit 746 Millionen Euro fast. Damit zeigen die aktuellen Quartalsdaten, wie stark der Konzern derzeit operativ aufgestellt ist.

Gasturbinen und Netztechnik als Wachstumsmotoren

Die starke Nachfrage im Gasturbinengeschäft bleibt der zentrale Wachstumstreiber. Die Kombination aus hoher Stromnachfrage und Investitionen in Energieinfrastruktur spielt Siemens Energy in die Karten.

Zudem reduzierte das seit Jahren schwächelnde Windturbinengeschäft Siemens Gamesa seine Verluste deutlich. Konzernchef Christian Bruch kommentierte: „Der Start in das Geschäftsjahr ist für uns sehr erfolgreich verlaufen. Besonders die anhaltend hohe Nachfrage im Geschäft mit Gasturbinen und Netztechnik leistet einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung. Auch im Windgeschäft zeichnet sich eine leichte Verbesserung ab.“ Die Jahresprognose wurde trotz des starken Starts bestätigt.

So reagiert die Siemens Energy-Aktie

Die Anleger reagierten erfreut auf die starken Zahlen. Im vorbörslichen Handel in Frankfurt gewann die Siemens Energy-Aktie zeitweise über 3,5 Prozent und kletterte auf 159,75 Euro - Rekordhoch für das Papier des Energietechnikkonzerns. Der Siemens Energy-Aktienkurs spiegelt damit die positive Stimmung wider, die durch Rekordaufträge und einen Gewinnsprung ausgelöst wurde.

Insgesamt zeigen die aktuellen Ergebnisse: Die Siemens Energy-Aktie bleibt langfristig spannend, getragen von einem boomenden Gasgeschäft, wachsender Netztechnik und einer sich stabilisierenden Windsparte.

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