Finanzen

Aumovio-Aktie von KI-Sorgen belastet: Bernstein warnt vor Verwerfungen am Automarkt

Die Aumovio-Aktie fällt im frühen Dienstagshandel deutlich, ebenso die Teamviewer-Aktie. Analysten schlagen Alarm und verweisen auf wachsende Risiken durch Künstliche Intelligenz. Während Kurse fallen und Trends wackeln, stellt sich Anlegern eine entscheidende Frage: Droht hier erst der Anfang größerer Verwerfungen?
17.02.2026 09:37
Lesezeit: 2 min
Aumovio-Aktie von KI-Sorgen belastet: Bernstein warnt vor Verwerfungen am Automarkt
Die Aumovio-Aktie steht wegen zunehmender KI-Risiken unter Druck (Foto: dpa). Foto: Leonie Asendorpf

Teamviewer und Aumovio-Aktie unter Druck – Bernstein warnt vor KI-Risiken

Die Aktien von Teamviewer (ISIN: DE000A2YN900) sind am Dienstag auf 4,81 Euro und damit auf ein Rekordtief gefallen. Im frühen Xetra-Handel lag der Kurs zuletzt bei 4,88 Euro und damit gut ein Prozent im Minus, wodurch sich der Jahresverlust auf rund ein Fünftel ausweitete. Die Papiere des Fernwartungsspezialisten stehen im Sog der anhaltenden KI-Sorgen, die zahlreiche Branchen erfassen. Auch die Aumovio-Aktie gerät in diesem Umfeld verstärkt in den Fokus der Anleger. Die Analysten von Bernstein Research bereiten Investoren nach Analyse der Verdrängungsrisiken durch Künstliche Intelligenz (KI) zudem auf weitere Belastungen vor. Neben Teamviewer führen sie die Aumovio-Aktie (ISIN: DE000AUM0V10), Atos (ISIN: FR0000051732), Ocado und Quadient als Werte an, bei denen das dicke Ende womöglich noch bevorsteht.

"Sie werden behandelt, als ob die Verwerfungen durch KI das Problem von anderen sind", schrieben die Analysten zu dieser Auswahl. Tatsächlich seien die Risiken einer Verdrängung durch Automatisierung bei diesen Unternehmen besonders ausgeprägt. Im Fall von Teamviewer verweisen sie vor allem auf den klassischen, personalintensiven Fernsupport als Schwachstelle.

Aumovio-Aktie: Risiken durch Software-Transformation

Mit Blick auf den Autozulieferer Aumovia sehen die Bernstein-Experten Gefahren im Übergang hin zu Software-definierten-Fahrzeugen. Dadurch verschiebe sich die Wertschöpfung stärker in Richtung der Autobauer, die eigene Softwarelösungen entwickeln, sowie zu neuen Wettbewerbern aus dem Halbleiter- und Technologiesektor. Diese Entwicklung könnte sich auch auf den Aumovio-Aktienkurs und die künftige Aumovio-Einstufung auswirken.

Für die Aumovio-Aktien ging es am Dienstag im frühen Handel um rund zwei Prozent auf 42,14 Euro nach unten. Damit bleibt der im Oktober begonnene Aufwärtstrend der Continental-Abspaltung jedoch vorerst intakt. Wie bei Teamviewer lautet die Aumovio-Einstufung durch Bernstein weiterhin "Market-perform".

KI als Belastungsprobe für die Aumovio-Aktie

Die aktuelle Entwicklung zeigt, wie sensibel die Aumovio-Aktie auf strukturelle Veränderungen reagiert. Der Übergang zu Software-definierten-Fahrzeugen, neue Wettbewerber aus dem Technologiesektor und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern die Spielregeln spürbar. Zwar bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend bislang bestehen, doch der Druck auf den Aumovio-Aktienkurs nimmt zu. Entscheidend wird sein, wie schnell und erfolgreich sich das Unternehmen im neuen Marktumfeld positionieren kann. Die bestätigte Aumovio-Einstufung signalisiert vorerst Stabilität, ersetzt jedoch keine operative Dynamik. Für Anleger bleibt die Lage damit anspruchsvoll und stark von technologischen Entwicklungen abhängig.

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