Wirtschaft

Konjunktureller Frühling: Unternehmensstimmung in der Eurozone überrascht positiv

Die Wirtschaft in der Eurozone startet mit unerwartetem Rückenwind in das Frühjahr, da sich die Stimmung in den Unternehmen im Februar deutlich aufgehellt hat. Der maßgebliche Einkaufsmanagerindex von S&P Global stieg stärker als von Experten prognostiziert und festigt damit den Wachstumskurs der europäischen Wirtschaft.
20.02.2026 13:39
Lesezeit: 1 min
Konjunktureller Frühling: Unternehmensstimmung in der Eurozone überrascht positiv
Überraschendes Plus: Die Stimmung in der Eurozone steigt auf 51,9 Punkte. Erfahren Sie, warum besonders die deutsche Industrie Grund zur Hoffnung gibt (Foto: dpa).

Expansionskurs setzt sich fort

Mit einem Anstieg auf 51,9 Punkte liegt der Stimmungsindikator nun stabil über der kritischen Marke von 50 Zählern, die Wachstum von Schrumpfung trennt. Da dieser Wert bereits das gesamte Jahr 2025 über der Expansionsschwelle verharrte, deuten die aktuellen Zahlen auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung hin. Ökonomen sprechen angesichts dieser Daten bereits von einem „konjunkturellen Frühling“, der die Zuversicht am Markt sichtlich stärkt.

Industrie-Comeback in Deutschland

Besonders erfreulich entwickelt sich die Lage im verarbeitenden Gewerbe, wo der Teilindex überraschend die Wachstumsschwelle übersprang. Ein historisches Signal kommt dabei aus Deutschland: Hier liegt der Einkaufsmanagerindex für die Industrie erstmals seit über dreieinhalb Jahren wieder im expansiven Bereich. Experten der Deutschen Bank Research werten dies als starkes Indiz dafür, dass die deutsche Wirtschaft dank einer stützenden Finanzpolitik im Gesamtjahr ein Wachstum von bis zu 1,5 Prozent erreichen könnte.

Gemischte Signale aus Frankreich

Während der Dienstleistungssektor in der gesamten Eurozone solide bleibt, zeichnet die zweitgrößte Volkswirtschaft, Frankreich, ein uneinheitliches Bild. Dort verschlechterte sich die Stimmung in der Industrie entgegen dem allgemeinen Trend und rutschte sogar leicht unter die Expansionsmarke. Zwar konnten die französischen Dienstleister zulegen, blieben jedoch in der Gesamtschau noch hinter der Wachstumsschwelle zurück, was die Erholung innerhalb der Währungsunion regional unterschiedlich gewichtet.

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