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Uniper-Dividende: Bund darf sich auf viele Millionen freuen

Nach staatlicher Rettung und Dividendenstopp hat Uniper seine Rückkehr an den Kapitalmarkt fest im Blick. Erstmals seit vier Jahren soll es wieder eine Dividende geben - davon profitiert vor allem der Bund, der Hauptanteilseigner ist.
11.03.2026 08:48
Aktualisiert: 11.03.2026 08:48
Lesezeit: 1 min
Uniper-Dividende: Bund darf sich auf viele Millionen freuen
Uniper war als größter deutscher Gasimporteur 2022 in Schieflage geraten, als Russland nach dem Angriff auf die Ukraine kein Gas mehr lieferte. (Foto: dpa) Foto: Federico Gambarini

Uniper-Dividende: Bund darf sich auf viele Millionen freuen

Die Rettung des Energiekonzerns Uniper macht sich für den Bund jetzt erstmals auch in klingender Münze bezahlt. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr seine Gewinnziele erreicht hat, will es erstmals seit vier Jahren wieder eine Dividende zahlen. Man schlage der Hauptversammlung eine Ausschüttung von 300 Millionen Euro (72 Cent je Aktie) vor, teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit. Fast alles wird der Bund erhalten, der derzeit noch mehr als 99 Prozent der Anteile hält.

Uniper war als größter deutscher Gasimporteur 2022 in Schieflage geraten, als Russland nach dem Angriff auf die Ukraine kein Gas mehr lieferte. Deutschland rettete das Unternehmen mit Milliarden-Beihilfen und wurde Mehrheitseigentümer. Im Rahmen des Stabilisierungspakets wurde ein Dividendenverbot vereinbart. Dies hob der Bund Ende 2025 auf. Bis Ende 2028 muss der Staat seine Beteiligung auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren.

Uniper-Chef sieht Dividende als «Zeichen finanzieller Stabilität»

«Die Möglichkeit, wieder Dividenden zahlen zu können, ist ein Zeichen der finanziellen Stabilität und ein wesentlicher Baustein für die Kapitalmarktfähigkeit von Uniper», erklärte Uniper-Chef Michael Lewis laut der Mitteilung.

Uniper erreichte seine selbst gesteckten Finanzziele. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei 1,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,6 Milliarden Euro), der bereinigte Nettogewinn (Adjusted Net Income) bei 544 Millionen Euro (Vorjahr: 1,7 Milliarden). «Beide Ergebniskennzahlen lagen

erwartungsgemäß deutlich unter den außergewöhnlich guten Ergebnissen des Vorjahres», hieß es. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das bereinigte Ebitda soll in einer Spanne von 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro liegen. Der bereinigte Nettogewinn soll 350 bis 600 Millionen erreichen.

Energiekonzern will an zwei Standorten neue Gaskraftwerke bauen

Uniper bekräftigte seine Absicht, bis 2030 rund fünf Milliarden Euro zu investieren «in Versorgungssicherheit, Wachstum und Transformation». Allein in

Deutschland will der Konzern davon mehr als 2,5 Milliarden investieren, vor allem in den Neubau von wasserstofffähigen Gaskraftwerken an zwei Standorten im Rahmen der Kraftwerksstrategie.

Uniper zählt bei Stromerzeugung und Gashandel zu den größten Energieunternehmen Europas. Der Konzern betreibt unter anderem Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, Großbritannien und Schweden. Strom erzeugt Uniper auch aus Wasserkraft. In Schweden ist Uniper Mehrheitseigentümerin eines Atomkraftwerks. In Deutschland ist das Unternehmen auch größter Betreiber von Gasspeichern. Ende 2025 beschäftigte die Firma gut 7.200 Menschen.

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