Finanzen

Zu wenig Verdienst und zu hohe Kosten: Ein Viertel der Haushalte ohne Ersparnisse

In einer Zeit, in der das Gesamtvermögen der deutschen Privathaushalte Rekordhöhen erreicht, zeigt eine aktuelle Umfrage, dass fast ein Viertel der Haushalte keine Ersparnisse besitzt. Die Hälfte der Befragten verdient nach eigenen Angaben nicht genug, um etwas zu sparen.
11.03.2026 08:21
Aktualisiert: 11.03.2026 08:21
Lesezeit: 2 min

Mehr als ein Viertel der Haushalte ohne Ersparnisse

Das Geldvermögen der Menschen in Deutschland steigt und steigt - doch mehr als ein Viertel der privaten Haushalte verfügt nach eigenen Angaben über keinerlei Ersparnisse. 27 Prozent der 1.007 Befragten gaben in einer Ipsos-Erhebung für die Direktbank ING an, kein Geld auf der hohen Kante zu haben.

Bei der Umfrage ein Jahr zuvor lag der Anteil noch etwas niedriger bei 23,5 Prozent. Zugleich sank der Anteil der Sparerinnen und Sparer von 70,7 Prozent bei der Umfrage 2024 auf 63,7 Prozent bei der Erhebung im Dezember 2025.

Zu wenig Verdienst und zu hohe Kosten

Fast die Hälfte (46,7 Prozent) der Befragten ohne Ersparnissen verdient nach eigenen Angaben nicht genug, um etwas zu sparen. Gut jeder Fünfte (22 Prozent) sagt, gestiegene Preise für den Lebensunterhalt hätten Rücklagen aufgezehrt.

Fast jeder Fünfte (17,9 Prozent) aller Befragten grübelt nachts über Finanzfragen. Mehr als ein Drittel (36,5 Prozent) stimmt der folgenden Aussage zu: "Aufgrund meiner finanziellen Situation habe ich das Gefühl, dass ich nie die Dinge haben werde, die ich mir im Leben wünsche."

Haushalte in Summe so reich wie nie

Zahlen der Bundesbank zufolge summierte sich das Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland zum Ende des dritten Quartals 2025 auf den Rekordwert von 9.389 Milliarden Euro. Die DZ Bank hatte für das Gesamtjahr 2025 einen Wert von knapp über 10 Billionen Euro hochgerechnet und für das laufende Jahr einen Anstieg auf 10,5 Billionen Euro prognostiziert.

Sowohl die Bundesbank als auch die DZ Bank berücksichtigen in ihren Auswertungen Bargeld und Bankeinlagen, Wertpapiere wie Aktien und Fonds sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen, nicht jedoch Immobilien.

Das gewaltige Geldvermögen in Deutschland ist nach früheren Angaben der Bundesbank ungleich verteilt. Etwa die Hälfte entfällt auf die vermögendsten zehn Prozent: etwa vier Millionen Haushalte. Dort mehrt sich das Vermögen kräftiger, weil sie im Schnitt stärker in Aktien und Fonds investieren als ärmere Haushalte. Am unteren Ende der Skala finden sich laut Bundesbank etwa 20 Millionen Haushalte, auf die nur acht Prozent des Geldvermögens entfällt.

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