Finanzen

Sparen statt konsumieren: Verbraucherstimmung in Deutschland auf Tiefstand

Die Kauflaune ist mau und die Erwartungen an die Konjunktur auch. Die Deutschen sparen derzeit lieber ihr Geld, als es auszugeben.
26.02.2026 09:18
Lesezeit: 1 min
Sparen statt konsumieren: Verbraucherstimmung in Deutschland auf Tiefstand
Die Institute GfK und NIM befragen im Auftrag der EU-Kommission monatlich rund 2.000 Verbraucher nach ihren Erwartungen und zu ihrem Verhalten. (Foto: dpa) Foto: Daniel Karmann

Verbraucherstimmung in Deutschland hellt sich nicht auf

Die Verbraucherstimmung in Deutschland orientiert sich am trüben Winterwetter: Eine Aufhellung ist derzeit nach der jüngsten Studie der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM nicht in Sicht. Die Einkommenserwartungen seien im Februar zwar leicht höher ausgefallen als im Vormonat. Dafür habe sich die Anschaffungsneigung weiter eingetrübt. Auch die derzeit ohnehin hohe Sparneigung habe noch einmal zugenommen - und erreicht derzeit den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008.

Sparen statt konsumieren

«Mit dem leichten Rückgang auf - 24,7 Punkte kann das Konsumklima nicht an die Aufhellung im letzten Monat anknüpfen», sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. «Es zeigt sich weiterhin die Tendenz, dass steigende Einkommen aus Vorsichtstendenzen lieber gespart als konsumiert werden», erklärte Bürkl.

Geopolitik und Soziales

Zwar scheine sich die Wirtschaft wieder leicht zu beleben - die Verbraucher blieben jedoch skeptisch. «Die geopolitischen Spannungen, aber auch die Herausforderungen in der Sozialpolitik dürften die Unsicherheit und damit auch die Sparneigung hochhalten», sagte Bürkl. Auch steigende Preise - die Inflationsrate ist im Januar wieder auf 2,1 Prozent gestiegen - seien für viele Konsumenten ein Grund, das Geld zunächst zusammenzuhalten. Erwartungen auf baldige Preissenkungen gebe es nicht.

Die Institute befragen im Auftrag der EU-Kommission monatlich rund 2.000 Verbraucher nach ihren Erwartungen und zu ihrem Verhalten. Für die aktuelle Studie wurden Konsumenten im Zeitraum zwischen 29. Januar und 9. Februar interviewt.

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