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WhatsApp Link-Vorschau: Verstecktes Datenschutzrisiko – was Nutzer wissen sollten

Die praktische Link-Vorschau bei WhatsApp spart Zeit und Klicks im Alltag. Doch im Hintergrund könnten sensible Informationen übertragen werden, ohne dass Nutzer es bemerken.
04.04.2026 07:28
Lesezeit: 2 min
WhatsApp Link-Vorschau: Verstecktes Datenschutzrisiko – was Nutzer wissen sollten
Die WhatsApp-Linkvorschau kann Ihre IP-Adresse übertragen. (Foto: ChatGPT)

WhatsApp: Link-Vorschau birgt Risiken

Wer bei WhatsApp Links verschickt, gibt unter Umständen mehr Informationen preis als erwartet: Die Link-Vorschau kann die eigene IP-Adresse weitergeben. Wie sich das vermeiden lässt – und worin sich der Konkurrent Signal unterscheidet.

WhatsApp zeigt zu versendeten Links kleine Vorschaubilder von Webseiten oder Inhalten direkt im Chat an.

Der Vorteil: Empfänger müssen den Link nicht erst öffnen und warten, bis sich der Browser lädt, um grob einschätzen zu können, was sie auf der jeweiligen Seite oder auch in einem verlinkten Video erwartet.

Der Nachteil: Die IP-Adresse des Absenders wird gemeinsam mit der Link-Vorschau übermittelt. Über die IP-Adresse ist es beispielsweise für Anbieter von Inhalten möglich, den ungefähren Standort zu ermitteln - oder nachzuvollziehen, auf welchen Seiten sich jemand im Internet bewegt (Tracking).

Wer das vermeiden will, kann die Link-Vorschauen in Whatsapp unkompliziert deaktivieren. Dafür zu "Einstellungen/Datenschutz/Erweitert" wechseln und die Option "Linkvorschau deaktivieren" aktivieren.

Eigene IP-Adresse lässt sich auch bei Anrufen schützen

Auch bei WhatsApp-Anrufen kann die eigene IP-Adresse geschützt werden: Wer unter "Einstellungen/Datenschutz/Erweitert" die Funktion "IP-Adresse in Anrufen schützen" einschaltet, übermittelt die Adresse bei Calls nicht mehr direkt an den jeweiligen Kontakt, da die Verbindungen dann über WhatsApp-Server laufen. Allerdings kann sich dadurch die Qualität der Anrufe verschlechtern. Gruppenanrufe bei WhatsApp werden grundsätzlich über die Server des Anbieters abgewickelt.

Signal überträgt keine IP-Adresse – auch bei aktiver Vorschau

Doch wie steht es bei Signal um den Schutz der Privatsphäre in Bezug auf diese Funktionen? Bei dem auf Datenschutz ausgerichteten Messenger lassen sich Link-Vorschauen unter "Einstellungen/Chats" ebenfalls jederzeit aktivieren oder deaktivieren. Für den Schutz vor Tracking ist das jedoch nicht erforderlich, sondern nur dann relevant, wenn jemand die Vorschaufunktion generell nicht nutzen möchte.

Denn die Erstellung der Link-Vorschau ist bei Signal technisch so umgesetzt, dass zum einen die Entwickler nicht sehen können, welche Links Nutzer miteinander teilen. Zum anderen erhalten auch die Anbieter hinter den Links keine IP-Adressen der Nutzer. Für Dritte ist es bei Signal somit grundsätzlich nicht möglich, Nutzer über die Link-Vorschau beim Surfen im Netz nachzuverfolgen.

Wenn es um Anrufe geht, bei denen die eigene IP-Adresse verborgen bleiben soll, bietet auch Signal die Option, sämtliche Calls über die Signal-Server zu führen. Um dies einzuschalten, navigiert man in den Einstellungen zu "Datenschutz/Erweiterte Einstellungen/Anrufe immer indirekt" und aktiviert dort den entsprechenden Schalter.

Mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre

Die Link-Vorschau bei WhatsApp ist praktisch, bringt jedoch auch klare Datenschutzrisiken mit sich. Besonders die mögliche Übertragung der IP-Adresse kann Nutzern ungewollt Einblicke in ihr Online-Verhalten entziehen. Wer Wert auf Privatsphäre legt, sollte die entsprechenden Einstellungen prüfen und gegebenenfalls anpassen. Alternativ zeigt Signal, dass sich Komfortfunktionen auch datenschutzfreundlicher umsetzen lassen. Letztlich liegt es an den Nutzern, bewusst mit solchen Funktionen umzugehen und Risiken abzuwägen. Wer informiert ist, kann gezielt entscheiden, welche Daten er preisgeben möchte und welche

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