Finanzen

BASF-Aktie: Zahlen enttäuschen Anleger

Die BASF-Aktie hat am Donnerstag im vorbörslichen Handel klar nachgegeben. Nach Vorlage der Quartalszahlen fiel sie auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs des Vortags um 1,6 Prozent auf 53,20 Euro.
30.04.2026 09:41
Aktualisiert: 30.04.2026 09:41
Lesezeit: 1 min
BASF-Aktie: Zahlen enttäuschen Anleger
BASF-Aktie: Viel Rauch um Nichts? Ein Schornstein mit der Aufschrift "BASF" steht auf dem Werksgelände des Chemiekonzerns BASF. (Foto: dpa) Foto: Uwe Anspach

BASF-Aktie unter Druck: Quartalszahlen enttäuschen

Der Chemiekonzern spürt auch im ersten Quartal starken Wettbewerbsdruck. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) sank um knapp sechs Prozent. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand dennoch.

JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi sprach in einer ersten Reaktion von einem "durchwachsenen Quartal".

Umsatzrückgang belastet: Preise und Währungen drücken

Der Chemiekonzern BASF BASF-Aktie bekam den Wettbewerbsdruck auch im ersten Quartal deutlich zu spüren. Der Umsatz sank in den drei Monaten bis Ende März im Jahresvergleich um drei Prozent auf 16 Milliarden Euro, wie der im Dax DAX notierte Konzern am Donnerstag vor seiner Hauptversammlung mitteilte.

Zwar verkaufte BASF etwas mehr. Doch niedrigere Preise und negative Währungseffekte – vor allem beim US-Dollar und beim chinesischen Renminbi – belasteten das Geschäft.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen ging um knapp sechs Prozent auf 2,36 Milliarden Euro zurück. "Ohne währungsbedingte Belastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das Ebitda vor Sondereinflüssen das Niveau des Vorjahresquartals erreicht", sagte Finanzvorstand Dirk Elvermann laut Mitteilung.

Gewinn steigt: Sondereffekte treiben Ergebnis

Unter dem Strich erhöhte sich der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent auf 927 Millionen Euro. Verantwortlich sind Dividendenzahlungen aus der Beteiligung an Wintershall Dea.

Die Vorjahreszahlen passte BASF wegen des geplanten Verkaufs der Fahrzeug- und Reparaturlacke an den Investor Carlyle an. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand um Unternehmenschef Markus Kamieth.

Hauptversammlung im Fokus: Kritik an Strategie wächst

Die Aktionäre der BASF BASF-Aktie dürften den Vorstand des weltgrößten Chemiekonzerns am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Dax-Konzerns mit kritischen Fragen konfrontieren. BASF kämpft mit hohem Kostendruck sowie zu niedriger Auslastung und Produktivität, insbesondere in Deutschland. Der Konzern will Milliarden einsparen und Stellen abbauen. Vorstandschef Markus Kamieth bezeichnet 2026 als Übergangsjahr.

Neben dem Sparprogramm erwarten Beobachter weitere kritische Fragen. Im Fokus stehen auch der geplante Verkauf von Tausenden Wohnungen im Konzernbesitz sowie das milliardenschwere Engagement von BASF in China.

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