BASF-Aktie unter Druck: Quartalszahlen enttäuschen
Der Chemiekonzern spürt auch im ersten Quartal starken Wettbewerbsdruck. Der Umsatz schrumpfte um drei Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda) sank um knapp sechs Prozent. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand dennoch.
JPMorgan-Analyst Chetan Udeshi sprach in einer ersten Reaktion von einem "durchwachsenen Quartal".
Umsatzrückgang belastet: Preise und Währungen drücken
Der Chemiekonzern BASF BASF-Aktie bekam den Wettbewerbsdruck auch im ersten Quartal deutlich zu spüren. Der Umsatz sank in den drei Monaten bis Ende März im Jahresvergleich um drei Prozent auf 16 Milliarden Euro, wie der im Dax DAX notierte Konzern am Donnerstag vor seiner Hauptversammlung mitteilte.
Zwar verkaufte BASF etwas mehr. Doch niedrigere Preise und negative Währungseffekte – vor allem beim US-Dollar und beim chinesischen Renminbi – belasteten das Geschäft.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie Sondereinflüssen ging um knapp sechs Prozent auf 2,36 Milliarden Euro zurück. "Ohne währungsbedingte Belastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das Ebitda vor Sondereinflüssen das Niveau des Vorjahresquartals erreicht", sagte Finanzvorstand Dirk Elvermann laut Mitteilung.
Gewinn steigt: Sondereffekte treiben Ergebnis
Unter dem Strich erhöhte sich der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent auf 927 Millionen Euro. Verantwortlich sind Dividendenzahlungen aus der Beteiligung an Wintershall Dea.
Die Vorjahreszahlen passte BASF wegen des geplanten Verkaufs der Fahrzeug- und Reparaturlacke an den Investor Carlyle an. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand um Unternehmenschef Markus Kamieth.
Hauptversammlung im Fokus: Kritik an Strategie wächst
Die Aktionäre der BASF BASF-Aktie dürften den Vorstand des weltgrößten Chemiekonzerns am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Dax-Konzerns mit kritischen Fragen konfrontieren. BASF kämpft mit hohem Kostendruck sowie zu niedriger Auslastung und Produktivität, insbesondere in Deutschland. Der Konzern will Milliarden einsparen und Stellen abbauen. Vorstandschef Markus Kamieth bezeichnet 2026 als Übergangsjahr.
Neben dem Sparprogramm erwarten Beobachter weitere kritische Fragen. Im Fokus stehen auch der geplante Verkauf von Tausenden Wohnungen im Konzernbesitz sowie das milliardenschwere Engagement von BASF in China.

