Panorama

Fußball-WM 2026 in USA, Kanada und Mexiko: UN-Experten warnen vor gefährlichen Hitzewellen

Millionen Fans freuen sich auf die größte Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten. Doch die klimatischen Bedingungen in Teilen Nordamerikas könnten zur Belastung für Spieler und Zuschauer werden. Hohe Temperaturen drohen nicht nur den Spielbetrieb zu beeinflussen, sondern werfen auch Fragen zur Sicherheit auf.
08.06.2026 14:10
Lesezeit: 2 min
Fußball-WM 2026 in USA, Kanada und Mexiko: UN-Experten warnen vor gefährlichen Hitzewellen
Extreme Hitzewellen bedrohen die Fußball-WM 2026. (Bild: ChatGPT)

Fußball-WM 2026: UN-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze

Die anstehende Fußball-WM dürfte von einem externen Faktor wesentlich mitgeprägt werden - anhaltender Hitze. Besonders für die Fans könnten die hohen Temperaturen gefährlich werden.

Das UN-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko. "Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026, das größte Turnier in der Geschichte des Fußballs, wird in einer Zeit stattfinden, in der extreme Hitzewellen aufgrund des sich verschärfenden Klimawandels zunehmen und Milliarden Menschen weltweit davon betroffen sind", teilte das Klimasekretariat zu Beginn einer zehntägigen Klimakonferenz in Bonn mit. "Es ist davon auszugehen, dass diese extreme Hitze ein prägendes Element des Turniers sein wird – auf dem Spielfeld, auf den Tribünen, rund um die Stadien und in den Austragungsorten."

Es werde erwartet, dass etwa jedes vierte Spiel bei gefährlicher Hitze ausgetragen werde. Während die Spieler immerhin intensiv medizinisch betreut würden, seien die Fans in den Stadien weitgehend auf sich selbst gestellt. "Die größte Gefahr kann außerhalb des Stadions lauern", warnten die UN-Experten. "In Fan-Zonen, Warteschlangen, auf Verkehrswegen, auf Parkplätzen und bei Feierlichkeiten im Freien können Menschen stundenlang gefährlicher Hitze ausgesetzt sein."

Auch TV-Zuschauer werden Auswirkungen der Hitze bemerken

Aber auch wer das Turnier nur am Fernseher verfolge, werde bemerken, wie sich das veränderte Klima auf das Event auswirke. Möglicherweise werde das Tempo mancher Begegnungen geringer sein, weil die Spieler ihre Kräfte schonen müssten. Wahrscheinlich seien auch frühere Auswechslungen, Trinkpausen und der Einsatz von Kühlhandtüchern.

Zahllose Menschen liebten Fußball, aber leider sei es inzwischen oft zu heiß, um Fußball zu spielen, sagte UN-Klimachef Simon Stiell. "Es ist heiß und wird immer heißer. Das ist kein Zufall. Das ist der Klimawandel." Der Planet erwärme sich, weil seit mehr als einem Jahrhundert fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas verbrannt würden. Dadurch werde Wärme in der Atmosphäre gespeichert.

"Und jetzt spüren wir das – überall", sagte Stiell. "Und es sind nicht nur die Dinge, die wir lieben, wie Fußball und viele andere Sportarten, die durch die globale Erwärmung stark unter Druck geraten. Es sind auch die Dinge, die wir brauchen – wie Lebensmittel –, denn die globale Erwärmung beeinträchtigt die Ernten und treibt die Preise für alle in die Höhe."

Klimawandel wird zum Gegenspieler der Fußball-WM 2026

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 soll ein sportliches Großereignis werden, steht aber zugleich vor einer Herausforderung, die weit über den Fußball hinausgeht. Die Warnungen des UN-Klimasekretariats verdeutlichen, wie stark die Folgen des Klimawandels inzwischen auch internationale Sportveranstaltungen beeinflussen. Während Profis auf dem Platz medizinisch betreut werden, könnten vor allem Zuschauer und Besucher den extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Die Diskussion um Hitzeschutzmaßnahmen dürfte daher genauso wichtig werden wie sportliche Fragen. Die WM könnte damit nicht nur ein Turnier der Rekorde sein, sondern auch ein weiteres Beispiel dafür, wie unmittelbar die globale Erwärmung den Alltag und öffentliche Großveranstaltungen verändert.

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