Politik

Tierschützer in der EU: Verbrechen an unschuldigen Tieren in Rumänien stoppen

Lesezeit: 2 min
31.05.2014 02:55
Die Partei „Mensch Umwelt Tierschutz“ hat 1,2 Prozent Stimmenanteil erreicht und somit ein Mandat gewonnen. Dieses wird Herr Stefan Bernhard Eck, Spitzenkandidat für die EU Wahl wahrnehmen. Als erstes Ziel soll die ausufernde Massentierhaltung gestoppt werden.
Tierschützer in der EU: Verbrechen an unschuldigen Tieren in Rumänien stoppen

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Was sind Ihre ersten Ziele im EU-Parlament?

Stefan Bernhard Eck: Die ersten Ziele sind: Durch verschiedene Maßnahmen soll der ausufernden Massentierhaltung Paroli geboten werden; dazu gehört eine Reform der Agrarsubventionspolitik. Daneben steht die Abschaffung von Tierversuchen für Haushaltsmittel ganz oben auf der Agenda.

Im Bereich der Verbraucherschutzpolitik ist ein Antrag zwecks einer Richtlinie für eine signifikante Verminderung von Antibiotika im Tierfutter geplant.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Die EU fördert die Beseitigung von Straßenhunden in Rumänien mit bis zu 250 Euro pro Hund. Die Tiere werden entweder an Ort und Stelle getötet oder in Heimen untergebracht. Dort werden sie gezielt vermehrt, damit das Geld aus Brüssel auch in Zukunft fließt (mehr hier, und hier der Versuch von Henryk Broder, den Skandal aufzuklären). Wie will die Tierschutzpartei dagegen vorgehen?

Stefan Bernhard Eck: Die Behandlung von Streuner- bzw. Straßentieren liegt gemäß dem Reformvertrag von Lissabon im Kompetenzbereich der 28 Mitgliedstaaten.

Eine Beendigung des skandalösen Massakers an Hunderttausenden von Hunden in diesem osteuropäischen Land, das teilweise sogar noch durch EU-Hilfen finanziert wird, kann also nur durch eine Korrektur des Vertrages erreicht werden. Dies ist kurzfristig mit aller Wahrscheinlichkeit unmöglich.

Daher werde ich als EU-Abgeordneter versuchen, meine Kolleginnen und Kollegen im EU-Parlament dahingehend zu bewegen, persönliche Schreiben an die Regierung von Rumänien zu richten und um eine Revidierung des Gesetzes zu bitten, mit dem diese abscheulichen Verbrechen an unschuldigen Tieren möglich gemacht wurden.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Mit welchen anderen europäischen Parteien können Sie sich eine Zusammenarbeit vorstellen?

Stefan Bernhard Eck: Selbstverständlich werden wir mit der Holländischen Tierschutzpartei (Partij voor de Dieren) sehr eng zusammenarbeiten und ferner mit der ÖDP, die uns im Bereich Tierschutz und Umweltschutz sehr nahe steht.

Natürlich ist auch eine Zusammenarbeit mit „Grünen Parteien“ möglich, sofern sich die Zielsetzungen in einzelnen Sachfragen decken.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: In welcher Fraktion wollen Sie Mitglied werden?

Stefan Bernhard Eck: Mit einer Fraktion, die nachweislich europafeindlich oder rechts von der Mitte steht, ist eine Zusammenarbeit definitiv auszuschließen. Wir werden uns vor der Entscheidung der Fraktionszugehörigkeit mit der Holländischen Tierschutzpartei absprechen. Erst danach werden wir uns für eine Fraktion höchstwahrscheinlich gemeinsam entscheiden.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie stehen Sie zu der Tierschutz-Organisation PETA?

Stefan Bernhard Eck: PETA ist eine wichtige Organisation im Bereich der Umsetzung des Tierrechtsgedankens. Schon aus diesem Grunde stehen wir dieser Organisation sehr positiv gegenüber.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Welche Gefahren oder Vorteile sehen Sie in dem Freihandelsabkommen TTIP?

Stefan Bernhard Eck: Durch das geplante Freihandelsabkommen werden der europäische Verbraucherschutz, sowie europäische Tierschutz- und Umweltstandards durch die Hintertür ausgehöhlt.

Allein schon aus diesem Grund lehnen wir das TTIP kategorisch ab, zumal die bisherige Verhandlungsführung einer demokratischen Transparenz nicht entsprochen hat.

Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Wie wollen Sie Fracking in Europa verhindern?

Stefan Bernhard Eck: Sollte das Freihandelsabkommen mit den USA geschlossen werden, dürfte auch das risikoreiche Frackingverfahren durch amerikanische Konzerne in Europa zum Einsatz kommen. Die einzige Möglichkeit zur Verhinderung sind dann nationale Verbote, die dem jeweiligen Staat beziehungsweise seinen Bürgern aber sehr teuer werden können.

Unsere Meinung zum Thema Fracking: Nur durch einen Volksentscheid oder durch eine ausdrückliche Ausklammerung des Frakingverfahrens im Freihandelsabkommen ließe sich dieses Problem aus der Welt schaffen.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik WHO lehnt Impfpässe ab: „Corona-Pandemie ist in 10 Monaten vorbei“

Die WHO hat sich gegen die Einführung von Impfpässen ausgesprochen. Diese seien nicht zielführend, zudem sei die Pandemie bald vorbei....

DWN
Politik
Politik DWN-Exklusiv - Marine-Manöver im Mittelmeer: Türkei bereitet sich auf möglichen Krieg vor

Die Türkei führt im Mittelmeer und in der Ägäis aktuell ein groß angelegtes Marinemanöver durch. Das Land bereitet sich auf einen...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin in Gefahr: Es drohen Hackerangriffe, Preisverfall und das endgültige Verbot

DWN-Finanzexperte Andreas Kubin analysiert die Zukunft des Bitcoin.

DWN
Politik
Politik Hohe Investitionen, strategische Autonomie: China stellt die Weichen für die kommenden fünf Jahre

Die grundlegenden Weichenstellungen auf dem derzeit stattfindenden Volkskongress deuten eine Tendenz zu Selbststärkung und innerer...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn sich die Börse überhitzt, bringt Gold Sicherheit ins Portfolio

Die Daten zeigen es: Wenn es an der Börse stark bergab geht, dann haben in der Vergangenheit jene Investoren gut abgeschnitten, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Dax bricht zum Wochenenende ein - VW überrascht mit Aussagen zur E-Mobilität

Das deutsche Leitbarometer verzeichnet heute Morgen Verluste. Heute Nachmittag gibt es wieder wichtige Konjunkturdaten.

DWN
Politik
Politik Putin und Nawalny für Friedensnobelpreis nominiert

Unter den Nomminierten für den diesjährigen Friedensnobelpreis finden sich auch Russlands Präsident Wladimir Putin und sein Gegenspieler...

DWN
Finanzen
Finanzen Monetärer „Reset“: Warum der Goldstandard das Fiat-Geldsystem ersetzen muss

Das aktuelle Fiat-Geldsystem ist durchsät von finanziellen Verzerrungen und Schulden. Dieses System ist eigentlich am Ende. Der Übergang...