Politik

Iran bietet USA Zusammenarbeit im Irak an

Lesezeit: 1 min
13.06.2014 13:20
Irans Führung bietet den Amerikanern Hilfe gegen die Aufständischen im Irak an. Teheran sieht die sunnitischen Islamisten im Nachbarland als Terroristen.
Iran bietet USA Zusammenarbeit im Irak an

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Angesichts der Blitzoffensive von sunnitischen Islamisten im Irak prüft die schiitische Führung des Iran eine Zusammenarbeit mit dem Erzfeind USAWir können gemeinsam mit den Amerikanern den Aufstand im Nahen Osten beenden“, sagte ein hochrangiger iranischer Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters unter Hinweis auf die Kämpfe im Nachbarland. „Wir haben großen Einfluss im Irak, in Syrien und in anderen Staaten.“ Über eine Kooperation werde gegenwärtig innerhalb der iranischen Führung diskutiert. Ob es schon Gespräche gegeben habe, wisse er nicht, sagte der Iraner.

Der Al-Kaida-Ableger Islamischer Staat im Irak und in der Levante (Isil) hat in den vergangenen Tagen umfangreiche Gebiete erobert und bedroht nun Bagdad. Auch im syrischen Bürgerkrieg haben die radikalen Sunniten Erfolge erzielt. Der Iran bezeichnet die Isil als Terroristen und hat der schiitischen Regierung des Irak Hilfe zugesagt. Brigadegeneral Mohammed Hedschasi sagte der Nachrichtenagentur Tasnim, man sei bereit, der irakischen Regierung Militärgüter zu liefern. Ich glaube nicht, dass die Entsendung iranischer Truppen nötig sein wird“, sagte er.

Seit der Wahl Hassan Ruhanis zum iranischen Präsidenten 2013 haben sich die Beziehungen der islamischen Republik zum "Großen Satan" USA etwas verbessert. Bei den internationalen Verhandlungen über das iranische Atomprogramm ist ein Zwischenabkommen erzielt worden. Beide Staaten sehen das Erstarken von radikalen Islamistengruppen wie der überwiegend sunnitischen Al-Kaida als Problem. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums erklärte am Donnerstag zur Rolle des Iran in der Irak-Krise, man habe die Regierung in Teheran in vielen Fällen aufgefordert, eine konstruktive Rolle zu spielen. Dem habe sie im Moment nichts hinzuzufügen. 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Politik
Politik Der „Great Reset“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Realität

Der „Great Reset“ wird in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheorie abgetan. Doch das stimmt nicht. Es handelt sich dabei um eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Russland: Sind auf Ausschluss aus globalem Zahlungsnetzwerk Swift vorbereitet

Die russische Regierung ist eigenen Angaben zufolge auf einen möglichen Ausschluss aus dem weltweit wichtigsten Zahlungsnetzwerk...

DWN
Politik
Politik China entsendet 5.000 Soldaten in den Iran

China wird 5.000 Soldaten in den Iran entsenden, um seine dortigen Investitionen zu schützen. Die Truppen-Verlegung muss vor dem...

DWN
Finanzen
Finanzen Extreme Märkte werden viele in Panik versetzen, aber wenige sehr reich machen

Banken und Politik fürchten sowohl Inflation als auch Deflation, wenn diese zu stark werden. Doch verhindern können sie beide letztlich...

DWN
Deutschland
Deutschland Europa erlebte den kältesten April seit 2003

Der zurückliegende April war in ganz Europa der kühlste April seit 2003. Glaubt man den Weinbauern, ist auch der Mai bislang auffallend...

DWN
Deutschland
Deutschland AKTUELL: Wegen Halbleiter-Knappheit: Bereitet jetzt auch BMW Produktionsstopps vor?

Der Konzern bestätigt es zwar nicht - aber glaubhaften Informationen zufolge bereitet sich BMW darauf vor, Bänder vorübergehend...

DWN
Politik
Politik In Kolumbien droht ein Umsturz, doch das wäre gut für Europa

Die Massenproteste in Kolumbien könnten früher oder später zum Umsturz der aktuellen Regierung führen. Aus europäischer und deutscher...

DWN
Deutschland
Deutschland Ifo-Institut: Elektro-Offensive vernichtet jede dritte Stelle in der deutschen Automobilindustrie

Etwa jeder dritte Arbeitsplatz wird hierzulande durch den von der Politik vorangetriebenen Feldzug gegen Benziner und Diesel-Autos...