Unternehmen

Bank-Angestellte starten mit Warn-Streiks

Lesezeit: 1 min
18.06.2014 16:34
Mehr als 2.000 Bank-Angestellte haben am Mittwoch deutschlandweit wegen des andauernden Tarifstreits ihre Arbeit niedergelegt. Verdi fordert 3,5 Prozent mehr Lohn. Zudem sollen die Arbeitgeber auf eine Ausweitung der Samstagarbeit verzichten.
Bank-Angestellte starten mit Warn-Streiks

Mehr als 2.000 Bankmitarbeiter haben nach Gewerkschaftsangaben im Tarifstreit für einen Tag die Arbeit niedergelegt. In Baden-Württemberg seien fast 1.000 Mitarbeiter, in Niedersachsen und in Bremen 1.100 am Mittwoch dem Aufruf zu Warnstreiks gefolgt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. Im Südwesten seien auch einige Filialen der bestreikten Banken geschlossen geblieben.

Die Gewerkschaft will mit den Warnstreiks ein Gehaltsangebot der Bank-Arbeitgeberverbände erzwingen, in dem diese auf eine Ausweitung der Samstagsarbeit verzichten. „Die Arbeitgeber sollten lieber ein akzeptables Gehaltsangebot auf den Tisch legen statt mit der inakzeptablen Forderung nach Abschaffung des freien Wochenendes eine Verhandlungslösung zu blockieren“, sagte der Tarifexperte von Verdi für die Branche, Jörg Reinbrecht. Am Dienstag waren rund 100 Banker im Saarland in den Ausstand getreten, am Freitag sind Berlin und Brandenburg an der Reihe.

In Mannheim und Karlsruhe hätten insgesamt 400 Banker von privaten und öffentlichen Häusern am Mittwoch an Kundgebungen teilgenommen, bei der Commerzbank werde landesweit gestreikt, erklärte Verdi in Stuttgart. Im Norden seien unter anderem die Commerzbank, die Deutsche Bank, die NordLB und die Oldenburgische Landesbank betroffen.

Verdi fordert 3,5 Prozent mehr Gehalt und einen Sockelbetrag von 100 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Die nächste, dritte Verhandlungsrunde für die rund 210.000 Beschäftigten in Groß- und Privatbanken, Landesbanken und Bausparkassen ist für den 30. Juni in Wiesbaden angesetzt.

 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstandsumfrage: Betriebssoftware ist das Herzstück der Digitalisierung in Unternehmen
18.06.2024

Ein neuer Report zeigt: ERP-Systeme sind entscheidend für die Digitalisierung im Mittelstand. Während KI und Cloud weniger wichtig sind,...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Erholung auf wackligen Beinen, US-Dollar im Aufwind, Gold leidet - der DWN-Marktreport
18.06.2024

Die DAX-Erholung hat sich im frühen Dienstagshandel zunächst fortgesetzt, alles bleibt aber eine wacklige Angelegenheit. Am Gesamtmarkt...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsausgaben Deutschland 2024: Nato-Ziele erreicht
18.06.2024

Deutschland hat der Nato für das aktuelle Jahr geschätzte Verteidigungsausgaben von 90,6 Milliarden Euro gemeldet und würde damit klar...

DWN
Politik
Politik Selenskyj lobt Friedensbemühungen in der Schweiz - Russland verstärkt Angriffe
18.06.2024

Nach der internationalen Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz zog der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Liquidität: Baubranche leidet unter übler Zahlungsmoral der Behörden
18.06.2024

Die deutsche Baubranche kämpft neben der Wohnungsbau-Krise vor allem mit der schlechten Zahlungsmoral der öffentlichen Hand. Ausgerechnet...

DWN
Politik
Politik EU-Spitzenposten: Keine Einigung - von der Leyen braucht Geduld
18.06.2024

Der Poker um die Besetzung der EU-Spitzenposten nach der Europawahl geht in die Verlängerung: Die Staats- und Regierungschefs der...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie passives Investieren den Markt für Vermögensverwalter in Deutschland verändert
18.06.2024

In den letzten Jahren hat sich die Landschaft der Vermögensverwaltung in Europa und Deutschland grundlegend verändert. Ein wesentlicher...

DWN
Politik
Politik Neuer Kampfpanzer Leopard 2: Das Ziel ist die Überlegenheit
18.06.2024

Bleibt der Kampfpanzer Leopard 2 das Rückgrat von Landstreitkräften? Der Hersteller des neuen Leo präsentierte in Frankreich auf einer...